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Staatliche Aufgabenträger

4 wesentliche Schritte für einen effektiven bedarfsgesteuerten Transport (1/2): Machbarkeitsstudie und Pilotprojekt

Die Effizienz und der Erfolg eines bedarfsgesteuerten Transports (Demand-Responsive Transport, DRT) beruhen auf mehreren Schritten. In diesem Artikel werden wir die ersten beiden wesentlichen Schritte für einen effektiven DRT erörtern: die Machbarkeitsstudie, die Simulation und den Pilotversuch.

Was ist ein dynamischer bedarfsgesteuerter Transport?

Das Ziel eines dynamischen DRT ist die Rationalisierung des öffentlichen Verkehrs durch die genaue Anpassung des Angebots an die Nachfrage, um wirtschaftliche und ökologische Vorteile zu erreichen. Fahrzeuge, die über eine mobile Anwendung, eine Website oder ein Callcenter reserviert werden, ersetzen unausgelastete oder nicht vorhandene feste Linien. Ihre Route wird dank Algorithmen optimiert.

Schritt 1: Die Machbarkeitsstudie und Simulationen

Das Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, den Betrieb und die Nutzung von DRT in einem Gebiet zu verstehen und die Rationalität aus wirtschaftlicher Sicht zu hinterfragen. Sie dient dazu, Angebots- und Nachfrageszenarien zu definieren, zuverlässige Leistungsindikatoren zu erhalten und zu verstehen, wie sich diese in Abhängigkeit von den verschiedenen definierten Szenarien entwickeln.

Die Simulationen, die vorzugsweise von der DRT-Plattform stammen, ermöglichen es, die verschiedenen Szenarien auf der Grundlage von Reservierungsdaten, demografischen Daten, Verkehrserhebungen oder Telefondaten zu beziffern, wodurch es möglich ist, die Bewegungen innerhalb eines Gebiets anonym zu verfolgen. Die Simulationen funktionieren in-vivo und ermöglichen es auch, die wirtschaftliche Relevanz des Dienstes zu bewerten, die richtige Konfiguration des Angebots sicherzustellen und die Risiken zu identifizieren.

Welche Indikatoren sollten in dieser Phase berücksichtigt werden?

  • Servicequalität: Wartezeit, Prozentsatz der bearbeiteten Anfragen und durchschnittliche Umwegsrate: Wie empfinden die Benutzer die Servicequalität? Sind sie zufrieden genug, um den Service regelmäßig wieder zu nutzen?
  • Kosten des Dienstes: Anzahl der Personen pro Stunde und Fahrzeug pro Fahrt, Kilometerleistung, Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge und maximale Fahrzeugauslastung.

Welche Fragen sollten vor dem nächsten Schritt gestellt werden?

  • Ist der Dienst finanziell tragbar und für die Gemeinde akzeptabel?
  • Ist das Projekt politisch durchsetzbar?
  • Werden Nutzer und Vekehrsbetreiber sich gegenüber neuen Mobilitätsformen wie DRT offen zeigen? 

Schritt 2: Der Pilotversuch

Der Pilot, der ganz unter dem Motto “Agilität” steht, wird zum Testen, Messen und Reproduzieren in kurzen Zyklen eingesetzt. Er dient dazu, die Relevanz des neuen DRT-Dienstes für das Mobilitätsbedürfnis, den digitalen Übergang zu einem SaaS-Tool und die Strategien und Mittel der Kommunikation mit der Bevölkerung zu validieren. Er ermöglicht es auch, die Nutzung des DRT-Dienstes zu testen und die damit verbundenen Probleme zu verstehen (Zugkraft, Servicequalität, betriebliche Abwicklung etc.).

Welche Indikatoren sollten in dieser Phase berücksichtigt werden?

  • Quantitative Daten: Anzahl der Besucher, Bekanntheitsgrad der Buchungs-Applikation und der Website vs. dem Callcenter, Anzahl der Fahrgäste pro Fahrzeug und pro kommerzieller Fahrt, Qualität des Services.
  • Qualitative Daten: humanes Transitions- und Change Management, Zufriedenheitsumfragen.
  • Netzbilanz: Frequentierung von Nicht-DRT-Linien, die in der Nähe verkehren.

Welche Fragen sollten vor dem nächsten Schritt gestellt werden?

  • Wie ist der Trend? Ist er stabil?
  • Wie ist die wirtschaftliche Bilanz des Dienstes?
  • Wie groß ist die Chance, den Dienst auch in anderen Gebieten zu replizieren, möglicherweise mit anderem Betriebskonzept oder anderer Nutzungsform?

Erfahren Sie mehr über das von Padam Mobility für Keolis in Orléans durchgeführte Pilotprojekt

 

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„Wir brauchen einen guten öffentlichen Nahverkehr – nach Corona mehr denn je“

Der öffentliche Nahverkehr hat es nicht leicht in dieser Krise – durch Lockdown-Maßnahmen, Home Office und Angst vor einer Ansteckung, sind die Fahrgastzahlen in den öffentlichen Bussen und Bahnen merklich zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2020 wurden rund 46% weniger Menschen im Nahverkehr befördert, als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahrs 2019.

Aber was bedeutet diese Entwicklung für die Zukunft des Nahverkehrs in Deutschland? Ist die Idee von Shared-Mobility überhaupt noch zukunftsrelevant?

Die Antwort muss hier entschieden lauten „Ja, öffentlicher Nahverkehr ist und bleibt ein zentraler Faktor für das gesellschaftliche Leben.“ Was sich ändern muss, ist der Umgang mit dem Thema, das bisherige Selbstverständnis, dass sich die Menschen nach einem Fahrplan zu richten haben, sich aber gleichzeitig nicht wundern dürfen, wenn der Bus wieder einmal verspätet ist und etwa der Anschlusszug nicht erreicht werden kann.

Der öffentliche Nahverkehr braucht einen Imagewechsel

Dass der öffentliche Nahverkehr kein Garant für ein entspanntes Reiseerlebnis ist, ist eine weitverbreitete Annahme. Gerade Menschen in ländlichen Regionen monieren Defizite im Personennahverkehr: In einer Umfrage, durchgeführt von YouGov Omnibus, gaben 52% an, dass sie die Unzuverlässigkeit der eingesetzten Fahrzeuge störe. Auch eine schlechte Luftqualität und Überlastung der Fahrzeuge würden Trips mit dem öffentlichen Verkehr ungenießbar machen.

Es erscheint also nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen besonders in ländlichen Regionen auf das eigene Auto zurückgreifen. Mehr als 95% aller Haushalte verfügen hier über ein oder mehrere Autos, mit dem so gut wie alle Strecken bewältigt werden. Eine verzwickte Situation, so scheint es, die auf Kosten der Umwelt, der Verkehrslage und auch des eigenen Geldbeutels geht.

Die Stunde des Transport On-Demand

Der öffentliche Nahverkehr genießt seinen schlechten Ruf zu Unrecht, denn er garantiert Mobilität und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe aller. Besonders Menschen, die sich kein Auto leisten können oder wollen, die aus verschiedenen Gründen keinen Führerschein haben oder Menschen, die mobil eingeschränkt sind, sind auf einen gut funktionierenden Nahverkehr angewiesen.

Dass ein intelligenter Bedarfsverkehr  der Schlüssel zur Lösung sein kann, wie öffentlicher Verkehr inklusiver und nachhaltiger werden kann, wurde unlängst von dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in einer Pressemitteilung zum Ausdruck gebracht.
Bundesminister Andreas Scheuer wird darin zitiert:

Wir brauchen einen guten öffentlichen Nahverkehr – nach Corona mehr denn je. Wer Bus oder Bahn fährt und sein Auto stehen lässt, trägt enorm zu einer höheren Lebensqualität in unseren Kommunen bei. Deshalb investieren wir in den nächsten vier Jahren mehr als 250 Millionen Euro in Modellprojekte, bei denen Kommunen zum Beispiel eine Taktverdichtung, neue Tarifmodelle, On-Demand-Dienste oder intelligente Apps mit Echtzeitdaten ausprobieren. Denn nur ein gut ausgebauter, bezahlbarer und attraktiver Nahverkehr kann die Menschen überzeugen, auf Busse und Bahnen umzusteigen.“

Bis zu 95% Förderzuschüsse für überzeugende Projektideen

Mit diesem Zitat zielt der Bundesverkehrsminister insbesondere auf die Ziele des Klimaschutzprogrammes 2030 ab, das eine grundlegende Optimierung des ÖPNV als Schlüsselaspekt für eine zukunftsweisende Klimapolitik sieht.

Daher hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, Projektskizzen einzureichen, die folgende Ziele erreichbar machen können:

– die Attraktivität des ÖPNV erhöhen

– die Nutzung des ÖPNV steigern

– die Verlagerung von Verkehren des motorisierten Individualverkehrs auf den ÖPNV erreichen

– die CO2-Emissionen des ÖPNV und des Verkehrssektors verringern

Anträge können noch bis zum 29. März 2021 beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) eingereicht werden und haben die Chance, mit bis zu 30 Millionen Euro bei einer Förderquote von 80% unterstützt zu werden, mit weiteren Fördermitteln der Länder kann die Förderquote sogar auf bis zu 95% angehoben werden.

Was bedeutet die Einbindung von Demand-Responsive Transport-Angeboten?

Flexible Bedarfsverkehre schaffen den Linienverkehr nicht ab und sind auch auf gar keinen Fall eine Konkurrenz zu dem bestehenden Nahverkehrsystem. Ganz im Gegenteil, sie erweitern das vorhandene Mobilitätsangebot an den Stellen, wo Nachbesserungsbedarf besteht, etwa auf der ersten oder letzten Meile, wenn es darum geht, überhaupt Zugang zu einem bestehenden Verkehrsknotenpunkt zu bekommen. Besonders für Stadtrandgebiete und ländliche Regionen eignet sich diese Art von Service. Nutzer buchen per App, Website oder Callcenter eine oder mehrere Fahrten und werden dann einem verfügbaren Fahrzeug zugewiesen – egal ob die Buchung im Voraus oder in Echtzeit stattfindet.

Die von Padam Mobility eingesetzten leistungsstarken Optimierungsalgorythmen garantieren so Transportmöglichkeiten für Nutzer, verhindern aber gleichzeitig Leerfahrten oder Umwege. Auf diese Weise kommen Fahrgäste schnell an ihr Ziel und sparen dabei gleichzeitig CO2 ein!

Die Revolution auf deutschen Straßen hat begonnen – und das Beste, jeder kann sie aktiv mitgestalten!

 

Lesen Sie hier mehr zu den wesentlichen Eigenschaften der intelligenten DRT-Softwareplattform von Padam Mobility.

Lesen Sie hier, wie die Lösungen von Padam Mobility ländliche Regionen mobil machen.

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Bedarfsgerechter Transport: eine optimale Mobilitätslösung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Demand-Responsive Paratransit-Transport

Die Frage des Zugangs zu einem Paratransit-Service für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bleibt nach wie vor von großer Bedeutung. Lange Wartezeiten, schlechte Erreichbarkeit und Buchungsprobleme: Mehr als 75 % der Nutzer geben an, dass sie unzufrieden sind, so eine aktuelle Umfrage von Padam Mobility. Doch es gibt Lösungen, wie z. B. den bedarfsgerechten Transport (DRT), der sich an den Verbrauchern und nicht an Fahrplänen orientiert.

Paratransit: Warum sind Nutzer unzufrieden?

Die Zugänglichkeit des Transportdienstes für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität war eines der Hauptanliegen des französischen Mobilitätsgesetzes (LOM), das am 24. Dezember 2019 in Kraft getreten ist.
Zu den wichtigsten Fortschritten gehören die Aufhebung des Wohnsitzkriteriums und der Notwendigkeit, sich vor einer lokalen medizinischen Kommission erklären zu müssen, um Zugang zu einem Paratransit-Service zu erhalten. Mit anderen Worten: Der Service steht allen zur Verfügung, nicht nur den Einwohnern einer Gemeinde, sondern auch Touristen und Besuchern auf der Durchreise.

Ein Fortschritt, der noch nicht weit genug zu gehen scheint, wie eine Umfrage von Padam Mobility von Oktober 2020 zeigt. Die Umfrage belegt, dass 75 % der Paratransit-Nutzer mit dem aktuellen Angebot der Transportdienste unzufrieden sind.

paratransit

Fast 12 Millionen Menschen mit eingeschränkter Mobilität leben in Frankreich. Sie sollten nicht außen vor gelassen werden, wenn es um den technologischen Fortschritt bei Transportmitteln geht. Schließlich ist der gleichberechtigte Zugang zu Verkehrsmitteln ein wichtiges Merkmal einer inklusiven Gesellschaft.

Zu den Beschwerden gehören die Abhängigkeit von festgelegten Fahrplänen (60 % der Befragten), lange Wartezeiten (Abholzeit zu weit im Voraus), Probleme bei der Buchung (Nichtberücksichtigung der zusätzlichen oder speziellen Abholzeit, die aufgrund der Behinderung erforderlich ist) und schließlich die mangelnde Sicherheit und der fehlende Komfort, der manchmal die Hilfe einer Begleitperson erfordert. Die von den Fahrgästen angestrebte größere Autonomie und Unabhängigkeit kann nur durch mehr Flexibilität bei den Mobilitätsdienstleistungen erreicht werden.

Transportdienste für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind starr und restriktiv. Sie verbieten jede Spontaneität”, betont ein Paratransit-Nutzer.

Es gibt jedoch eine geeignetere Mobilitätslösung: Demand-Responsive Transport. Während diese Art von Service für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bereits in den meisten Kommunen in Frankreich verfügbar ist, geht der intelligente und dynamische DRT dank seiner Anpassungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit in Echtzeit noch weiter. Der bedarfsgesteuerte Transport reagiert auf die Herausforderungen heutiger Mobilität und der Digitalisierung von Transportdienstleistungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Demand-Responsive Transport: eine barrierefreie Transportlösung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Paratransit

Demand-Responsive Transport (DRT) hat keine starren Fahrpläne, sondern konzentriert sich auf die Nutzer und ihre Mobilitätsbedürfnisse. Während mehr als 70 % der Menschen mit eingeschränkter Mobilität in Vorstädten leben, bietet ein bedarfsgesteuerter Transport einen Tür-zu-Tür-Service mit speziell angepassten Fahrzeugen an.

Verschiedene Buchungsoptionen ermöglichen einen maßgeschneiderten Service: Der Nutzer wählt einfach per App den Platz, den er für ein bestimmtes Hilfsmittel (z.B. Rollstuhl) benötigt, dieser Vorgang kann sogar an einen Dritten, wie z. B. einen Betreuer, delegiert werden.

 

Da Nutzer eine Fahrt zuvor anmelden müssen, optimiert die Anwendung ihre Reisezeit, erleichtert aber auch die Arbeit der Fahrer und die Interpretation der Daten für die Verkehrsbetriebe:

  • Nutzer können ihre Fahrt in Echtzeit oder im Voraus über die Applikation, die Website oder das Callcenter buchen.
  • Sie erhalten 30 Minuten vor ihrer Abholung eine Benachrichtigung auf ihr Smartphone, die sie an alle wichtigen Informationen erinnert (Ort der Haltestelle, Ankunftszeit des Fahrzeugs, Eigenschaften des Fahrzeugs) außerdem kann die Position des Fahrzeugs in Echtzeit verfolgt werden.
  • Die Fahrer haben Zugriff auf ihre Reiseroute, die laufend entsprechend den Buchungen der Fahrgäste optimiert wird.
  • Die Verkehrsbetriebe haben Zugriff auf alle Statistiken und Daten ihrer jeweiligen Gebiete.

Der Service für Menschen mit eingeschränkter Mobilität war eine unserer Hauptprioritäten für 2020. Wir freuen uns, dass wir dieses Ziel erreicht haben. Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr große Fortschritte gemacht: Wir wurden zum Marktführer im Bereich des bedarfsgesteuerten Transport in Frankreich, haben das weltweit umfangreichste DRT-Angebot in der Region Paris aufgebaut und das Ziel von 50 Gebieten, die durch unseren Service bedient werden, übertroffen. Unsere Erwartungen für 2021 sind natürlich sehr hoch”, erklärt Grégoire Bonnat, CEO von Padam Mobility.

Der DRT ermöglicht es Gemeinden, Herausforderungen in Bezug auf Barrierefreiheit ihrer Verkehrsdienste zu bewältigen. Padam Mobility hat bereits Paratransit-Dienste in der Bretagne (BreizhGo), Pays-de-la-Loire (Aléop), Pays de Saint-Omer (Mouvéo), Limoges (RRTHV), Châlons-en-Champagne (Sitac), Pays-du-Mont-Blanc (Montenbus) und im Departement Landes (Oé on demand) mit seiner Software ausgestattet.

 

Ein weiterer interessanter Artikel, passend zum Thema:Umfrage: Welche Bedürfnisse Ihre mobilitätseingeschränkten Nutzer wirklich haben

Weitere Infos zum Thema: Beförderung von Menschen mit Handicap

 

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[Forum] Warum ist der Bus ein so unbeliebtes Verkehrsmittel?

Mobilität

Der Bus hat nicht den Stellenwert, den er eigentlich verdient. Für sein schlechtes Image sind mehrere Akteure mitverantwortlich. Jedoch kann er mit den richtigen Maßnahmen zu einem zentralen Baustein für die Zukunft einer verantwortungsvollen Mobilität werden.  Aber warum ist der Bus bei vielen Menschen so unbeliebt? Ist es überhaupt möglich, eine Busfahrt einer Tesla-Fahrt vorzuziehen?

Zwei Verkehrsmittel haben dagegen ein echtes Vorzeigeimage: die Bahn und das Fahrrad. Sie sind schadstofffrei bzw. schadstoffarm, benötigen wenig Platz, eignen sich für eine Vielzahl von Strecken und sind nachhaltig. Die Frage nach ihrem Nutzen stellt sich nicht mehr. Doch neben Bahn und Fahrrad bleiben immer noch zu viele Strecken ohne privates Auto fast unmöglich.

Für gewisse Bevölkerungsgruppen (Kinder, ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität) und unter bestimmten Bedingungen (Wetter, schwer zu transportierende Gegenstände) verschärft sich die Situation. In diesen Bereichen soll der Bus, ob fahrplanmäßig oder auf Abruf, den Platz des privaten PKWs einnehmen.
Allerdings sind die Erfahrungen mit den eigenen Transportmöglichkeiten sehr unterschiedlich. Je nachdem, ob man im Zentrum des U-Bahn-Netzes wohnt, leichten Zugang zu Elektrorollern und Fahrdiensten hat oder in einer dünn besiedelten Gegend wohnt, in der sich das Mobilitätsangebot auf einen Bus beschränkt, der alle halbe Stunde vorbeifährt. Das Leben ohne Auto außerhalb eines Stadtzentrums ist heutzutage ist kaum vorstellbar.

Optimal eingesetzt, ist der Bus ökologisch und ökonomisch effizienter. Die Auswirkungen von intelligenten Buslinien sind somit von großer Bedeutung für die Allgemeinheit. Um seinen berechtigten Platz einzunehmen, muss der Bus sein Image neu erfinden, wie andere Verkehrsmittel vor ihm auch.

“Wer nach dem 30. Lebensjahr in einem Bus gesehen wird, hat im Leben versagt.”

Dieses Zitat, das Margaret Thatcher zugeschrieben wird, ist zweifelhaft. Es stammt ursprünglich von Brian Christian de Claiborne Howard, einem englischen Schriftsteller aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und bringt in wenigen Worten das miserable Image des Busses in unserer Gesellschaft auf den Punkt.Der Bus hat das Ansehen eines Transportmittels für Bürger zweiter Klasse. Der Bus ist unmodern, unzuverlässig, und, seien wir ehrlich, er stinkt oft.

Auch nach jahrelanger Aufklärung über die Nachteile des Autoverkehrs, hat der private PKW immer noch ein positiveres Image als der Bus. Laut Eurostat ist der Verkehrsanteil der Busse in der EU zwischen 2005 und 2017 um 9,6 % gesunken. Während der Anteil der PKWs konstant blieb (+0,3 %) und der der Bahn sogar um 11,5 % anstieg.

Das Ansehen der Verkehrsmittel verändert sich

Andere Verkehrsmittel haben es geschafft, ihr Image neu zu erfinden. Dies gilt beispielsweise für den Fernzug: Von einem unbequemen, langsamen und unattraktiven Verkehrsmittel ist er zu einem modernen, zeitgemäßen Fortbewegungsmittel geworden, das vielen Menschen ein erstklassiges Erlebnis zu einem erschwinglichen Preis bietet, mit direkter Anbindung an die Innenstädte. Der Zug ist so begehrenswerter geworden als das Flugzeug.

Auch das Taxi hat sich vor nicht allzu langer Zeit komplett neu erfunden. Durch die Nutzung moderner digitaler Plattformen, wurde das Nutzererlebnis in Bezug auf PKW-Fahrservices revolutioniert . Die (oft eingebildete) mangelnde Freundlichkeit der Fahrer, die Schwierigkeit, einen solchen zu finden, die Unsicherheiten bei der Bezahlung sind verschwunden und das Taxi ist zu einem erstklassigen Transportmittel geworden, während es gleichzeitig demokratischer geworden ist.

“Der Bus muss das iPhone unter den Verkehrsmittel werden”

Die Beispiele sind zahlreich. Selbst der Motorroller ist cool geworden. Auf der anderen Seite des Spektrums haben das Flugzeug oder motorisierte Zweiräder, alte Glanzsymbole, einen Imageverlust erlitten. Entweder wegen mangelnder Benutzerfreundlichkeit, oder aufgrund eines Mentalitätswandels.

Was wäre, wenn wir noch einmal von vorne beginnen müssten?

Der Bus mag in den Augen eines Ökonomen ein sehr kleiner Markt sein, aber er ist sehr wichtig für die Gesellschaft. Die Reparatur des Bussystems kostet zudem viel weniger als die Reparatur der Bahn.
Nach dem Vorbild anderer erfolgreicher Verkehrsmittel, muss der Bus es schaffen, attraktiv zu werden, so wie etwa der französische TGV (Hochgeschwindigkeitszug), der ein Symbol technologischer Spitzenleistung ist.

Wenn es um das Ansehen geht, muss es mit dem im wahrsten Sinne des Wortes “Visuellen” beginnen. Niemand möchte in ein Fahrzeug einsteigen, das voll von Werbung ist.

Bus de ville

Auch die Fahrzeugbeschriftung sollte weniger für den Aufgabenträger, das Rathaus oder die Leitstelle werben, deren Logos und Farben meist sehr aufdringlich an den Wänden der Fahrzeuge prangen. Private Shared-Mobility-Dienste, wie Firmen- oder Flughafenshuttles, präsentieren sich mit Fahrzeugen, die wie Oberklasselimousinen aussehen. Für die Gestaltung der Zugsitze sind renommierte Designer verantwortlich. Warum also nicht auch für Bussitze? Einige Ballungsräume bemühen sich um eine Imageverbesserung ihrer Verkehrsmittel, aber es gibt zu wenig davon.

Warum nicht für Busse werben, statt auf Bussen zu werben? Öffentliche Dienstleistungen sind nicht zu infantiler und veralteter Kommunikation verdammt: In Frankreich hat es beispielsweise die Armee geschafft, eine moderne und auffällige Kommunikation anzubieten.

“Zeitersparnis und Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit”

Schlussendlich ist das Benutzererlebnis der Schlüssel, um den Bus in eine verantwortungsvolle Mobilität zu verwandeln. Nicht nur durch das Hinzufügen von technischen Spielereien und USB-Steckdosen. Es ist nicht mehr möglich, öffentliche Verkehrsmittel anzubieten, die nicht auf die genaue Ankunftszeit hinweisen. Die weder einen Sitzplatz garantieren, noch Gepäckstücke mitnehmen oder nicht mehr als 3 Kinderwagen gleichzeitig unterbringen können.
Sogar die NYC-U-Bahn, die einst als dreckig und überteuert wahrgenommen wurde, hat dank eines Teams motivierter Ingenieure wieder ein positives Image erlangt.

Seine Abhängigkeit vom Verkehr gibt dem Bus zudem das Image eines langsamen Transportmittels. Auch diese Sichtweise muss korrigiert werden. Der Bus Rapid Transit (BRT) ist eine radikalere und vor allem effizientere Lösung als reservierte Fahrspuren. Die Abschaffung des Fahrkartenverkaufs an Bord spart ebenfalls Zeit und verbessert die Geschwindigkeit.

Shared Transport ist auf dem Vormarsch. Zwischen 2002 und 2017 hat der öffentliche Verkehr in Frankreich um 24 % zugenommen, verglichen mit 4 % für den privaten PKW. Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln hat die Bahn mit einem Zuwachs von mehr als 28 % den größten Anteil, verglichen mit 19 % für Busse und 12 % für den Flugverkehr. Um weiter voranzukommen, sind aber noch weitere Verbesserungen notwendig.

Die Last dieser Verbesserungen obliegt einer Vielzahl von Akteuren: Herstellern, Verkehrsbehörden und lokalen Behörden. Um den privaten PKW oder das Taxi zu ersetzen, sollte dem Bus überall Vorrang eingeräumt werden, damit er Zeit spart, die er für eine bessere Betreuung der Nutzer aufwenden kann.

Nur so kann der Bus attraktiv werden und seine Versprechen hinsichtlich ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Wirkung für möglichst viele Menschen einlösen. Er verdient es.

 

Thibault Lécuyer-Weber – Chief Marketing Officer, Padam Mobility

 

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Unsere Praktikantin hat den DRT-Service von Plus de Pep in der Region Paris getestet. Hier berichtet sie darüber.

DRT plus

Unsere Praktikantin hat den DRT-Service von Plus de Pep in der Region Paris getestet. Hier berichtet sie, was sie darüber denkt.
Eva, 19 Jahre alt, seit 5 Monaten Marketing-Trainee bei Padam Mobility, erzählt von ihren ersten Erfahrungen mit dem Demand-Responsive Transport.

“Ich wohne jetzt seit 2 Monaten in Paris, und es ist wirklich eine Umstellung gegenüber Rennes oder der Stadt, in der meine Eltern leben, in der Bretagne. Hier fahre ich jeden Tag mit der Metro und vor kurzem konnte ich zum ersten Mal den Demand-Responsive Transport (DRT) auf der Strecke von Plus de Pep in Chessy-Marne-la-Vallée testen.”

“Vor meinem Praktikum bei Padam Mobility, hatte ich keine Ahnung von Demand-Responsive Transport. Als ich das erste Mal davon hörte, dachte ich sofort an einen Mietwagenservice. Ich verstand aber schnell, dass es sich dabei (meistens) um einen öffentlichen Minibus-Service handelt, den man über eine App buchen muss.”

“Um meine Fahrt zu buchen, habe ich die App von Plus de Pep für iOS verwendet. Sie war super einfach zu bedienen, es dauerte nur ein paar Minuten, um meine Fahrt von Chessy zum Bahnhof Lagny Thorigny zu buchen. Ich erhielt eine Nachricht zur Bestätigung meiner Buchung und das war’s! 10 Minuten vor der vorgeschlagenen Abholzeit ging ich zu dem auf der Karte in der App angegebenen Ort. Zuerst hatte ich Schwierigkeiten, die richtige Stelle zu finden, also wartete ich, bis der Bus auf der Karte angezeigt wurde, und ging ihm entgegen, als er pünktlich ankam. Der Fahrer begrüßte mich herzlich. Er war wirklich sehr nett und hat sogar Nachzüglern, die den Standort auch nicht auf Anhieb finden konnten, seine Anwesenheit signalisiert. Der menschliche Kontakt während der Abholung hat mich sehr beeindruckt”.

“Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben, verglichen mit dem klassischen Bus oder der U-Bahn. Ich hatte das Gefühl, dass ich Zugang zu einem Service hatte, der nur für mich da war.”

“Als ich in den Minibus einstieg, bemerkte ich, dass die Hygieneregeln bezüglich Covid-19 streng eingehalten wurden: hydroalkoholisches Gel wurde bereitgestellt, Präventionsplakate, Plexiglas trennte den Fahrer von den Nutzern. Jeder zweite Sitzplatz wurde freigelassen, um den nötigen Abstand zu gewährleisten. Die Fahrt dauerte etwa dreißig Minuten. Wir fuhren durch mehrere kleine Dörfer und Weiler, nur eine Stunde von Paris entfernt. Als wir am Bahnhof von Lagny-Thorigny ankamen, öffnete uns der Fahrer die Tür. Beim Rausgehen sagte er noch, dass er sich freuen würde, uns wieder einmal begrüßen zu dürfen. Wirklich klasse!”

“Dank des DRT konnte ich kleine Orte und Städte kennenlernen, die nicht unbedingt einen direkten oder einfachen Zugang zu Paris haben. Die perfekte Lösung für schnelle und günstige Ausflüge ins Pariser Umland. Für mich ist ein zusätzlicher Vorteil, dass der Service in meiner Traveler Card enthalten ist!”

“Insgesamt fand ich den Service sehr angenehm und sicher, der direkte Kontakt mit dem Fahrer war ein echtes Plus, außerdem war der Minibus super pünktlich. Ich hatte zwar keinen großen Zeitdruck, aber es hat mich beruhigt, dass der Service zuverlässig ist, zumal ich danach noch weiter mit dem Zug fahren wollte.”

“In der 900-Einwohner-Stadt, in der ich in der Bretagne aufgewachsen bin, sind tägliche Fahrten ohne Auto unmöglich: Es gibt keine Busse, Shuttles, DRTs oder gar Taxis. Ohne Führerschein war es für mich sehr frustrierend, nicht in größere Städte wie Saint-Malo, Dinan, Dinard oder Rennes fahren zu können, obwohl sie in der Nähe lagen. Ein DRT-Service wäre sehr nützlich für mich und meine Eltern gewesen, die gaaanz oft ein Taxi nehmen mussten.”

 

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Ist Demand-Responsive Transport zu kostspielig?

Demand-Responsive Transport zu kostspielig

Ist Demand-Responsive Transport zu kostspielig? In dieser Artikelserie versuchen wir, mit Missverständnisse über bedarfsgesteuerten Verkehr (DRT) und Shared- Mobility aufzuräumen.
Missverständnis #2: “DRT ist eine finanzielle Belastung.” 

Einige Akteure im Bereich Mobilität zögern, einen dynamischen DRT-Service einzurichten, da sie die “exorbitanten” Kosten fürchten. Aber das ist zu kurzfristig gedacht.

Vorab Bedürfnisse erkennen

Vor der Einführung eines DRT-Services ist es ratsam, eine umfangreiche Studie durchzuführen, da jedes Gebiet seine eigene Mobilitätslogik hat.
Dazu eignen sich am besten Workshops mit gewählten Vertretern, Nutzern und lokalen Interessenvertretern, um den Bedarf, die Erwartungen und ein “angemessenes” Angebot zu ermitteln (Preisgestaltung, Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge, Anzahl der angebotenen Fahrten usw.).
Anschließend ist es empfehlenswert, das System und seine Ausgestaltung durch einen verlängerbaren Auftrag zu testen und dabei so viele Daten wie möglich über die Organisation und den Betrieb des Services zu sammeln.

Die Vorteile des “versement mobilité” (Frankreich) nutzen

Die Herausforderung besteht darin, die Ausgaben zu kontrollieren, indem die Routen optimiert werden. Die lokalen Behörden können einen Teil davon kompensieren, indem sie einen Teil des “versement mobilité des entreprises” (Geschäftliche Mobilitätszahlung) einbehalten. Seit Einführung des neuen französischen Mobilitätsgesetz (LOM) im Dezember 2019, ist es das ersehnte Finanzinstrument für den DRT. Investitionen in digitale Tools verbessern die Dienstleistungen des DRT erheblich, erleichtern die Suchanfragen und beschleunigen Buchungen.

Das “versement mobilité” ist sogar in der Lage, die gesamten Betriebskosten decken. Die Stadtgemeinde Pays de Saint-Omer, die 490.000 Euro pro Jahr für ihren ländlichen DRT-Betrieb aufwendet, wird laut Marc Thomas, ihrem Vizepräsidenten für Verkehr, “vollständig durch das versement mobilité finanziert” (La Gazette des communes, 2020).

Vergleichen, was vergleichbar ist

Ein intelligentes und dynamisches DRT-System ersetzt oder optimiert oft “klassische” DRT-Services. Die Bedeutung der DRT-Konfiguration in Bezug auf ihre Kosten wird oft unterschätzt. Schlecht optimiert, schlecht gepoolt, schlecht beworben, kann sich der Service tatsächlich als überteuert erweisen. Die Gewinne, die sich aus einer besseren Konfiguration mit den richtigen Instrumenten ergeben, sind enorm. In Orleans konnten durch den Einsatz von Padam Mobility-Lösungen die Betriebskosten des Résa’Tao-Dienstes um rund 30 % gesenkt werden. 

Gedacht als intermodaler Dienst oder als Zubringerdienst zu bestehenden Linien, erhöht der dynamische DRT die Kapazität der modernisierten DRTs bei gleichzeitiger Ausweitung des Angebots, besonders in dünn besiedelten Gebieten. Da das gesamte Netz davon profitiert, sollten seine Kosten ganzheitlich, im Bezug auf das Gesamtnetzt, analysiert werden.

Die Transportbranche ist nach wie vor hoch subventioniert!

Wie der übrige öffentliche Verkehr ist auch der DRT stark subventioniert. Der Nutzer zahlt nur etwa ein Drittel der Kosten für den Transportbetrieb. Dieser öffentliche On-Demand-Service  ist daher nicht darauf ausgelegt, profitabel zu sein. Die Gebiete, die er abdeckt, sind weniger dicht besiedelt, schwieriger zu bedienen und erst recht nicht profitabel. Es handelt sich also um eine echte politische und soziale Entscheidung, die auf isolierte Bevölkerungsgruppen ohne Transportmittel ausgerichtet ist.

 

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Ist Demand-Responsive Transport (DRT) in städtischen Gebieten relevant?

Demand-Responsive Transport in urbanen Gebieten

Ist Demand-Responsive Transport in urbanen Gebieten relevant? In dieser Beitragsreihe versuchen wir, die gängigen Vorurteile über den bedarfsgesteuerten Verkehr (DRT) zu entkräften. Irrtum Nr. 3: “DRT ist etwas für den ländlichen Raum”.

Einige städtische Entscheidungsträger zögern, ein dynamisches DRT-Angebot einzurichten, da sie der Meinung sind, dass diese Mobilitätslösung vor allem die Bedürfnisse von Stadtrandgebieten und ländlichen Regionen befriedigt. Es stimmt zwar, dass DRT eine Lösung ist, die sich besonders für Gebiete mit geringer Bevölkerungsdichte eignet, dennoch ist ihre Implementierung in städtischen Gebieten aus mehreren Gründen sinnvoll.

Ein urbaner Service von Anfang an

Die ersten Formen von DRT entwickelten sich in einigen amerikanischen und europäischen Großstädten in der Zwischenkriegszeit, in einem von Wirtschaftskrise und Ressourcenknappheit geprägten Umfeld. Erste Spuren davon finden sich in der Region Paris in den 1930er Jahren in Form von Sammeltaxis, die ihren Kunden die Möglichkeit boten, innerstädtische Fahrten zu unternehmen, wobei sie ihre Fahrt mit anderen Personen teilten, um den Fahrpreis zu senken (Castex, 2017).

In Europa und Nordamerika entwickelten sich die Sammeltaxis allmählich zu regulären Formen des öffentlichen Verkehrs, die später offiziell Demand-Responsive Transport (DRT) genannt wurden. In Frankreich erschienen die ersten DRTs als organisierte und regulierte Transportsysteme dann auch tatsächlich in den Regionen mit den französischen Departement-Verkehrsplänen von 1974 und bekamen so ihren Ruf als Mobilitätslösung für den ländlichen Raum.

Eine Mobilitätslösung, die das konventionelle Verkehrsangebot wirksam ergänzt, unabhängig vom räumlichen Kontext

Der DRT ist nicht auf einen bestimmten Gebietstyp beschränkt. Im Gegenteil, seine Flexibilität, die schnelle Einsatzfähigkeit und seine infrastrukturelle Unabhängigkeit erlauben es ihm, alle Arten von Anwendungsfällen zu bedienen, unabhängig vom räumlichen Kontext, in dem er eingesetzt wird.

Generell wird sich der DRT überall dort als nützlich erweisen, wo das konventionelle Transportangebot seine Grenzen erreicht.

  • Wenn die Nachfrage zu gering, zu zerstreut oder zu ungleichmäßig ist, stellt der DRT das passende Mobilitätsangebot zur Verfügung oder ergänzt es (z.B. DRT-Angebote zu verkehrsschwachen Zeiten und in der Nacht, die sich vor allem an Jugendliche, Arbeitnehmer und Touristen richten.)
  • Wenn das Angebot unzureichend an die Bedürfnisse der schwachen Bevölkerungsgruppen angepasst ist, bietet der DRT zu jeder Tageszeit eine sichere und passgenaue Reiselösung (z. B. Shuttle-Dienste, die sich hauptsächlich an ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität und Minderjährige richten).
  • Wenn das konventionelle Angebot gesättigt ist, verstärkt es der DRT in doppelter Weise, auf den “schwarzen Flecken” des bestehenden Netzes oder auf einer besonders gefragten Strecke (z.B. Flughafen-Shuttle).

 

Navettes Clam'Express
Clam’Express Shuttles in Clamart (Region Paris). Ausgestattet mit der Padam Mobility-Technologie, ermöglichen sie Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten als Ergänzung zum bestehenden Pariser Netz.

Außerdem ermöglicht der städtische DRT angepasste Lösungen zur Unterstützung spezifischer öffentlicher Maßnahmen:

  • Bekämpfung von Nachteilen bestimmter Gruppen (z. B. Shuttle-Service nur für Frauen).
  • Einige Stadtteile oder das Stadtzentrum für Fußgänger attraktiver machen (z. B. durch Shuttle-Service zu/von Parkplätzen am Stadtrand).

 

Mit dem DRT kann eine Stadtverwaltung symbolisch ihr Engagement für die Reduzierung des Verkehrsaufkommens und für eine stärker integrierte, integrative, zugängliche, intelligente und nachhaltige Mobilität zeigen.

 

Nachts in völliger Freiheit, Flexibilität und Sicherheit unterwegs sein – das Beispiel des Nachtbusses

Die Stadt Padua (Veneto, Italien) mit mehr als 210.000 Einwohnern hatte keine Lösung für den öffentlichen Nachtverkehr. Die herkömmlichen Busse stellten ihren Dienst um 21 Uhr ein, was ein Problem für das rege Nachtleben der Stadt darstellte. Die Implementierung einer sicheren Transportlösung am Abend und in der Nacht wurde zu einer Notwendigkeit, um das Lebensgefühl der Bevölkerung zu verbessern und die Attraktivität des Universitätscampus, der rund 60.000 Studenten beherbergt, zu erhalten.

Um diese Herausforderungen zu meistern, entschieden sich die lokalen Behörden für die Technologie von Padam Mobility, um in Zusammenarbeit mit Busitalia Veneto, dem lokalen Verkehrsbetrieb, einen nächtlichen städtischen DRT-Service zu errichten. Der DRT-Nachtbusservice wurde geschaffen. Er ist so konfiguriert, dass er eine adäquate Transportlösung bietet, die die Sicherheit der Nutzer, meist junge Menschen und Frauen, gewährleistet. Als Ergänzung des öffentlichen Verkehrsnetzes in den Abend- und Nachtstunden bedient der Service alle wichtigen nächtlichen Aktivitätszentren, auch die in den Außenbezirken, und bietet eine Alternative zu oft unfallträchtigen Fortbewegungsmitteln, wie Roller, Autos, Fahrräder, etc.).

Night Bus
Flyer für den Night Bus Service (Padova, Italien)

Der Erfolg des Nachtbusses ist groß, besonders bei den weiblichen Studenten. Bis heute verzeichnet er Ergebnisse, die weit über die ursprünglichen Prognosen hinausgehen:

  • Seit der Einführung des Services wurden bereits mehr als 12.000 Fahrgäste befördert
  • Bis zu 2400 Buchungen pro Monat
  • Bis zu 2500 Downloads der App pro Monat
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Demand Responsive Transport: Ist eine Budgetkontrolle möglich?

Erfahren Sie mehr über die Lösungen von Padam Mobility.

 

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Umfrage: Welche Bedürfnisse Ihre mobilitätseingeschränkten Nutzer wirklich haben

DRT and Paratransit: Woman in a wheelchair is waiting.

75 % der mobilitätseingeschränkten Nutzer sich mit den barrierefreien Verkehrsangebot unzufrieden, wie eine Umfrage von Padam Mobility ergeben hat. Finden Sie heraus, was mobilitätseingeschränkte Fahrgäste wirklich von einer barrierefreien Mobilität erwarten und wie sie diese Bedürfnisse mit Ihrem Service gerecht werden können.

Fast 8 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland. Aber noch viel mehr Menschen sind auf barrierefreie Mobilitätsdienste angewiesen: ältere Menschen, Verletzte, Personen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Mehr als 90 % der Menschen mit eingeschränkter Beeinträchtigung nutzen öffentliche Verkehrsmittel. Daher ist es unerlässlich; dass Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen gemeinsam neue barrierefreie Angebote schaffen. Finden Sie heraus, was mobilitätseingeschränkte Fahrgäste wirklich wollen und wie Sie ihre Bedürfnisse erfüllen können.

 

Warum Benutzer mit barrierefreien Verkehrsangeboten unzufrieden sind

Mit 90 % nutzt die Mehrheit der Befragten mindestens zweimal pro Woche den ÖPNV. Jedoch müssen 60 % von ihnen ihre Aktivitäten meist an den Fahrplan ihres lokalen Verkehrsdienstes planen. Spontane Nutzung unter 24 Stunden steht nur denjenigen offen, die über ein eigenes Fahrzeug verfügen.

Fixe Fahrpläne machen eine flexible Mobilität unmöglich und können lange Wartezeiten, Verspätungen oder verfrühte Ankunft nicht vermeiden. Da mehr als 70 % der mobilitätseingeschränkten Menschen am Stadtrand wohnen und somit zu verschiedenen Zeiten zu verschiedenen Orten wollen, ist der Bedarf eines flexiblen barrierefreien Verkehrs sehr hoch.

Auch die Barrierefreiheit ist ein zweitwichtigster Punkt für die Betroffenen. Neben nicht barrieren Bushaltestellen und Fahrzeugen stellt auch die Buchung einer Fahrt eine Herausforderung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität dar. Die meisten Dienstleistungen sind nicht digitalisiert und können daher bei der Buchung einer Fahrt keine zusätzlichen Verweilzeiten für Rollstuhlfahrer berücksichtigen. Eine digitale Softwarelösung ermöglicht einen benutzerfreundlichen und effizienten Service.

Nicht zuletzt sind Sicherheit und Komfort das drittgrösste Bedürfnis, das von Nutzern mit eingeschränkter Mobilität geäußert wird. Das kann beispielsweise durch die Reservierungsoption von Rollstuhlstehplätzen oder das gemeinsame reisen mit Dritten geschehen.

 

Der dynamische DRT für mobilitätseingeschränkte Personen

Demand Responsive Transport (DRT) bietet die Möglichkeit, einen barrierefreien öffentlichen Verkehr zu schaffen, der sich auf die Nutzer und nicht auf den Fahrplan konzentriert. Über 70 % der befragten mobilitätseingeschränkten Nutzer leben in Stadtrandgebieten. Mit einem Tür-zu-Tür-Service kann DRT eine barrierefreie Mobilität ermöglichen. Durch die Buchungsmöglichkeiten wie die Anzahl der Rollstuhlstehplätze und die Buchung durch Dritte können die Verkehrsbetriebe kosteneffizient die Barrierefreiheit ihres Services erhöhen.

Wie DRT und barrierefreie Beförderung eine Mobilität für alle schafft, zeigt der On-Demand-Service RésaGO. In Zusammenarbeit mit Padam Mobility betreibt Keolis den DRT-Dienst in Châlons-en-Champagne (Frankreich), um den Verkehrsservice im Ballungsraum zu digitalisieren. Der intelligente Shared-Mobility-Dienst ermöglicht den Fahrgästen, Fahrten in Echtzeit zu buchen und einen Stehplatz für Kinderwagen oder Rollstuhl zu reservieren. Dadurch wird der Transport für alle zugänglich und flexibel.

Jede Stadt, jeder Landkreis oder jedes Dorf kann ein intelligenten barrierefreien DRT in bestehende Mobilitätsangebot integrieren. Vor allem Gemeinden können von einem barrierefreien ÖPNV profitieren, da sie dadurch als Wohnort für Menschen attraktiver werden, die auf ein eigenes Auto verzichten wollen und eine flexible Beförderung benötigen.

Betreiben Sie einen Behindertentransport an oder möchten Ihre Verkehrsangebote barrierefrei gestalten? Welche Bedürfnisse und Schwierigkeiten kennen Sie von Ihren Fahrgästen? Kommentieren Sie diesen Artikel und teilen Sie uns Ihre Gedanken mit!

 

                                 

 

Weitere Informationen über DRT und barrierefreien Verkehr finden Sie auf der Webseite von Padam Mobility.

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Mobilität auf dem Land: Machen Sie Ihre Kommunen mobil!

Mobilité territoire

Die Mobilität auf dem Land und in periurbanen Gebieten ist oft sehr begrenzt. Die Gründe sind vielfältig: zu geringe oder verstreute Nachfrage, zu großes Bediengebiet und zu unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse. Das erschwert Kommunen und öffentliche Verkehrsträger, ein einheitliches Mobilitätsangebot für mehrere Bediengebiete zu schaffen. Padam Mobility bietet eine Softwarelösung, die eine verschiedene On-Demand-Mobilitätsdienste von verschiedenen Verkehrsbetrieben und Gemeinden mit einer Plattform flexibel zu verwalten.

Shared-Mobility auf dem Land etablieren

Während die so genannten “alternativen” Mobilitätsangebote, die die Verlagerung auf den modalen Verkehr fördern und sich gegen das Modell des Alleinfahrers behaupten, versuchen, ihren Platz in den Randgebieten zu finden […] erschwert die geringe Bevölkerungsdichte die Aufgabe als in Ballungsräumen – wo der Mobilitätsservice von privaten Verkehrsträgern (Carsharing, Fahrgemeinschaft) besser zugänglich sind […]. Zwar gibt es viele Anzeichen für das Aufkommen alternativer Mobilität in Stadtrandgebieten, doch scheint dies noch nicht ausreichend zu sein, um zu einem nicht-automobilen Lebensstil überzugehen.

Marc Dumont, Professor für Stadtplanung an der Universität Lille in “Les mobilités alternatives restent une mobilité de complément, pas une mobilité de substitution” (dt. Alternative Mobilitäten bleiben eine ergänzende Mobilität, keine Ersatzmobilität).

Diese Hürden sind zu überwinden, um Shared Mobility auch auf dem Land zu ermöglichen. Dazu hat das Team von Padam Mobility ihre Softwarelösungen für Demand Responsive Transport (DRT) für eine Multigebietsfunktion entwickelt.  Diese einzigartige Funktion ermöglicht es, verschiedene DRT-Dienste mit einer einzigen Plattform flexibel zu verwalten.

Shared-Mobility-Services und Verkehrsanbieter unter einer Marke

Die Multigebietsfunktion ist besonders geeignet, wenn mehrere Aufgabenträger für die Mobilität verschiedener Gebiete oder sogar einer Region verantwortlich sind. Sie erlaubt es, je nach Gebiet und Use Case individuelle Parameter für den Mobilitätsservice festzulegen und umzusetzen.

Wie erfolgreich diese Funktion sein kann, zeigt das Beispiel Ile-de-France. Die 12.000 km2 große französische Region, die u. a. den Großraum Paris umfasst, hat sich für die Multigebietsarchitektur entschieden, um die Bedarfsverkehrs auf regionaler Ebene zu koordinieren. Für den verantwortlichen Aufgabenträger Île-de-France Mobilités wurde dafür eine Verwaltungsplattform entwickelt und schrittweise durch die DRT-Services erweitert. 2022 wird die regionale Plattform dank der Multigebietsfunktion fast 60.000 Buchungen pro Monat (aktuell sind es 12.000) verwalten können. Auch sollen 40 Gebiete (aktuell 23) durch mehr als 8 Verkehrsbetreiber bedient werden.

 

Multigebiets-Architektur: eine Softwarelösung für verschiedene Gebiete und Use Cases.
Multigebietsfunktion: eine Softwarelösung für verschiedene Gebiete und Use Cases.
Multigebiets-Architektur: Mit einem Klick kann der Nutzer sein Gebiet in der Mobilitätsapp auswählen.
Multigebietsfunktion: Mit einem Klick kann der Nutzer sein Gebiet in der Mobilitätsapp auswählen.

Die Multigebietsfunktion ermöglicht:

  • eine Oberfläche für alle Nutzer, um eine einfache und vor allem einheitliche Nutzererfahrung zu schaffen. Da eine Mobilitätsapp für mehrere Bediengebiete angeboten wird, können Verkehrsbetriebe ihre Kommunikation verbessern und Kosten für die Nutzerakquise senken;
  • verschiedene Mobilitätsdienste unter einer Marke und durch eine Zentrale steuerbar;
  • flexible Verwaltung unabhängig der lokalen Verkehrsbetriebe;
  • vollständige Datenkontrolle für eine bessere Datentransparenz und -neutralität;
  • optimierte Kostenkontrolle für den Servicebetrieb.
Multigebiets-Architektur: Verschiedene Bediengebiete werden durch eine Mobilitätsapp verbunden.
Multigebietsfunktion: Verschiedene Bediengebiete werden durch eine Mobilitätsapp verbunden.

Diese Funktionalität erlaubt alle Arten von Servicekonfigurationen zu jeder Tages- und Jahreszeit.

Wir können uns sehr gut vorstellen, dass in einem oder mehreren Gebieten ein Service für Demand Responsive Transport für die Bevölkerung attraktiv ist. Als Feederdienst können Menschen zu Verkehrsknotenpunkten oder Gewerbegebiete während der Hauptverkehrszeiten befördert werden. Zu den Nebenverkehrszeiten kann ein barrierefreier Shuttledienst angeboten werden, damit Jung und Alt weiterhin mobil bleibt. Für den abendlichen und Nachtverkehr kann eine kleine Flotte von Minibussen eingesetzt werden,  um insbesondere für junge Erwachsende und Studierende eine sichere und bequeme Beförderung anzubieten.

Während der Schulferien kann der Demand Responsive Transport angepasst werden und durch Haltepunkte an Sport- und Freizeiteinrichtungen erweitert werden. Auch für Touristen kann ein DRT-Service eingerichtet werden, um touristische Attraktionen erreichbarer zu machen. Auch in Ausnahmesituationen wie bei Gesundheitskrisen kann eine sichere Beförderung beispielsweise des Gesundheitspersonals gewährleistet werden, indem ein DRT-Dienst zu einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Haltepunkt fährt. So kann das Risiko einer Ansteckungsgefahr drastisch reduziert werden.

Die Möglichkeiten durch Demand Responsive Transport sind unendlich.

Multigebiets-Architektur: Verschiedene Use Cases können in der digitalen Mobilitätslösung verknüpft werden.
Multigebietsfunktion: Verschiedene Use Cases können in der digitalen Mobilitätslösung verknüpft werden.
Mobilitätsservices für Bediengebiete neu schaffen oder erweitern

Durch die Multigebietsfunktion können verschiedene DRT-Services nicht nur konfiguriert und verwaltet werden, neue Angebote geschaffen und bestehende Verkehrsservices erweitert werden. So kann eine Verkehrsbehörde ein Serviceangebot in einem Bediengebiet testen und später auch weitere Gebiete ausweiten. Durch eine automatische Aktualisierung der Mobilitätsapp können Nutzer direkt von neuen Mobilitätsangeboten profitieren. Zusätzlich garantiert die App, dass jeder Zugang zu neuen und bestehenden Verkerhsangeboten haben.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es besonders einfach ist, ein Gebiet individuell zu konfigurieren (z. B. Buchungs- oder Änderungsfristen, Umleitungstarife, Fahrzeugtyp, Fahrpläne). Durch die Serviceerweiterungen oder Schaffung neuer Serviceangebote kann schneller auch Mobilitätsänderungen in Gebieten reagiert und die Bedürfnisse der Nutzer individuell befriedigt werden.

 

Erfahren Sie mehr auf Padam Mobility.

Wenn Sie sich für Mobilität auf dem Land interessieren, dann lesen Sie folgenden Artikel: Demand Responsive Transport für Kommunen und Gemeinden.

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Corona-Pandemie: Das Auto-Gespenst geht wieder um

La voiture individuelle est de retour

Nach dem Engagement, die Straßen von Autos zu befreien, hat die aktuelle Corona-Krise die Karten neu gemischt. Der öffentliche Nahverkehrs wird nur noch selten genutzt. Die Gefahr besteht, dass Leute erst recht auf das Auto als Fortbewegungsmittel zurückgreifen.

Die einzige positive Nachricht, die während der Corona-Pandemie zu vermelden war, der Rückgang der CO2-Emissionen weltweit um bis zu 17 %. In Deutschland wurden im April 26 % weniger Treibhausgase emittiert.

Ein Comeback der Verkehrsstaus?

Nachhaltige Mobilität leidet derzeit unter die aktuelle Pandemie und des Gesundheitsrisikos. Um eine Infektionsgefahr zu vermeiden, meiden viele Menschen Bus und Bahn. Dadurch nimmt die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel stetig ab. Laut Statistischem Bundesamt sind die Fahrgastzahlen im Fern- und Nahverkehrs um 46 % verringert. Im Oktober sind die täglichen Fahrten mit dem Bahnfernverkehr zum Vorjahresniveau sogar um 50 % gesunken.

Politik und Verkehrsbetriebe stehen vor der Problematik, den ÖPNV wieder attraktiv für die Bürgerinnen und Bürger zu machen bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen.

Auch das Auto wurde während der Corona-Zeit öfter stehen gelassen. Jedoch hat dies nichts an seiner Beliebtheit geändert. 75 % der Deutschen sehen das Auto als unverzichtbares Verkehrsmittel an, so der Mobilitätsmonitor 2020. Auch die Pkw-Zulassungen in Deutschland deuten auf ein Comeback des Autofahrens hin: Im Oktober 2020 vermeldete das Kraftfahrt-Bundesamt über 265.000 Pkw-Neuzulassungen, ein Plus von 8,4 % zum Vorjahresmonat. Auch ein Blick nach China zeigt, dass Privatautos wieder verstärkt genutzt werden. Die Ipsos-Umfrage in China ergab, dass 66 % der befragten Chinesen das Auto als Fortbewegungsmittel nutzen wollen. Vor dem Pandemie-Ausbruch waren es lediglich knapp 34 %.

Ja zu alternativen Verkehrslösungen

Egal ob in der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land – wir können nicht auf eine nachhaltige Mobilität auf den Straßen verzichten. Es gibt daher nur einen Weg, dies zu erreichen: verantwortungsvoller handeln! Das bedeutet, dass jeder eine Maske trägt und aktuellen Einschränkungen respektiert – auf der Straße und auch in Bus und Bahn. Verkehrsbetriebe setzen Hygienemaßnahmen um, es liegt aber auch an uns, dass diese eingehalten werden. Nur so kann eine sichere Nutzung des ÖPNV gewährleistet werden und weiterhin ein Beitrag für die Umwelt geleistet werden.

Durch Mobilitätslösungen wie dem Demand Responsive Transport (DRT) kann der ÖPNV sicher und bedarfsgerecht auch während der Pandemie angeboten werden. So hat die Technologie von Padam Mobility Verkehrsbetrieben geholfen, die Fahrgastauslastung zu steuern, um den Mindestabstand zwischen Fahrgästen zu garantieren. Durch die Buchung in Echtzeit war es möglich, die Fahrten einfacher zu koordinieren und schneller auf die veränderte Nutzeranfrage zu reagieren. SO konnten Nutzer direkt über die Mobilitätsapp über alternative Fahrten informiert werden, wenn die gewünschte Buchung schon ausgefüllt war. Auch konnten die Verkehrsunternehmen zusätzliche Haltestopps zu Krankenhäusern oder Gesundheitsämtern integrieren, um den aktuellen Bedürfnissen ihrer Nutzer zu erfüllen.

Die Kunden von Padam Mobility konnten durch die digitalen Lösungen ihren Verkehrsservice auf die Veränderungen durch die Pandemie schnellstmöglich anpassen. So kann Sicherheit und nachhaltige Mobilität vereint werden – zum Schutz der Menschen und Umwelt.

Ein Kommentar von Thibault Lécuyer-Weber, Chief Marketing Officer bei Padam Mobility

Sie interessieren sich, wie Padam Mobility bei der Umsetzung von Hygienevorschriften helfen kann? Dann lesen Sie diesen Artikel:
Padam Mobility bietet digitale Lösungen zur Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Verkehr

 

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