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Wie entsteht ein effizienter Demand-Responisve Transport-Service? Das Service-Design 2/3

Der Erfolg eines DRT-Service beruht auf mehreren Grundpfeilern. In diesem zweiten Artikel werden wir die Bedeutung des Service-Designs bei der Gestaltung des bedarfsgesteuerten Verkehrs beleuchten. Auch wenn dynamischer DRT mit Algorithmen arbeitet, die autonom Routenentscheidungen treffen, erfordert die Logik des Angebotsentwurfs (die sich von der Fahrplangestaltung / dem Planen von festen Linien unterscheidet) einige wichtige Entscheidungen.

GESTALTUNG VON DEMAND-RESPONSIVE TRANSPORT: DIE RICHTIGEN FRAGEN STELLEN

WELCHE BEDÜRFNISSE SOLLEN BEDIENT WERDEN?

Wir empfehlen, sich auf die vorhandene Nachfrage zu stützen und die Gebiete (Ausgangs-/Zielorte) zu definieren, die man mit dem DRT bedienen möchte. Natürlich ist die Beantwortung dieser Frage nicht immer einfach, aber es gibt einige Daten, die Sie verwenden können:

  • Daten eines bestehenden Dienstes
  • Bekannte Daten von festen Linien
  • Umfragen zum Thema Reisen
  • Daten vom nationalen Statistikamt
  • Daten von Telefonanbietern, etc.
Welcher Dienst für welchen Zweck?

Hier geht es darum, die Qualität des Services zu definieren, die Sie erreichen wollen. Diese Ziele variieren je nach Kontext. In einem dicht besiedelten Gebiet kann es zum Beispiel interessant sein, eine Reservierung bis zu 5 oder 10 Minuten vor der Abfahrt oder sogar in Echtzeit anzubieten. In einem weniger dicht besiedelten Gebiet liegt der Fokus vielleicht eher auf der Häufigkeit der täglichen Fahrten oder der Möglichkeit, verschiedene Verkehrsmittel in einem Trip miteinander zu verknüpfen. Für ein Unternehmen wäre es wiederum interessant, über eine garantierte Ankunftszeit am Standort des Unternehmens nachdenken.

Welches  Servicemodell sollte umgesetzt werden? 

Sobald die Ziele des DRTs identifiziert sind, muss das Servicemodell festgelegt werden. Es gibt mehrere Modelle, hier stellen wir einige davon vor:

  • Das zonale Modell: Dies ist das einfachste und am häufigsten angewandte Modell. Es wird auch “freefloating” genannt und definiert einen bestimmten Bereich, in dem die Fahrzeuge verkehren werden. Das Aufnehmen und Absetzen innerhalb dieser Zone wird direkt durch den Algorithmus entsprechend der Nachfrage verwaltet, mit oder ohne zusätzliche Einschränkungen. 

In Melun ermöglicht das Anbindungsmodell rund um das ländliche Gebiet der Stadt, dass Nutzer mit dem DRT von und zu jedem Punkt im Ballungsraum Melun fahren können.

Concevoir un Transport à la Demande

In Clamart fahren die DRT-Fahrzeuge ohne Einschränkungen im gesamten Bereich des Servicegebiets, mit einigen wenigen Stopps zu vorgeschriebenen Zeiten.

  • Das Zubringermodell: Es basiert auf dem Zonenmodell, allerdings mit einer zusätzlichen Einschränkung. Dieses Modell ermöglicht es, dass Benutzer zu einer bestimmten Zeit und in einer festgelegten Zone abgeholt werden, auch wenn die Route des Fahrzeugs ansonsten flexibel ist. Zum Beispiel kann ein Halt am Bahnhof um 8.00 Uhr obligatorisch sein, weil ein Zug dort um 8.10 Uhr hält. Dieses Modell wird im Kontext der Intermodalität (Verknüpfung mit anderen Transportmitteln) verwendet – eine der größten Herausforderungen des DRT, das nicht das bestehende Netz ersetzen, sondern das Mobilitätsangebot ergänzen soll. 

In Straßburg ergänzt ein zonaler DRT für Fahrten innerhalb des Stadtgebiets den Demand-Responsive Transport für Fahrten zum Erreichen von Straßenbahn- und Busstationen.
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  • Die virtuelle Linie: das altbekannte Modell, das die klassische Linienstruktur behält, aber nur auf Anfrage stoppt.
Wie lässt sich der Gruppentarif optimieren?

Auf diese Frage gibt es keine genaue Antwort, da sie vom Kontext der Implementierung und den Anwendungsfällen abhängt. Allerdings können Angebot und Nachfrage einen großen Beitrag zur Lösung leisten. Jede Anfrage ist individuell und wird anders, entsprechend der verfügbaren Fahrzeuge, bedient. Darüber hinaus wird sich die technische Optimierung auf die Häufigkeit der Sammelfahrten auswirken: Anzahl der Fahrten, mögliche Umwege, usw…

Fast alle heutigen DRT-Lösungen bieten Simulationen, die den Vergleich verschiedener Szenarien ermöglichen, indem mit verschiedenen Parametern gespielt wird. So wird eine Lösung mit der optimalen geschätzten Gruppierungsrate gefunden.

Ist der DRT-Service für den Nutzer verständlich?

Es ist immer verlockend, einen hochtechnischen Ansatz zu verfolgen, um eine hochoptimierte und intelligente Servicekonfiguration zu erreichen. Diese Konfiguration kann jedoch sogar zu komplex sein, um von den Benutzern verstanden zu werden. Um einen effizienten Demand-Responsive Transport zu gestalten, ist es daher besser, einen, aus technischer Sicht, weniger komplizierten Service zu entwerfen, der dafür aber von der breiten Mehrheit verstanden wird.