close

Staatliche Aufgabenträger

Padam Mobility: 5 Millionen Fahrten in nur vier Jahren durchgeführt

Der französische Marktführer für Transport-on-Demand hat sich innerhalb der letzten Jahre zu einem weltweit bedeutenden Akteur der Branche entwickelt. Nun gibt es allen Grund zu feiern: In nur vier Jahren (seit 2019) haben alle On-Demand-Services von Padam Mobility zusammen über 5 Millionen Fahrten durchgeführt. Eine Zahl, die für den Erfolg des innovativen Mobilitätsangebots spricht.

Anfänge ausserhalb Frankreichs

Im Sommer 2016 führt Padam Mobility einen seiner ersten Transport-on-Demand-Dienste mit RATP Dev in Bristol, Großbritannien ein. Es folgen Projekte im Großraum Paris und in Orléans. Die dort eingesetzten On-Demand-Services zählen heute zu den größten weltweit. Seit dem Jahr 2021 ist Padam Mobility Teil des Siemens-Konzerns und ergänzt dessen Portfolio digalter Transportlösungen. Heute setzen mehr als hundert französische und internationale Gebiete Padam Mobilitys On-Demand-Lösungen ein.

Padam Mobilitys Erfolgsgeschichte in Zahlen

  • Mehr als 180.000 beförderte Nutzer
  • Lösungen, die in mehr als 140 Gebieten auf der ganzen Welt eingesetzt werden
  • Eine durchschnittliche Zufriedenheitsnote von 4,8/5
  • Mehr als 80 Mitarbeiter in Paris und Lyon
  • Mehr als 5 Millionen Fahrten in 4 Jahren

Sowohl die Anzahl der Fahrgäste pro Monat, als auch die Auslastung der eingesetzen Fahrzeuge steigen exponentiell an, was darauf hindeutet, dass die Marke von 10 Millionen Fahrten schneller als erwartet erreicht wird. Inzwischen verzeichnen die Services gemeinsam über 300.000 Fahrten pro Monat – ein sehr posititves Zeichen, dass immer mehr Nutzer und Nutzerinnen von On-Demand-Mobilität überzeugt sind und das private Auto stehen lassen.

On-Demand-Mobilität benötigt mehr Aufmerksamkeit

Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt es wichtig, die Vorteile des bedarfsgesteuerten Transports immer wieder hervorzuheben. In vielen Regionen setzen Behörden immer noch auf den Einsatz fester Linien, obwohl diese häufig unrentabel sind und nicht dem Bedarf der Einwohner und Einwohnerinnen entsprechen. Mit einer Gruppierungsrate der Fahrzeuge von bis zu 80 % sind On-Demand-Transporte in dünn besiedelten Gebieten durchschnittlich dreimal günstiger, als die Einrichtung von festen Linien. Einer von fünft Nutzern gibt sogar an, dank dieser alternativen Mobilitätslösung auf die Nutzung eines Privatwagens gänzlich verzichten zu können. On-Demand-Dienste tragen zudem zu einem inklusiveren Transportangebot bei und sind eine umweltfreundliche Fortbewegungsart.

On-Demand-Mobilität von Padam Mobility – ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für Kommunen

Es gibt viele Gründe, die den Erfolg der regionalen On-Demand-Services von Padam Mobility erklären, etwa die Erschließung von Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte, flexible und kostengünstige Investitionen, positive Auswirkungen auf die Umwelt und soziale Integration. Der Marktführer hat in ganz Frankreich zahlreiche Dienste einrichten, die den Besonderheiten jedes Gebiets gerecht werden: Flex’Hop in Straßburg, Txik Txak im Baskenland, RESA’TAO in Orléans, PLUS DE PEP’S in Marne-la-Vallée, Ilévia Réservation in Lille, Résago in Amiens, TPG Flex in Genf oder TLC in Lyon.

[Der On-Demand-Transport] bietet eine flexible, schnelle und umweltfreundliche Verkehrslösung, die es ermöglicht, einen Service anzubieten, der den Mobilitätsbedürfnissen der Einwohner und Arbeitnehmer in den am wenigsten dicht besiedelten Gebieten des Ballungsraums entspricht, und so insbesondere Verbindungen von Peripherie zu Peripherie zu ermöglichen, die derzeit mit dem klassischen Busliniennetz schwierig sind.“

Robert Hermann, damaliger Präsident der Eurometropole Straßburg

Großprojekte in Frankreich und im Ausland

Gemeinsam mit Setec und Webhelp wurde Padam Mobility mit der Entwicklung und Einführung der Marke TAD Île-de-France-Mobilités beauftragt. Mit fast 40 bedienten Gebieten, 123 Fahrzeugen im Einsatz und einer Million Fahrten im Jahr 2022 ist TAD IDFM ein Pionier in Europa und das größte Transport-On-Demand-Netzwerk weltweit. Eine echte Meisterleistung für ein Gebiet mit einer Ausdehnung von 12.000 km².

Auch auf internationaler Ebene ist Padam Mobility ein wichtiger Player im On-Demand-Sektor. Einige der größten Projekte sind der regionale Service VGI-Flexi für den Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt und Holibri in Höxter (Deutschland), QuiBus in Rovigo und Colbus in Bologna (Italien), Avanza TAD in Malaga (Spanien) oder auch Call Connect in Lincolnshire und HertsLynx für das Hertfordshire County Council (Großbritannien). All diese erfolgreichen Beispiele zeigen den wachsenden Bedarf und steigende Nutzernachfrage an öffentlichen Transportalternativen.

 

Über Padam Mobility, ein Siemens Mobility Tochterunternehmen

Seit 2014 entwickelt Padam Mobility digitale Lösungen für dynamischen On-Demand-Verkehr, um peri-urbane und ländliche Gebiete zu transformieren und allen Menschen attraktive Transportmöglichkeiten zu bieten. Um dies zu erreichen, bietet das Unternehmen Verkehrsbetrieben und Kommunen eine Software-Suite mit intelligenten und flexiblen Lösungen an, die die Mobilität insbesondere dort verbessern, wo die Nachfrage gering ist. Diese Suite basiert auf leistungsstarken Algorithmen und künstlicher Intelligenz. Seit 2021 gehört Padam Mobility zum Siemens-Konzern und ergänzt dessen Portfolio an digitalen Lösungen für den öffentlichen Transport.

Dieser Artikel könnte Sie ebenfalls interessieren: Flexibles und umweltfreundliches Bedarfsverkehrsangebot „AktiVVo“ startet im Landkreis Augsburg  

Lire la suite

Flexibles und umweltfreundliches Bedarfsverkehrsangebot „AktiVVo“ startet im Landkreis Augsburg

Padam Mobility stellt das On-Demand-System für das neue Mobilitätsprojekt des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbundes (AVV)

 Mit „AktiVVo“ startet am 1. Juni der erste Bedarfsverkehr im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund. Um das öffentliche Mobilitätsangebot seiner ländlichen Regionen attraktiver zu gestalten, setzt der AVV bei der Umsetzung des Pilotprojektes auf die On-Demand Technologie von Padam Mobility.

Der Service wird zu Beginn in den Regionen Holzwinkel und Altenmünster, Roth- und Zusamtal unterwegs sein und Fahrgäste im definierten Bediengebiet von oder zu einer der über 360 Haltestellen befördern. Die Haltepunkte wurden so gewählt, dass Nutzer eine möglichst geringe Wegstrecke zurücklegen müssen und somit ein problemloser Zugang zum Service für alle gewährleistet ist. Auch Fahrgäste, die auf einen Rollstuhl angewiesen oder mit Kleinkindern unterwegs sind, können sich bequem vom „AktiVVO“ befördern lassen – in beiden eingesetzten Fahrzeugen ist jeweils für einen Rollstuhl oder einen Kinderwagen Platz vorhanden.

Padam Mobility stellt die digitale Plattform dieser On-Demand-Lösung, die Einheimischen und Besuchern der Region ein verbessertes und einfach zugängliches öffentliches Nahverkehrsangebot bieten wird. Nutzer und Nutzerinnen steht eine mobile App zur Verfügung, über die sie Fahrten buchen und den Fortschritt des Fahrzeugs in Echtzeit verfolgen können. Wer keine App nutzen möchte, kann alternativ per Telefon-Hotline buchen.

Der Service bringt Nutzer während der Bedienzeiten von Montag bis Freitag von 6:00 Uhr bis 20:00 Uhr und samstags von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr auf dem schnellsten Wege an ihr gewünschtes Ziel. Dabei macht es das On-Demand-System von Padam Mobility möglich, Fahrtanfragen im Voraus und in Echtzeit zu berechnen und Personen mit ähnlichem Fahrtziel im gleichen Fahrzeug zu bündeln. Die Fahrer bekommen in einem speziellen Hintergrundsystem angezeigt, wie viele Personen an welchen Haltepunkten warten und werden ausschließlich anhand der vorliegenden Buchungen durch das Bediengebiet gelotst. Eine feste Linie muss nicht abgefahren werden. Anders als bei fahrplangebundenen Linienbussen werden auf diese Weise Fahrten bedarfsgerecht durchgeführt, leere Kilometer eingespart und die Fahrtzeit signifikant verkürzt.  

Das gesamte Bediengebiet ist in vier verschiedene Tarifzonen unterteilt, der Fahrpreis ergibt sich, je nachdem, wie viele Zonen bei einer Fahrt durchfahren werden. Dabei ist die AktiVVo-Nutzung ohne Aufpreis mit den regulären AVV-Tickets möglich. Von Einzeltickets über Streifenkarten, Tagestickets, Zeitkarten und Abos bis hin zum Deutschlandticket – alle Fahrscheine werden im AktiVVo anerkannt. Fahrgäste, die noch kein Ticket besitzen, können wie auch in den Regionalbussen, ein Ticket bar beim Fahrer kaufen oder die Streifenkarte abstempeln.

 

Die Projektbeteiligten freuen sich auf den Start des AktiVVo am 01.06.2023. Im Bild von links nach rechts: Bgm. Bernhard Uhl (Markt Zusmarshausen), Bgm. Florian Mair (Altenmünster), Bgm Anton Gleich (Bonstetten); Bgm Thomas Hafner (Horgau), Landrat Martin Sailer (Landkreis Augsburg), Dr. Linda Kisabaka (AVV-Geschäftsführerin), Bgm. Heinrich Jäckle (Heretsried), Bgm. Sebastian Bernhard (Adelsried), Bgm Karl-Heinz Mengele (Emersacker), Bgm. Stefan Scheider (Welden), Simone Hummel (Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V., Felix Adam (Geschäftsführer DB Regio Bus Bayern)
Lire la suite

Padam Mobility stellt neuen On-Demand-Transport für die Landkreise Schweinfurt und Kitzingen vor – Startschuss ist der 2. Mai

Anfang Mai wird der Softwareanbieter für Bedarfsverkehre Padam Mobility einen weiteren Service im südlichen Teil Deutschlands an den Start bringen. Gemeinsam mit den Landkreisen Schweinfurt und Kitzingen und der Nahverkehr Mainfranken GmbH hat die Siemens Mobility Tochter den neuen On-Demand-Service „callheinz“ entwickelt. Die Testphase ist auf fünf Jahre angesetzt.

Gerade in ländlichen Gebieten ist eine gut getaktete Versorgung von Bewohnern und Bewohnerinnen mit dem öffentlichen Nahverkehr eine große Herausforderung. Die Nachfrage ist deutlich geringer als im urbanen Raum und die Mobilitätsbedürfnisse zu divers, um allen Nutzern mit fahrplangebundenen Bussen gerecht werden zu können.

Trotzdem ist ein attraktives Nahverkehrsangebot für Kommunen natürlich erstrebenswert, um eine hohe Lebensqualität für alle gewährleisten zu können. Die Landkreise Schweinfurt und Kitzingen haben sich dieser Aufgabe gemeinsam angenommen und zusammen mit der Nahverkehr Mainfranken GmbH ein Konzept für On-Demand-Mobilität entwickelt. Padam Mobility wurde mit der technischen Umsetzung betraut.

Der neue Bedarfsverkehr „callheinz“ wird ab Mai im Einsatz sein. Fahrgäste können dann an insgesamt 266 Haltepunkten in beiden Landkreisen zu- oder aussteigen. Neben den regulären ÖPNV-Haltestellen stehen den Fahrgästen nun zusätzliche virtuelle Haltepunkte zur Verfügung, die die sog. letzte Meile verkürzen und den Bedarfsverkehr deutlich zugänglicher machen. Eine Konkurrenz zum bestehenden ÖPNV-Angebot ist „callheinz“ aber nicht.

Der Linienverkehr wird natürlich weiterhin von den Aufgabenträgern, also dem Landkreis Schweinfurt und dem Landkreis Kitzingen, optimiert und ausgebaut. Zusätzlich ergänzt ,callheinz´ unser Angebot in bester Weise.“

Bernhard Hornig, Nahverkehrsbeauftragter Landkreis Kitzingen

Die Lösung von Padam Mobility erlaubt es, den bestehenden Linienverkehr mit dem Bedarfsverkehr optimal zu verknüpfen. So können Nutzer beispielsweise nicht buchen, wenn zur selben Zeit ein Linienbus zur Verfügung steht. Bezahlt werden kann direkt über die callheinz-App oder in bar sowie elektronisch beim Fahrer, dabei orientiert sich der Fahrpreis am regionalen ÖPNV Tarif. Ausgewählte strecken- und zeitabhängige Fahrkarten werden gegen eine kleine Anerkennungspauschale im Bedarfsverkehr anerkannt, wohingegen bspw. das Deutschlandticket zur kostenlosen Nutzung berechtigt.

„callheinz“ wird werktags von 5 Uhr bis 23 Uhr und am Wochenende und Feiertagen von 7 Uhr bis 21 Uhr im Einsatz sein. Fahrten können kostenlos per App, Website oder Telefon gebucht werden.

 

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: contact@padam.io

Lire la suite

Warum ist Transport Consulting so wichtig? – Ein Gespräch mit dem Mobilitätsberater Xuefei Wang

Xuefei Wang, Team Lead Mobilitätsberatung bei Padam Mobility

Für On-Demand-Transport gibt es keine One-fits-all-Lösung. Neue Mobilitätsdienste in einem bestimmten Gebiet einzuführen, bedarf großer Expertise und einer genauen Analyse, damit Services erfolgreich werden, d.h. Kunden- und Nutzerbedürfnissen optimal entsprechen. Transport Consulting ist für Padam Mobility daher ein sehr wichtiges Thema. Interne Mobilitätsberater und -ingenieure helfen Kunden dabei, den On-Demand-Service zu entwickeln, der ihre bestehenden Probleme im Bereich des öffentlichen Transports löst.

Einer dieser Mobilitätsexperten ist Xuefei Wang. Xuefei arbeitet seit über vier Jahren bei Padam Mobility, zu Beginn als Customer Success Manager. Seine intensive Einblicke in fast alle Bereiche des Unternehmens machen ihn heute zu einem der erfahrensten Mobilitätsberater bei Padam. Im Interview hat er uns mehr über seine Leidenschaft für die Mobilitätsberatung verraten. Außerdem haben wir darüber gesprochen, welche Schritte nötig sind, um das perfekte Servicedesign erstellen zu können. Dabei ging es unter anderem um die Wichtigkeit von Daten und den Mut zur Innovation.

Wie bist du zu Padam Mobility gekommen und wie sieht dein Job heute aus?

Ich arbeite jetzt seit über 4 Jahren bei Padam. Ich habe als Praktikant im Customer Success Team angefangen und habe danach etwa 2 Jahre als Customer Success Manager gearbeitet. Vor 2 Jahren haben wir das Transport Consulting Team gegründet, ich war damals im Gründungsteam und seit etwa einem Jahr leite ich dieses Team.“

Welchen beruflichen oder akademischen Hintergrund hast du?

Ich habe einen Bachelor in Civil Engineering von einer der führenden Universitäten in China, der Tsinghua University. Danach habe ich in einem jungem Tech Start-Up im Bereich Logistic/Mobile Applications in China angefangen. Ich war einer der Gründungsmitglieder und von 2016 bis 2018 der Director of Operations. Später im Jahre 2018 bin ich dann nach Frankreich gekommen und habe ein Jahr lang an der Ecole de Ponts ParisTech einen Master in Transport and Sustainable Development gemacht.“

Was verstehst du in deiner jetzigen Funktion unter ‚Transport Consulting‘? Welche Dienste bietet Padam Mobility in diesem Zusammenhang an?

Bei Padam Mobility ist es uns sehr wichtig, Kundenbedürfnisse bestmöglich zu beantworten. Daher haben wir das Transport Consulting Team gegründet. Damals ist uns besonders aufgefallen, wie sehr Kunden und potentielle Kunden eine Beratung von Experten im Bereich On-Demand-Transport benötigen, um die passenden Entscheidungen zu treffen. Sie sind an On-Demand-Diensten interessiert, allerdings fehlt ihnen die nötige Expertise, um solche Services einzurichten. Sie wissen nicht, wie viele Fahrzeuge sie benötigen, wie viel der Service kosten wird, etc.

Also benötigen sie Hilfe und Beratung, um alles einzurichten. Über die Jahre haben wir enorm viel Wissen und Daten über On-Demand-Transport-Services gesammelt, diese Daten sind heute wahrscheinlich eines der wichtigsten Güter dieser Firma, da sie dem Wissen entsprechen, das vom Markt enorm gefragt ist. Daher war es uns wichtig, eine eigene Transportberatungsabteilung innerhalb von Padam einzurichten. So schaffen wir es, unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen, auch Geld einzusparen und gleichzeitig einen qualitativen Mobilitätsservice anzubieten.

Meine Funktion als Customer Success Manager hat mich auf diese Rolle optimal vorbereitet. Customer Success Manager arbeiten eng mit dem Kunden zusammen, insbesondere in der Phase zwischen Auftragsentscheidung und Servicelaunch. Es ist zwingend notwendig genau zu verstehen, was der Kunde benötigt und wie die Software diese Bedürfnissen befriedigen kann. Durch mein Studium hatte ich allerdings weiterführendes Wissen, nicht nur, wie die Padam Software eingesetzt werden muss, sondern Fachwissen über Transport Engineering, was mir dabei hilft, Kunden bei komplexen, komplizierten Fragen zu unterstützen.“

Wie sehen die unterschiedlichen Schritte aus, die eine Transportberatung umfassen? Wie gehst du neue Kundenprojekte an?

Ich vergleiche die Arbeit unseres Teams mit der Arbeit eines Doktors. Wir haben Patienten und müssen herausfinden, was diesen Patienten fehlt und wie wir Ihnen helfen können. Zu Beginn erstellen wir eine sogenannte „Gebietsdiagnose“ und stellen dann Fragen, etwa welches Problem möchte der der Kunde lösen? Warum möchten sie einen On-Demand-Transport-Dienst einrichten? Hat der Kunde beispielsweise feste, sehr kostenintensive Buslinien oder möchte er das öffentliche Transportangebot erweitern? Auf Grundlage der Bedürfnisse können wir ableiten, wie die spätere Lösung aussehen kann.

Danach benötigen wir bestimmte Daten demographische Daten, beispielsweise wo wohnen die Menschen, wo arbeiten sie, wo erholen sie sich, wie ist die Altersstruktur, etc. und geographische Informationen, wie sieht das Gebiet aus, welche Besonderheiten gibt es? Wir fragen auch nach politischen und wirtschaftlichen Strukturen. All diese Angaben können unsere Empfehlungen beeinflussen. Um an Informationen zu gelangen, gibt es verschieden Wege: In Europa gibt es häufige öffentliche zugängliche Daten, die beispielsweise von öffentlichen Institutionen frei zur Verfügung gestellt werden. Außerdem fragen wir unsere Kunden nach Daten, manchmal haben sie bereits Nutzerumfragen zum Thema Mobilität durchgeführt oder sie haben operative Daten vom bestehenden Transportangebot. Nachdem wir alle diese Daten analysiert haben, ist es uns möglich zu verstehen, wie sich Menschen in bestimmten Gebieten fortbewegen.

In manchen Fällen können wir bereits nach der Diagnose Empfehlungen für das zukünftige On-Demand-Servicedesign geben. Das liegt auch daran, dass wir bereits viele Erfahrungen mit diesem Prozess haben und sagen können, welche Konfigurationen sich für eine bestimmte Art von Gebieten eignen. Manchmal müssen wir allerdings tiefer graben, etwa wenn sich der Kunde mehr Infos wünscht oder wenn das Gebiet sehr groß oder speziell  ist.

In diesem Fall haben wir die Möglichkeit, Simulationen zu erstellen. Neben der Gebietsdiagnose ist dies das zweite Angebot unseres Teams, das wir Kunden anbieten. Hierfür haben wir ein eigens entwickeltes Tool namens „Padam Simulations“, das die gleichen Algorithmen wie unsere On-Demand-Lösung nutzt. Das erlaubt es uns, genau zu sehen, wie unsere Software in bestimmten Situationen reagiert. In der Regel simulieren wir einen Tag, d.h. wir erstellen eine logische Anzahl an Fahrzeugen, die zu bestimmten Zeiten realistische Kundenströme bedienen müssen. Wenn wir diese Parameter erstellt haben, starten wir die Simulation. Dies erlaubt es uns zu sehen, wie der Service unter realen Bedingungen performt hätte. Sehen wir in der späteren Auswertung beispielsweise, dass Fahrten zu bestimmten Uhrzeiten abgelehnt wurden, kann es sein, dass nicht genug Fahrzeuge eingesetzt wurde.“

Das heißt, ihr konzentriert euch auch auf Worst-Case-Scenarios?

In der Regel erstellen wir viele verschiedene Szenarien und ändern auch das Servicedesign. Es gibt tausende von möglichen Szenarien, daher besprechen wir im Vorfeld mit dem Kunden, welche bestimmten Szenarien durchgespielt werden sollen.

Das Gute an „Padam Simulations“ sind die qualitativen Resultate. Wir können erkennen, wie viele Fahrzeuge zu welcher Zeit und mit wie vielen Plätzen benötigt werden, wie das Servicedesign aussehen soll, also Free-Floating, Feeder und so weiter. Mit diesen Angaben können wir sehr präzise Vorschläge machen.“

Achtet ihr auch darauf, ob es bestehende feste Buslinien oder andere öffentliche Verkehrsmittel gibt und wie diese die Performance des On-Demand-Dienstes beeinflussen könnten?

Genau, diese Überlegungen werden bereits bei der Gebietsdiagnose berücksichtigt, worauf die Simulation aufbaut, daher ist das bestehende ÖPNV-Netz immer mitbedacht.“

Und was passiert, wenn ihr vor der Simulation nicht genügend Daten sammeln könnt?

Es ist tatsächlich besonders schwer vorherzusagen, wie viele Menschen den Service nutzen würden. Wenn hierfür absolut keine historischen Daten vorliegen, müssen wir die Nachfrage modellieren. Hier helfen uns enorm unsere Erfahrungen aus anderen Projekten und Fähigkeiten, die wir als Transport Engineers haben.“

Gibt es noch andere Services, außer der Gebietsdiagnose und Simulation, die du und dein Team Kunden anbieten?

Worüber wir bisher besprochen haben, ist die Feasibilty Study, also die Gebietsdiagnose, Simulationen und schließlich Vorschläge zum Servicedesign. Das ist ein großer Teil, den wir als Transport Consulting Team anbieten. Den anderen Teil unserer Leistungen bezeichnen wir als „Professional Services“. Diese Services bieten wir bestehenden Kunden an. Sie bestehen aus der Perfomance Analyse des Service. Hier analysieren wir die Daten des Service und versuchen, bestimmte KPIs, wie etwa die Poolingrate, die Zufriedenheit der Kunden, etc. weiter zu verbessern. Außerdem bieten wir bestimmte Tools, die dem Kunden dabei helfen, ihren Service optimal zu überwachen und zu verstehen.“

Welche Erfahrungen hast du damit, virtuelle Stops einzurichten?

 Virtuelle Stops können zum Beispiel eingerichtet werden, wenn der Kunde den Nutzern von On-Demand-Diensten ein enges Haltestellennetz bieten möchte, um die Laufstrecke so gering wie möglich zu gestalten. Diese Stops können beispielsweise mit einem Punkt in der App sichtbar gemacht werden. Ich sehe virtuelle Stops kritisch, da es für Nutzer schwierig sein kann, sich zu orientieren, wenn sie keinen physischen Haltepunkt vorfinden. Manche unserer Kunden lösen dieses Dilemma, indem sie einen Kompromiss eingehen und beispielsweise kleine Schilder oder Sticker an den entsprechenden Orten anbringen.“

Hast du Tipps für Transportbehörden oder andere Anbieter öffentlicher Mobilitätsdienste, wie die Einführung eines On-Demand-Service erfolgreich gelingen kann?

On-Demand-Transport funktioniert anders als der traditionelle öffentliche Personentransport, allerdings sehen wir immer wieder, dass Kunden On-Demand-Transport mit virtuellen Linien gleichsetzen, also ein Service, der einer festen Linienkonfiguration folgt. Es besteht eine gewisse Angst, sich davon zu lösen und auf ein anderes Modell, etwa zonaler On-Demand-Verkehr zu setzen. Obwohl wir bereits gesehen haben, dass die Aufteilung des Bediengebietes in kleinere Zonen gute Erfolge erzielen kann, sind Kunden zu Beginn oft skeptisch. Daher denke ich, dass Kunden in dieser Hinsicht mehr innovativ denken sollten.

Auch das Marketing spielt eine wichtige Rolle. Die Nutzer wissen zu Beginn häufig nicht, was der Service ist und wie sie ihn nutzen können. Die Kommunikation mit den Nutzern spielt also eine wichtige Rolle. Wir können zu Beginn eines neuen Service sehr gut erkennen, wie Marketingmaßnahmen von Kunden wirken. Fühlen sich die Nutzer gut informiert, steigen die Tripzahlen in der Regel rapide an. Falls Kunden in diesem Punkt Unterstützung benötigen, haben sie übrigens auch die Möglichkeit, von unserem Marketingteam bei Padam Mobility beraten zu werden. Wir können Tipps geben, wie die Funktion von On-Demand-Diensten kommuniziert werden kann und wie man Kunden am besten erreichen kann.

Ein anderes wichtiges Thema ist die Heranführung der Kunden an die Digitalisierung. Wir haben einen Kunden, der bereits einen On-Demand-Service hatte, allerdings liefen alle Buchungen über ein Call-Center, was kostspielig und weniger praktisch war. Der Kunde wollte die Nutzer dazu bewegen, Buchungen verstärkt per App durchzuführen. Also hat der Kunde die Call-Center-Mitarbeiter dazu angeleitet, jedes Mal, wenn sie einen Anruf bekommen haben, die Nutzer zu fragen, ob sie über die Möglichkeit der App-Buchung Bescheid wissen. Als Folge fiel die Zahl der Call-Center-Buchungen in wenigen Wochen von 100% auf etwa 60%.“

Welche anderen Tipps könnt ihr Kunden geben, um Kosten einzusparen?

Es gibt mehre Beispiele von Kunden, die es geschafft haben, die Kosten ihres On-Demand-Service zu verringern. Etwa, indem verschiedene Services, die für unterschiedliche Nutzergruppen eingesetzt wurden, etwa die Beförderung von Schülern, die Beförderung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Nutzer ohne besondere Bedürfnisse, zusammengelegt wurden. So werden beispielsweise die Fahrzeuge besser ausgelastet und Ressourcen gespart.

Außerdem ist es möglich, Services zunächst als Pilotprojekte zu starten, um das Risiko zu scheitern, so gering wie möglich zu halten. Wir raten auch dazu, mit kleinen Zonen und wenigen Fahrzeugen zu beginnen und dann das Servicegebiet und die Flotte sukzessive zu vergrößern. Neue Gebiete auf einer Plattform hinzuzufügen ist einfacher, als den Service grundlegend neu aufzubauen.“

Welche Zukunftsprojekte stehen an? Können wir Kunden beispielsweise über On-Demand-AV-Services beraten?

Sicherlich. Wir haben bei Padam ein engagiertes AV-Team und auch einige Services, die live sind. Daher sind wir bereits in der Lage, Kunden hinsichtlich der Einführung von AV-Services On-Demand zu beraten.“

Danke für deine Zeit, Xuefei!

 

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren: Autonome Fahrzeuge im öffentlichen Straßenpersonenverkehr – eine zukunftsweisende Technologie

Lire la suite

Herausforderungen eines agilen Projektmanagements in der Welt des öffentlichen Nahverkehrs

Dieser Artikel wurde von Camille Bouin, Customer Success Manager bei Padam Mobility geschrieben.

Camille
Camille Bouin, Customer Success Manager bei Padam Mobility

Die Zugehörigkeit zu einem SaaS-Unternehmen (Software as a Service) ist die Zugehörigkeit zu einer Struktur, die sich im Rhythmus der technischen Entwicklung der Unternehmenssoftware weiterentwickelt.

Es ist jedoch wichtig, den Markt, für den die besagte Software entwickelt wird, nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich bin im Bereich des öffentlichen Verkehrs tätig, insbesondere im Bereich der On-Demand-Mobilität.

On-Demand-Transporte sind flexible Transportservices, die eine Alternative zum Auto und Taxi darstellen und sich an verschiedene Zielgruppen und Anwendungsfälle anpassen. Zudem hilft On-Demand-Mobilität dabei, die ökologischen Auswirkungen des Transports auf die Umwelt zu reduzieren.

Ich arbeite für das Unternehmen Padam Mobility, das einen Algorithmus zur Optimierung des Transports sowie eine Software-Suite anbietet, die alle Schnittstellen enthält, die für den Betrieb eines öffentlichen Nahverkehrsdienstes erforderlich sind: Benutzerschnittstellen, um die Fahrten deiner Nutzer zu erleichtern, eine Fahrerschnittstelle, die an jede Art von Betrieb angepasst ist, und eine Verwaltungsschnittstelle für Betreiber und Aufgabenträger des Transports.

Ziel dieses Artikels ist es, die Wechselwirkungen zwischen der Digitalisierung von On-Demand-Diensten und der Entwicklung der Software zu verstehen und die Herausforderungen zu analysieren, um Lösungsansätze zu finden.

Zuerst werde ich auf das Management von Verkehrsprojekten eingehen. Danach folgt ein Blick auf technische Projekte. Abschließend beschreibe ich wie diese verschiedenen Projektarten parallel zueinander funktionieren.

Management von Verkehrsprojekten

Meine Kernkompetenz liegt in der Leitung von Projekten zur Implementierung von On-Demand-Transportdiensten in ländlichen und vorstädtischen Gebieten. Hierbei können komplexe Herausforderungen auftreten:

  • Digitalisierung der Managementinstrumente für On-Demand-Dienste und die damit verbundenen Herausforderungen für die Durchführung von Veränderungen
  • Politische Herausforderungen für lokale Behörden und die daraus resultierenden Verzögerungen
  • Herausforderungen für Transportunternehmen im Zusammenhang mit dem Mangel an Arbeitskräften
  • Öffentlicher Druck seitens der Endnutzer auf Politiker und Verkehrsunternehmen
  • Veränderungen des Serviceangebots und der Nachfrage in Abhängigkeit von aktuellen Ereignissen
  • Finanzielle Einschränkungen und Veränderungen in den zugewiesenen Budgets

Das Projektmanagement, sowohl bezüglich des allgemeinen Projektumfangs als auch der Durchführung von Veränderungen und der Überwachung und Einhaltung von Fristen, stellt eine tägliche Herausforderung dar. Darüber hinaus kann es lange dauern, bis öffentliche Aufträge genehmigt werden, und es kann sich als schwierig erweisen, endgültige Termine für den Projektstart zu erhalten. Sobald das Projekt begonnen hat, müssen die Projektteams oft in der Lage sein, das On-Demand-Angebot innerhalb von zwei bis drei Monaten zu liefern, je nach Komplexität des Projekts.

Die genannten Herausforderungen werden oft durch die Weiterentwicklung des Marktes und die zunehmende Berücksichtigung der Umweltauswirkungen im Transportsektor verstärkt. Insbesondere letzteres hat starke Auswirkungen auf die Weiterentwicklung der Software, die entwickelt werden muss, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Management technischer Projekte

Um den ständigen Veränderungen auf dem Markt für On-Demand-Transport gerecht zu werden, muss die Software ständig weiterentwickelt werden.

Die Entwicklungsstrategie für die Software eines SaaS-Unternehmens muss naturgemäß darauf ausgerichtet sein, einen gemeinsamen Bedarf aller oder der Mehrheit der Nutzer zu decken, und nicht einen einzigen oder spezifischen Bedarf.

In der Regel werden alle Projekte parallel verwaltet, wobei das Produktteam (mit Schwerpunkt auf der Ermittlung der Anforderungen) und das Entwicklerteam (mit Schwerpunkt auf der Bereitstellung der Lösung) parallel arbeiten.
Diese Teams sind nach der „agilen“ Projektmethode organisiert, mit kurzen Entwicklungszyklen von etwa zwei Monaten, die in zweiwöchige Sprints unterteilt sind.

Welche Wechselwirkungen gibt es aber zwischen einem SaaS-Modell, das auf einem agilen Entwicklungsmanagement beruht, und dem Projektmanagement für die Einführung von On-Demand-Diensten?

Zwei parallele Arbeitsweisen

Da die beiden parallelen Managementmethoden unterschiedliche Herausforderungen und Fristen haben, kann es zu Inkohärenzen und Schwierigkeiten bei der Durchführung von Projekten kommen.

Ein konkretes Beispiel ist die Integration von On-Demand-Systemen in ein umfassenderes Projekt für MaaS-Lösungen (Mobility as a Service). In diesem Kontext muss sich die die On-Demand-Lösung in die Software des lokalen Routenplaner integrieren. Dadurch wird es notwendig, ein Verkehrsmittel zu standardisieren, das per Definition extrem flexibel war.

Die Einrichtung eines On-Demand-Dienstes muss daher durch die Anpassung an Standards oder die Schaffung neuer Standards erfolgen.

Die technischen Entwicklungen müssen dann auf diese entstehenden Standards aufbauen, um sich zu bewähren. Die Interdependenzen der Aufgaben sind oft zu groß, um sich an einen genauen Zeitplan halten zu können. Ebenfalls in diesem Sinne kann es vorkommen, dass eine Software direkt nach ihrer Veröffentlichung veraltet oder sogar unbrauchbar wird, sobald sich auf dem MaaS- oder On-Demand-Markt etwas ändert. In diesem Fall ist das technische Projekt gefährdet.

In Kanada werden On-Demand-Projekte in der Regel in Verbindung mit Ticketing-Tools für Online-Zahlungen entwickelt. Padam Mobility hatte durch ein anderes Projekt in Großbritannien bereits Erfahrung in diesem Bereich. Die Erwartungen und Bedürfnisse des kanadischen Marktes stimmten jedoch nicht gänzlich mit allen geplanten Entwicklungen überein. Diese Tatsache gefährdete die geplante Einführung des On-Demand-Systems.

Diese Beispiele zeigen, dass die Herausforderungen der On-Demand-Dienste mit denen der technischen Entwicklung nicht unbedingt von einander abhängig sind. Dies macht es erforderlich, angemessene Lösungen zu finden, um nicht die Gesamtheit der Projekte zu gefährden.

Lösungsansätze

Um den erwähnten Schwierigkeiten zu begegnen, gibt es mehrere Handlungsmöglichkeiten. Sie müssen jedoch so eingesetzt werden, dass sie vollständig ineinandergreifen und sowohl das agile technische Entwicklungsmanagement als auch das On-Demand-Projekt berücksichtigen.

Damit das On-Demand-Projekt erfolgreich verläuft, ist es, wie im Fall der Ticketintegration, wichtig, die neuen Bedürfnisse genau zu erfassen und sich an dem laufenden technischen Projekt zu orientieren. Das Sprint- oder Mid-Sprint-Meeting wird dann die neuen Anforderungen aufzeigen und einen Ansatz finden, um sie in die laufende Entwicklung zu integrieren. Die Agilität des Projekts ist sehr wichtig, da sie es ermöglicht, die Entwicklung an die sich ändernden Bedürfnisse anzupassen.

Die Iterationen und der Austausch erfolgen nach einem genauen Zeitplan, der die zeitlichen Vorgaben der beiden Projekte miteinander verbindet. Die iterative Vorgehensweise der Lösung ermöglicht es, auf verbindliche Fristen zu reagieren. Eine erste Version einer Entwicklung ermöglicht es, das MVP (Minimum Viable Product) des Bedarfs des Neukunden zu berücksichtigen. Allerdings darf die endgültige Version nicht aus den Augen verloren werden, sie bleibt in der Entwicklungs-Roadmap für zukünftige Zyklen.

Wir sollten nicht vergessen, dass On-Demand-Projekte nicht vorhersehbare und sich ändernde Anforderungen haben. Dies kann zu zeitlichen Verzögerungen in den Projekten führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im Bereich des On-Demand-Transports die Agilität der technischen Projekte und das Eingehen auf die Bedürfnisse der Kunden die beiden Schlüsselelemente sind. Werden beide Aufgaben gemeistert, wird das Mobilitätsprojekt mit großer Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein.

 

Dieser Artikel könnte Sie ebenfalls interessieren: Regionales On-Demand-Angebot des VGI wächst weiter 

Lire la suite

Fahrermangel: Warum Transport on-Demand die Situation verbessern kann

Der Mangel an Arbeitskräften im öffentlichen Verkehr ist ein strukturelles und weit verbreitetes Problem. Der bedarfsorientierte Verkehr, der es ermöglicht, Fahrer/innen einzusetzen, die „nur“ einen Führerschein der Klasse B besitzen, könnte die Situation nachhaltig verbessern. 

Erst kürzlich schlug der Bund Deutscher Omnibusunternehmer Alarm und warnte, dass rund 94 Prozent aller Busbetriebe vom Personalmangel betroffen seien (Stand: September 2022). Ein Problem mit steigender Tendenz, etwa ein Jahr zuvor lag diese Zahl noch bei 85 Prozent. Dass sich die Situation nicht entspannen, sondern noch gravierender werden könnte, deuten die äußeren Umstäde an. In den kommenden Jahren wird altersbedingt immer mehr Fahrpersonal ausfallen, eine schwierige Situation- insbesondere mit Hinblick auf das Gelingen der Verkehswende. Ohne zuverlässige öffentliche Verkehrsdienste kann das so wichtige Vertrauen der Nutzer in den ÖPNV nicht gewonnen werden.

Ein abwechslungsreicher und erfüllender Beruf 

Der bedarfsorientierte Verkehr ist eine Chance für öffentliche Entscheidungsträger, dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Gleichzeitig bietet er Annehmlichkeiten für Fahrer*innen und Betreiber, die traditionelle Linienverkehre häufig nicht haben:

  • In der Regel können die Kleinbusse, die bei On-Demand-Verkehren eingesetzt werden, mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden (bis zu neun Sitzplätze). Nicht nur ist dies für Fahranfänger eine Möglichkeit, leichter eine Stelle zu bekommen, auch können die Betreiber so schneller neue Mitarbeiter gewinnen und ausbilden.
  • Die Fahrzeuge sind kompakter, einfacher zu fahren und zu manövrieren.
  • Laut den Erfahrungen unserer Kunden, tragen die angenehmen Arbeitsbedingungen der Fahrer und die oftmals persönliche Beziehung zu den Fahrgästen zu einer sehr guten Arbeitsatmosphäre bei.

Für mich ist [der Beruf] eine Möglichkeit, einen echten Kontakt zu den Fahrgästen herzustellen. Manche der Passagiere erzählen uns sogar ein bisschen aus ihrem Leben. Ein Mädchen im Teenageralter, das ich jeden Tag fahre, hat mir erklärt, dass dank des Dienstes das Sorgerecht nun besser zwischen ihren Eltern aufgeteilt ist.“ 

Mylène, 48, Fahrerin eines der Transdev Darche-Gros-Busse, die für den On-Demand-Service IDFM eingesetzt werden

Adriano, Fahrer des TCL-On-Demand-Service in Lyon

Die Fahrer sind freundlich, das ist toll. Man kann sich mit ihnen unterhalten, was in einem Bus nicht so leicht möglich ist und in einer Straßenbahn überhaupt nicht. Es ist schön, sich auszutauschen, und es verkürzt die Fahrt […] Mit der Zeit lernt man die Fahrer kennen. Letztes Jahr, als ein Fahrer ging, haben wir uns herzlich verabschiedet.“

Ein Nutzer des Resa’Tao-Service in Orléans

Wir haben viele Stammkunden, was dazu führt, dass wir eine gewisse Verbundenheit mit den Kunden aufbauen. Wir begrüßen uns immer freundlich und duzen uns auch. Das schafft eine wirklich herzliche Atmosphäre.“

Adriano, Fahrer des TCL-On-Demand-Service in Lyon

Weil sie voll besetzte Minibusse anstelle von großen leeren Bussen fahren, fühlen sich die Fahrerinnen und Fahrer in ihrem Beruf mehr wertgeschätzt.

On-Demand-Verkehre bedrohen nicht den bestehenden öffentlichen Linienverkehr. Im Gegenteil, es ist ein Service, der den Menschen wirklich hilft, sich im Alltag fortzubewegen.“

Nicolas, Mitte 30, Fahrer eines der Transdev Darche-Gros-Busse, die für den On-Demand-Service IDFM eingesetzt werden

Wie lässt sich der ÖPNV revolutionieren, um für Fahrgäste und Fahrer attraktiver zu werden?

Ein wichtiger Ansatzpunkt, um den Fahrermangel zu beheben, könnte auch darin bestehen, den Beruf zu verändern, indem man das öffentliche Verkehrsangebot umstellt. 

Es ist nicht zu übersehen, dass viele öffentliche Verkehrsangebote nicht den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen entsprechen. Homeoffice, aber auch die Verbreitung neuer individueller Fortbewegungsarten (Roller, Elektrofahrräder, usw.), machen ein festes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln weniger relevant. Auf der anderen Seite besteht gerade in den ländlichen Gebieten und Vororten ein dringender Bedarf an tragfähigen Alternativen zum Privatauto. Der ÖPNV leidet an seinem schlechten Image. In einer kürzlich von Statista veröffentlichten Umfrage geben immerhin fast ein Drittel aller Befragten an, öffentliche Verkehrsdienste seien unzuverlässig und unflexibel. Etwa die Hälfte findet besonders das Angebot in den Abendstunden unzureichend.

Auch auf diese Problematiken liefern bedarfsgesteuerte Verkehrs relevante Antworten, denn dank ihrer flexiblen Steuerung, können Fahrten angeboten werden, die auf die Bedürfnisse der Fahrgäste zugeschnitten sind: 35 % der Nutzer unserer On-Demand-Dienste Verkehrs waren zuvor mit Auto unterwegs¹, immerhin 10 % der Fahrgäste haben sich vollständig von ihrem Auto getrennt, seit sie den On-Demand-Dienst nutzen¹.

Die hohe Kundenzufriedenheit und Nutzung der On-Demand-Dienste zeigt, dass der geteilte Transport sein schlechtes Image zu unrecht hat, bzw. dass die Stellschrauben vorhanden sind, um ihn attraktiver zu gestalten. Garantierte Fahrten, eine bequeme Beförderung, kurze Wege bis zur nächsten Haltestelle, all diese Attribute schätzen die Kunder der von Padam Mobility gesteuerten On-Demand-Dienste sehr. Und diese Wertschätzung spüren auch die Fahrer und Fahrerinnen.

Quellen:
₁.Studie, die von Padam Mobility-Kunden durchgeführt wurden, u. a. in Straßburg über den Flex’hop-Service.

 

Dieser Artikel könnte Sie ebenfalls interessieren: On-Demand-Mobilität – Die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs

Lire la suite

Regionales On-Demand-Verkehrsangebot des VGI wächst weiter

VGI

Seit dem 20. Januar 2023 ist das Bedarfsverkehrsangebot “VGI-Flexi” des Verkehrsverbundes Großraum Ingolstadt (VGI) auch für die Gemeinde Denkendorf verfügbar  

Um das öffentliche Nahverkehrsangebot des Verkehrsverbundes Großraum Ingolstadt (VGI) besser an die reale Nachfrage anzupassen und zu vereinheitlichen, startete im Juni 2022 ein neues regionales Bedarfsverkehrsangebot. Der erste On-Demand-Service unter der “VGI-Flexi”-Marke wurde in Beilngries, einer Kleinstadt mit etwa 10.000 Einwohnern und Einwohnerinnen im Landkreis Eichstätt eröffnet. Padam Mobility und Hacon stellen die Technologie hinter dieser innovativen regionalen On-Demand-Plattform, die es erlaubt, verschiedene Gebiete und Akteure mit unterschiedlichen Zugriffsrechten zu vereinen und so mehrere On-Demand-Dienste gleichzeitig effektiv und sicher zu steuern. 

In Beilngries und Umgebung werden derzeit 70 Stopps von zwei Minibussen bedient.  Dabei können dank Berechnungen intelligenter Algorithmen, Fahrgäste mit ähnlichem Fahrtziel im gleichen Fahrzeug befördert werden. Buchungen können entweder bis zu 30 Tage im Voraus oder einer Stunde vor Abfahrt getätigt werden, dies erlaubt es den Algorithmen die beste Strecke und Fahrzeugbelegung im Vorfeld berechnen zu können. So werden die vorhandenen Ressourcen sinnvoller eingesetzt, Fahrgäste schneller an ihr Ziel gebracht und leere Busse vermieden – Aspekte, die bei festen Linienverkehren im ländlichen Raum häufig angeprangert werden.  

Mehrere Anbieter auf gleicher On-Demand-Plattform vereint 

Einige Monate nach Start in Beilngries wurde der VGI-Flexi in Scheyern eingeführt. Auch in dieser knapp 5.000 Einwohner großen Gemeinde, fahren Nutzer und Nutzerinnen zu den gleichen Konditionen mit. 1,50 Euro kostet eine Fahrt für alle Fahrgäste ab 14 Jahren, zudem gelten die üblichen Abo-Karten. 

Das dritte Servicegebiet, das in die Plattform integriert wird, befindet sich im Raum Denkendorf.  Nutzer der VGI-Flexi App können ganz einfach ihr gewünschtes Bediengebiet auswählen, ohne die App wechseln oder sich um verschiedene Tickets bemühen zu müssen. Somit wird nicht nur das Fahr- und Buchungserlebnis, sondern auch die Markenbekanntheit bzw. die Sichtbarkeit des ÖV-Angebots im VGI-Bereich gesteigert. 

Für den Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt bedeutet die von Padam Mobility und Hacon bereitgestellte digitale Infrastruktur größtmögliche Flexibilität und gleichzeitig volle Kontrolle über die eingesetzten Mittel und andere Ressourcen. Auf der Plattform werden unterschiedlichen Akteuren, je nach Aufgabenbereich, Rollen zugeordnet, die wiederum Zugriff auf bestimmte Daten haben. 

Trotz gleicher Plattform und Preisstruktur sind die einzelnen VGI-Flexi-Modelle nicht voneinander abhängig, sondern werden wie alle von Padam Mobility betriebenen Bedarfsverkehre an die jeweiligen Anforderungen des Gebietes angepasst. Konkret bedeutet dies beispielsweise im Fall des VGI-Flexi, dass  es u.a. unterschiedliche  Servicezeiten gibt. Während Nutzer in Beilngries ihre Fahrten unter der Woche von 5:15 bis 22:30 Uhr buchen können, wird der Service in Denkendorf von Montag bis Freitag von 4:30 bis 23:30 Uhr im Einsatz sein. Diese Unterschiede beruhen insbesondere auf den verschiedenen Möglichkeiten zur Servicekonfiguration. Denn in Denkendorf fungiert der On-Demand-Verkehr zu bestimmten Zeiten als Zu- und Abbringer zwischen Denkendorf und seinen Dörfern und der Haltestelle Ingolstadt Bahnhof Nord, was bei der Festlegung der Betriebszeiten berücksichtigt wurde. 

In Beilngries ist der Service nicht an eine bestimmte Streckenfolge gebunden (free-floating), befördert die Nutzer also je nach Belieben auf kürzester Strecke an ihr Ziel. Auch werden in den einzelnen Gebieten unterschiedlich große Fahrzeugflotten eingesetzt. Das Datenanalysetool von Padam Mobility macht es möglich, den jeweiligen Betreibern eines Gebietes genau aufzuzeigen, wie und wann die Flotte ausgelastet ist. Zu Beginn startet der VGI-Flexi in Denkendorf mit einem Fahrzeug. Sollte sich herausstellen, dass sich die Nachfrage dadurch langfristig nicht bedienen lässt, kann die Gemeinde entscheiden, den Service zu erweitern. Dies geschieht in Absprache mit den Projektbetreuern seitens Hacon und Padam Mobility und kann unabhängig von der Performance der anderen VGI-Flexi-Services beschlossen werden. 

Regionale On-Demand-Plattform: Vorbild aus Frankreich 

Seit etwa vier Jahren stellen Padam Mobility und Île-de-France Mobiltés für die Pariser Region das wohl größte europäische On-Demand-Projekt. Die Plattform ist innerhalb dieser Zeit signifikant gewachsen und umfasst mittlerweile rund 45 Bediengebiete mit insgesamt über 600 Gemeinden. Mit diesem einheitlichen und zugänglichen Verkehrsangebot leisten die Betreiber einen wichtigen Beitrag, um die Mobilität der Menschen in den Vororten zu verbessern und eine gute Alternative zum privaten Auto zu liefern. 

Eine der häufigsten Anwendungsfälle ist der Transport zu oder von einem der etwa 120 lokalen Bahnhöfe. Von hier aus können die Menschen mit den festen Zug- oder Metrolinien in die Pariser Innenstadt gelangen. So wird nicht nur das Pendeln deutlich stressfreier, auch wird die Stadt vom Autoverkehr entlastet. Und der Ausbau der regionalen Plattform ist nicht abgeschlossen – erst kürzlich, im Dezember 2022, wurde der Vertrag zwischen Île-de-France Mobilités und Padam Mobility verlängert. 

VGI-Flexi bald schon in weiteren Gebieten aktiv 

Auch die regionale Plattform des VGI wird weiter wachsen. Allein in diesem Jahr sollen noch drei weitere Servicegebiete integriert werden. Eine gewinnbringende Situation für alle Betreiber, die die vorhandene Plattform risikofrei und bequem nutzen können, um Bedarfsverkehre zu erproben. Durch die bereitgestellte Infrastruktur, auch in Bezug auf Buchungskanäle, wie die Nutzer-App oder das Callcenter, fallen bestimmte Kostenpunkte deutlich geringer aus. Auch andere Kosten, etwa das Betreiben der Plattform und der technische Support, werden auf die einzelnen Verkehrsunternehmen aufgeteilt.  

Durch diesen Ansatz hat das Projekt echtes Potenzial, langfristig wirtschaftlich umsetzbar zu bleiben und kann somit das Mobilitätsverhalten der Einwohner und Einwohnerinnen nachhaltig positiv beeinflussen.

 

Dieser Artikel könnte Sie ebenfalls interessieren: Mit VGI-Flexi startet Padam Mobility weiteres On-Demand-Projekt im Süden Deutschlands 

Lire la suite

Bedarfsverkehrsangebot des Verkehrsverbunds Großraum Ingolstadt „VGI-Flexi“ ist nun auch in Denkendorf verfügbar

Pressemitteilung

  • Der VGI-Flexi – FX4 – Denkendorf ist bereits der dritte On-Demand-Service im Verbundgebiet VGI
  • Die Siemens-Töchter Padam Mobility und Hacon stellen die technologische Lösung
  • Erste Fahrten sind ab dem 19. Januar buchbar, einen Tag vor der Eröffnungsfeier in Denkendorf

Vor etwa einem halben Jahr, im Juni 2022, fiel der Startschuss für den ersten VGI-Flexi On-Demand-Service in Beilngries bei Ingolstadt. Nun wurde mit Denkendorf (Landkreis Eichstätt) bereits das dritte Gebiet in das System integriert. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und der Projektträger Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) fördern unter dem Titel „VGI newMIND“ auch diese Maßnahme bis Ende 2024.

Nutzerinnen und Nutzer der VGI-Flexi App haben die Möglichkeit, ihre gewünschte Region direkt in der App auszuwählen, ohne eine weitere Lösung herunterladen zu müssen. Zudem gelten die gleichen Preisstrukturen und Buchungsvorgaben. Wer keine App nutzen möchte, kann auf die Buchungsoptionen per Website oder per Telefon zurückgreifen. Anhand intelligenter Algorithmen berechnet das System dann die besten Fahrtrouten und legt fest, welche Fahrgäste in welchem Fahrzeug gemeinsam befördert werden. Dabei ist es Aufgabe der Plattform, ähnliche Fahrtwünsche sinnvoll zusammenzulegen.

Die regionale On-Demand-Plattform ist ein in Deutschland derzeit einzigartiges Projekt. Durch die Mehrmandantenfähigkeit des Systems können mehrere Verkehrsunternehmen ihre Bedarfsverkehre parallel über nur eine Management-Oberfläche steuern. Dabei werden bestimmten Personen bestimmte Rechte eingeräumt, wodurch Projektbeteiligte beispielsweise nur Zugriff auf die für ihr Gebiet relevante Daten haben.

Die beteiligten Projektpartner betreiben einen hohen Aufwand und investieren kräftig, um die Mobilität im Gemeindegebiet Denkendorf noch attraktiver zu gestalten und damit ihren Teil an der Verkehrswende und einer umweltfreundlichen Mobilität beizutragen.“

Alexander Anetsberger, Landrat des Landkreises Eichstätt

Für den Verkehrsverbund bietet die geteilte Plattform eine umfassende Kontrolle der Leistung der einzelnen Dienste sowie eine deutlich vereinfachte Kostenaufschlüsselung. Zudem werden die Kosten für die Einrichtung neuer Gebiete sowie die Instandhaltung der Plattform auf die einzelnen Verkehrsunternehmen aufgeteilt. Durch diesen Ansatz hat das Projekt echtes Potenzial, langfristig wirtschaftlich umsetzbar zu bleiben und kann somit das Mobilitätsverhalten der Einwohner und Einwohnerinnen nachhaltig positiv beeinflussen.

Mit dem VGI-Flexi in Denkendorf führen wir nach Beilngries und Scheyern bereits den dritten Bedarfsverkehr in der Region ein und bieten Nutzern so ein verlässliches und einfach zugängliches Mobilitätsangebot. Wir freuen uns über die hohen Nutzerzahlen sowie das tolle Feedback seit dem Start denn dieszeigt, dass solche flexiblen öffentlichen Verkehrsangebote von den Nutzer:innen positiv angenommen und in den Alltag integriert werden können. Dieses Projekt kann als Vorbild für weitere innovative ÖPNV-Initiativen dienen, da es vormacht, wie Ressourcen über Gemeindegrenzen hinweg effizient eingesetzt und verwaltet werden können, um so attraktive Nahverkehrsangebote möglichst wirtschaftlich anbieten zu können.”

Gerd Overbeck, Head Of Shared Mobility & Partnerships bei Hacon

Lire la suite

Imagefilm vom Verkehrsverbund VGI stellt unter anderem das neue Bedarfsverkehrangebot vor

VGI Imagefilm

Unter dem Motto „Wir verbinden die Region“ hat der Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt, VGI, nun einen dynamischen Imagefilm produziert. Das 19-sekündige Video stellt die vier Partner im Zweckverband, die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d. Ilm sowie die Stadt Ingolstadt, vor. Zudem werden die Verkehrsmittel gezeigt, die VGI-Fahrgäste in der Region im Herzen Bayerns mit nur einem Verbundticket nutzen können, darunter die Bahnen sowie Linien- und Rufbusse.

Der Verkehrsverbund unternimmt derzeit erhebliche Anstrengungen zum Ausbau und zur Qualitätsverbesserung im gesamten regionalen und städtischen ÖPNV. Dazu wurde der VGI in das Förderprogramm „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) aufgenommen. Das BMDV als Fördermittelgeber und der Projektträger Bundesamt für Güterverkehr (BAG) fördern in der Region Ingolstadt unter dem Titel „VGI newMIND“ insgesamt 54 Einzelmaßnahmen bis Ende 2024.

Produziert wurde der tempo- und abwechslungsreiche Film von der Ingolstädter Agentur UX Agency; abrufbar ist das Video unter anderem auf dem Youtube-Kanal der Stadt Ingolstadt. Weitere Infos: www.vgi.de

Quelle: INVG

Lire la suite

Île-de-France Mobilités verlängert Zusammenarbeit mit Padam Mobility um weitere 4 Jahre

Le réseau TàD IDFM avec Padam Mobility

Das Konsortium Padam Mobility – Setec its wurde erneut von Île-de-France Mobilités für die Bereitstellung des On-Demand-Service TàD Île-de-France Mobilités ausgewählt. Das Netzwerk ist das weltweit größte On-Demand-Transportsystem.

Île-de-France Mobilités setzt die On-Demand-Lösungen von Padam Mobility gegenwärtig in etwa 40 Gebieten ein. Bis 2022 wurden so insgesamt rund 390.000 Fahrgäste befördert. Nun verlängert Île-de-France Mobilité die Zusammenarbeit mit Padam Mobility und Setec. Neben Beratung zur Verbesserung des On-Demand-Netzes beinhaltet die Zusammenarbeit auch Unterstützung im operativen Betrieb und bei der Qualitätssicherung der Dienstleistungen. Die Agentur R3LIEF wird sich um Kommunikationsmaßnahmen für die Einführung neuer und bestehender On-Demand-Services im Bediengebiet kümmern.

Der von Île-de-France Mobilités eingeführte On-Demand-Dienst ist in Europa einzigartig und einer der umfangreichsten Bedarfsverkehre weltweit. Er liefert Antworten auf die Herausforderungen von Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte und schlechter Anbindung an die reguläre Infrastruktur. An dem Beispiel des TAD Île-de-France Mobilités lässt sich sehr gut erkennen, dass On-Demand-Verkehre vielschichtige Vorteile, sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Natur, mit sich bringen.

Geteilte und intelligente Mobilität oder die notwendige Umgestaltung unseres Mobilitätsverhaltens

Viele Menschen zieht es aus dem Stadtkern in die Vororte. Allerdings ist dort die öffentliche Infrastruktur meist deutlich schlechter ausgebaut. Als Folge wird das Auto zum Hauptverkehrsmittel – in Zeiten steigender Kraftstoffpreise nicht einfach zu bewerkstelligen. Ein Mittel, um Menschen zu entlasten und ihnen flexible öffentliche Transportmöglichkeiten zu bieten, ist die Einführung von Bedarfsverkehren.

Im Großraum Paris, einem Gebiet mit einer Fläche von 12.000 km2 und 12,2 Millionen Einwohnern, stellt das Thema Verkehr eine echte Herausforderung dar. Die Investitionen, die erforderlich sind, um das Gebiet flächendeckend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu versorgen, sind beträchtlich. Darüber hinaus sind die Anforderungen der Bevölkerung sehr vielfältig.

Seit 2019 setzt Île-de-France Mobilités auf die besonders flexible Transport-on-Demand-Lösung von Padam Mobility, um den Bewohnern der am wenigsten dicht besiedelten Gebiete der Region Paris maßgeschneiderte Lösungen anzubieten und den Linienverkehr zu ergänzen. Heute ist der On-Demand-Service von Île-de-France Mobilités ein zentrales Bindeglied im öffentlichen Nahverkehr der Region. Das zeigt sich auch in den Zahlen:

  • +900.000 Fahrgäste, die seit dem Start von TAD IDFM 2019 in der Region Île-de-France mit dem öffentlichen Nahverkehr befördert wurden,
  • 36 bediente Gebiete, d. h. fast 620 Gemeinden, darunter 120 Bahnhöfe,
  • Eine Flotte von mehr als 120 Fahrzeugen,
  • Bis zu 56.000 beförderte Fahrgäste pro Monat.

TAD Île-de-France Mobilités: Vom Experiment zur Erweiterung des Dienstes

Seit 2019 engagiert sich Île-de-France Mobilités mit seinem Bedarfsverkehr für eine geteilte, integrierte, inklusive, intelligente und nachhaltige Mobilität. Mit der Konzeption und Umsetzung wurden Padam Mobility und das Ingenieurbüro Setec beauftragt.

Um den umfangreichen Service bestmöglich umzusetzen, hat Padam Mobility zusammen mit Île-de-France Mobilités eine Funktion entwickelt, die auf dem Markt einzigartig ist: Die Mulitgebietsfunktion. Dieses Feature ermöglicht es, auf ein und derselben Plattform verschiedene On-Demand-Netzwerke zu verwalten, auch wenn sie unterschiedliche Gebiete abdecken. Die Mehrgebietsfähigkeit ist für eine Koordinierung auf regionaler Ebene unumgänglich. Auf diese Weise können verschiedene Anbieter und Anwendungsfälle Schritt für Schritt für den gesamten Großraum Paris integriert werden.

Im Jahr 2022 wurden mehr als 10 neue Gebiete mit dem Rufbusdienst von Île-de-France Mobilités bedient: Bassin Chellois, Dourdan, Étampes, Etrechy-Lardy, Essonne Sud Est, Créçois, Courtabœuf, Meaux & Ourcq, Val d’Yerres, Saint-Germain – Boucle de Seine, Plateau de Bièvre, Domont, etc. Der Dienst gilt als eines der flexibelsten und größten On-Demand-Transportnetzwerke der Welt.

TAD Île-de-France Mobilités ist ein Vorläufer dessen, was flexible Mobilität in der Zukunft sein wird. Eine Mobilität, die in der Lage ist, sich an die Bedürfnisse der Nutzer und der Gebiete anzupassen. Dank unserer technologischen Expertise und unseres Know-hows im ÖPNV-Sektor, können wir Île-de-France Mobilités dabei helfen, sich an der Spitze des Marktes zu positionieren.“

Grégoire Bonnat, CEO und Co-Gründer von Padam Mobility

Über Padam Mobility, ein Siemens Mobility Unternehmen

Seit 2014 entwickelt Padam Mobility digitale Lösungen für dynamische, On-Demand-Verkehre, um peri-urbane und ländliche Gebiete zu transformieren und Gemeinschaften näher zusammenzubringen. Dazu bietet das Unternehmen Verkehrsbetrieben und Kommunen eine Software-Suite mit intelligenten und flexiblen Lösungen an, die die Mobilität dort verbessern, wo die Nachfrage gering ist. Die Suite basiert auf leistungsstarken Algorithmen und künstlicher Intelligenz. Seit 2021 ist Padam Mobility Teil des Siemens-Konzerns und ergänzt dessen Portfolio digitater Verkehrs- und Mobilitätslösungen.

Über setec its, eine Tochtergesellschaft der setec-Gruppe

setec its ist auf die Entwicklung von Mobilitäts- und Stadtverkehrstechnik auf nationaler und internationaler Ebene spezialisiert. Das Unternehmen entwirft und entwickelt intelligente Verkehrsdienste, -systeme und -infrastrukturen. Es berät seine Kunden auch bei ihren strategischen Herausforderungen auf hohem technischen Niveau. setec its begleitet 360° Mobilitäts- und Transportbehörden, Gebietskörperschaften, Financiers, Hersteller und Industrieunternehmen bei Mobilitäts- und Transportprojekten. Seit Gründung des Unternehmens verfolgt setec its neue Innovationen: Digitalisierung von Dienstleistungen (MaaS), Dekarbonisierung der Mobilität, vernetzte und autonome Fahrzeuge, digitales Engineering (Simulationen, BIM & 3D+, KI, …).

Über R3LIEF

R3LIEF, eine eigenständige und innovative Kommunikationsagentur, begleitet verschiedene Akteure im Bereich Mobilität in Frankreich, der Schweiz und Belgien. Marketing- und Kommunikationsberatung, Grafikdesignstudio, Web-Lösungen, Fahrgastinformation und vieles mehr, R3LIEF hat ein Dienstleistungsangebot entwickelt, das speziell auf die öffentlichen Verkehrsbetriebe und die Betreiber des öffentlichen Verkehrs zugeschnitten ist.

Über Île-de-France Mobilités

Île-de-France Mobilités entwirft, organisiert und finanziert den öffentlichen Verkehr, neue Mobilitätsformen und nachhaltige Mobilität für die Region Paris. Als Herzstück des Verkehrsnetzes der Île-de-France vereint Île-de-France Mobilités alle Akteure (Fahrgäste, Abgeordnete, Bauunternehmen, Transportunternehmen, Infrastrukturbetreiber usw.). Île-de-France Mobilités wird von Valérie Pécresse, der Präsidentin der Region Île-de-France, geleitet und setzt sich aus der Region Île-de-France und den acht Départements der Ile-de-France zusammen. Somit ist die Vision des gesamten Verkehrswesens der Île-de-France (Zug, RER, U-Bahn, Straßenbahn, T Zen und Bus) unter einer Marke vereint.

 

Lesen Sie auch diesen Artikel: On-Demand-Mobilität – Die Weiterentwicklung des ÖPNV 

Lire la suite
1 2 3 4 8
Page 2 of 8