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Staatliche Aufgabenträger

Ist Demand-Responsive Transport (DRT) in städtischen Gebieten relevant?

Demand-Responsive Transport in urbanen Gebieten

Ist Demand-Responsive Transport in urbanen Gebieten relevant? In dieser Beitragsreihe versuchen wir, die gängigen Vorurteile über den bedarfsgesteuerten Verkehr (DRT) zu entkräften. Irrtum Nr. 3: „DRT ist etwas für den ländlichen Raum“.

Einige städtische Entscheidungsträger zögern, ein dynamisches DRT-Angebot einzurichten, da sie der Meinung sind, dass diese Mobilitätslösung vor allem die Bedürfnisse von Stadtrandgebieten und ländlichen Regionen befriedigt. Es stimmt zwar, dass DRT eine Lösung ist, die sich besonders für Gebiete mit geringer Bevölkerungsdichte eignet, dennoch ist ihre Implementierung in städtischen Gebieten aus mehreren Gründen sinnvoll.

Ein urbaner Service von Anfang an

Die ersten Formen von DRT entwickelten sich in einigen amerikanischen und europäischen Großstädten in der Zwischenkriegszeit, in einem von Wirtschaftskrise und Ressourcenknappheit geprägten Umfeld. Erste Spuren davon finden sich in der Region Paris in den 1930er Jahren in Form von Sammeltaxis, die ihren Kunden die Möglichkeit boten, innerstädtische Fahrten zu unternehmen, wobei sie ihre Fahrt mit anderen Personen teilten, um den Fahrpreis zu senken (Castex, 2017).

In Europa und Nordamerika entwickelten sich die Sammeltaxis allmählich zu regulären Formen des öffentlichen Verkehrs, die später offiziell Demand-Responsive Transport (DRT) genannt wurden. In Frankreich erschienen die ersten DRTs als organisierte und regulierte Transportsysteme dann auch tatsächlich in den Regionen mit den französischen Departement-Verkehrsplänen von 1974 und bekamen so ihren Ruf als Mobilitätslösung für den ländlichen Raum.

Eine Mobilitätslösung, die das konventionelle Verkehrsangebot wirksam ergänzt, unabhängig vom räumlichen Kontext

Der DRT ist nicht auf einen bestimmten Gebietstyp beschränkt. Im Gegenteil, seine Flexibilität, die schnelle Einsatzfähigkeit und seine infrastrukturelle Unabhängigkeit erlauben es ihm, alle Arten von Anwendungsfällen zu bedienen, unabhängig vom räumlichen Kontext, in dem er eingesetzt wird.

Generell wird sich der DRT überall dort als nützlich erweisen, wo das konventionelle Transportangebot seine Grenzen erreicht.

  • Wenn die Nachfrage zu gering, zu zerstreut oder zu ungleichmäßig ist, stellt der DRT das passende Mobilitätsangebot zur Verfügung oder ergänzt es (z.B. DRT-Angebote zu verkehrsschwachen Zeiten und in der Nacht, die sich vor allem an Jugendliche, Arbeitnehmer und Touristen richten.)
  • Wenn das Angebot unzureichend an die Bedürfnisse der schwachen Bevölkerungsgruppen angepasst ist, bietet der DRT zu jeder Tageszeit eine sichere und passgenaue Reiselösung (z. B. Shuttle-Dienste, die sich hauptsächlich an ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität und Minderjährige richten).
  • Wenn das konventionelle Angebot gesättigt ist, verstärkt es der DRT in doppelter Weise, auf den „schwarzen Flecken“ des bestehenden Netzes oder auf einer besonders gefragten Strecke (z.B. Flughafen-Shuttle).

 

Navettes Clam'Express
Clam’Express Shuttles in Clamart (Region Paris). Ausgestattet mit der Padam Mobility-Technologie, ermöglichen sie Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten als Ergänzung zum bestehenden Pariser Netz.

Außerdem ermöglicht der städtische DRT angepasste Lösungen zur Unterstützung spezifischer öffentlicher Maßnahmen:

  • Bekämpfung von Nachteilen bestimmter Gruppen (z. B. Shuttle-Service nur für Frauen).
  • Einige Stadtteile oder das Stadtzentrum für Fußgänger attraktiver machen (z. B. durch Shuttle-Service zu/von Parkplätzen am Stadtrand).

 

Mit dem DRT kann eine Stadtverwaltung symbolisch ihr Engagement für die Reduzierung des Verkehrsaufkommens und für eine stärker integrierte, integrative, zugängliche, intelligente und nachhaltige Mobilität zeigen.

 

Nachts in völliger Freiheit, Flexibilität und Sicherheit unterwegs sein – das Beispiel des Nachtbusses

Die Stadt Padua (Veneto, Italien) mit mehr als 210.000 Einwohnern hatte keine Lösung für den öffentlichen Nachtverkehr. Die herkömmlichen Busse stellten ihren Dienst um 21 Uhr ein, was ein Problem für das rege Nachtleben der Stadt darstellte. Die Implementierung einer sicheren Transportlösung am Abend und in der Nacht wurde zu einer Notwendigkeit, um das Lebensgefühl der Bevölkerung zu verbessern und die Attraktivität des Universitätscampus, der rund 60.000 Studenten beherbergt, zu erhalten.

Um diese Herausforderungen zu meistern, entschieden sich die lokalen Behörden für die Technologie von Padam Mobility, um in Zusammenarbeit mit Busitalia Veneto, dem lokalen Verkehrsbetrieb, einen nächtlichen städtischen DRT-Service zu errichten. Der DRT-Nachtbusservice wurde geschaffen. Er ist so konfiguriert, dass er eine adäquate Transportlösung bietet, die die Sicherheit der Nutzer, meist junge Menschen und Frauen, gewährleistet. Als Ergänzung des öffentlichen Verkehrsnetzes in den Abend- und Nachtstunden bedient der Service alle wichtigen nächtlichen Aktivitätszentren, auch die in den Außenbezirken, und bietet eine Alternative zu oft unfallträchtigen Fortbewegungsmitteln, wie Roller, Autos, Fahrräder, etc.).

Night Bus
Flyer für den Night Bus Service (Padova, Italien)

Der Erfolg des Nachtbusses ist groß, besonders bei den weiblichen Studenten. Bis heute verzeichnet er Ergebnisse, die weit über die ursprünglichen Prognosen hinausgehen:

  • Seit der Einführung des Services wurden bereits mehr als 12.000 Fahrgäste befördert
  • Bis zu 2400 Buchungen pro Monat
  • Bis zu 2500 Downloads der App pro Monat
  • Bis zu 80 % Pooling-Rate

 

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Umfrage: Welche Bedürfnisse Ihre mobilitätseingeschränkten Nutzer wirklich haben

DRT and Paratransit: Woman in a wheelchair is waiting.

75 % der mobilitätseingeschränkten Nutzer sich mit den barrierefreien Verkehrsangebot unzufrieden, wie eine Umfrage von Padam Mobility ergeben hat. Finden Sie heraus, was mobilitätseingeschränkte Fahrgäste wirklich von einer barrierefreien Mobilität erwarten und wie sie diese Bedürfnisse mit Ihrem Service gerecht werden können.

Fast 8 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland. Aber noch viel mehr Menschen sind auf barrierefreie Mobilitätsdienste angewiesen: ältere Menschen, Verletzte, Personen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Mehr als 90 % der Menschen mit eingeschränkter Beeinträchtigung nutzen öffentliche Verkehrsmittel. Daher ist es unerlässlich; dass Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen gemeinsam neue barrierefreie Angebote schaffen. Finden Sie heraus, was mobilitätseingeschränkte Fahrgäste wirklich wollen und wie Sie ihre Bedürfnisse erfüllen können.

 

Warum Benutzer mit barrierefreien Verkehrsangeboten unzufrieden sind

Mit 90 % nutzt die Mehrheit der Befragten mindestens zweimal pro Woche den ÖPNV. Jedoch müssen 60 % von ihnen ihre Aktivitäten meist an den Fahrplan ihres lokalen Verkehrsdienstes planen. Spontane Nutzung unter 24 Stunden steht nur denjenigen offen, die über ein eigenes Fahrzeug verfügen.

Fixe Fahrpläne machen eine flexible Mobilität unmöglich und können lange Wartezeiten, Verspätungen oder verfrühte Ankunft nicht vermeiden. Da mehr als 70 % der mobilitätseingeschränkten Menschen am Stadtrand wohnen und somit zu verschiedenen Zeiten zu verschiedenen Orten wollen, ist der Bedarf eines flexiblen barrierefreien Verkehrs sehr hoch.

Auch die Barrierefreiheit ist ein zweitwichtigster Punkt für die Betroffenen. Neben nicht barrieren Bushaltestellen und Fahrzeugen stellt auch die Buchung einer Fahrt eine Herausforderung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität dar. Die meisten Dienstleistungen sind nicht digitalisiert und können daher bei der Buchung einer Fahrt keine zusätzlichen Verweilzeiten für Rollstuhlfahrer berücksichtigen. Eine digitale Softwarelösung ermöglicht einen benutzerfreundlichen und effizienten Service.

Nicht zuletzt sind Sicherheit und Komfort das drittgrösste Bedürfnis, das von Nutzern mit eingeschränkter Mobilität geäußert wird. Das kann beispielsweise durch die Reservierungsoption von Rollstuhlstehplätzen oder das gemeinsame reisen mit Dritten geschehen.

 

Der dynamische DRT für mobilitätseingeschränkte Personen

Demand Responsive Transport (DRT) bietet die Möglichkeit, einen barrierefreien öffentlichen Verkehr zu schaffen, der sich auf die Nutzer und nicht auf den Fahrplan konzentriert. Über 70 % der befragten mobilitätseingeschränkten Nutzer leben in Stadtrandgebieten. Mit einem Tür-zu-Tür-Service kann DRT eine barrierefreie Mobilität ermöglichen. Durch die Buchungsmöglichkeiten wie die Anzahl der Rollstuhlstehplätze und die Buchung durch Dritte können die Verkehrsbetriebe kosteneffizient die Barrierefreiheit ihres Services erhöhen.

Wie DRT und barrierefreie Beförderung eine Mobilität für alle schafft, zeigt der On-Demand-Service RésaGO. In Zusammenarbeit mit Padam Mobility betreibt Keolis den DRT-Dienst in Châlons-en-Champagne (Frankreich), um den Verkehrsservice im Ballungsraum zu digitalisieren. Der intelligente Shared-Mobility-Dienst ermöglicht den Fahrgästen, Fahrten in Echtzeit zu buchen und einen Stehplatz für Kinderwagen oder Rollstuhl zu reservieren. Dadurch wird der Transport für alle zugänglich und flexibel.

Jede Stadt, jeder Landkreis oder jedes Dorf kann ein intelligenten barrierefreien DRT in bestehende Mobilitätsangebot integrieren. Vor allem Gemeinden können von einem barrierefreien ÖPNV profitieren, da sie dadurch als Wohnort für Menschen attraktiver werden, die auf ein eigenes Auto verzichten wollen und eine flexible Beförderung benötigen.

Betreiben Sie einen Behindertentransport an oder möchten Ihre Verkehrsangebote barrierefrei gestalten? Welche Bedürfnisse und Schwierigkeiten kennen Sie von Ihren Fahrgästen? Kommentieren Sie diesen Artikel und teilen Sie uns Ihre Gedanken mit!

 

                                 

 

Weitere Informationen über DRT und barrierefreien Verkehr finden Sie auf der Webseite von Padam Mobility.

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Mobilität auf dem Land: Machen Sie Ihre Kommunen mobil!

Mobilité territoire

Die Mobilität auf dem Land und in periurbanen Gebieten ist oft sehr begrenzt. Die Gründe sind vielfältig: zu geringe oder verstreute Nachfrage, zu großes Bediengebiet und zu unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse. Das erschwert Kommunen und öffentliche Verkehrsträger, ein einheitliches Mobilitätsangebot für mehrere Bediengebiete zu schaffen. Padam Mobility bietet eine Softwarelösung, die eine verschiedene On-Demand-Mobilitätsdienste von verschiedenen Verkehrsbetrieben und Gemeinden mit einer Plattform flexibel zu verwalten.

Shared-Mobility auf dem Land etablieren

Während die so genannten „alternativen“ Mobilitätsangebote, die die Verlagerung auf den modalen Verkehr fördern und sich gegen das Modell des Alleinfahrers behaupten, versuchen, ihren Platz in den Randgebieten zu finden […] erschwert die geringe Bevölkerungsdichte die Aufgabe als in Ballungsräumen – wo der Mobilitätsservice von privaten Verkehrsträgern (Carsharing, Fahrgemeinschaft) besser zugänglich sind […]. Zwar gibt es viele Anzeichen für das Aufkommen alternativer Mobilität in Stadtrandgebieten, doch scheint dies noch nicht ausreichend zu sein, um zu einem nicht-automobilen Lebensstil überzugehen.

Marc Dumont, Professor für Stadtplanung an der Universität Lille in „Les mobilités alternatives restent une mobilité de complément, pas une mobilité de substitution“ (dt. Alternative Mobilitäten bleiben eine ergänzende Mobilität, keine Ersatzmobilität).

Diese Hürden sind zu überwinden, um Shared Mobility auch auf dem Land zu ermöglichen. Dazu hat das Team von Padam Mobility ihre Softwarelösungen für Demand Responsive Transport (DRT) für eine Multigebietsfunktion entwickelt.  Diese einzigartige Funktion ermöglicht es, verschiedene DRT-Dienste mit einer einzigen Plattform flexibel zu verwalten.

Shared-Mobility-Services und Verkehrsanbieter unter einer Marke

Die Multigebietsfunktion ist besonders geeignet, wenn mehrere Aufgabenträger für die Mobilität verschiedener Gebiete oder sogar einer Region verantwortlich sind. Sie erlaubt es, je nach Gebiet und Use Case individuelle Parameter für den Mobilitätsservice festzulegen und umzusetzen.

Wie erfolgreich diese Funktion sein kann, zeigt das Beispiel Ile-de-France. Die 12.000 km2 große französische Region, die u. a. den Großraum Paris umfasst, hat sich für die Multigebietsarchitektur entschieden, um die Bedarfsverkehrs auf regionaler Ebene zu koordinieren. Für den verantwortlichen Aufgabenträger Île-de-France Mobilités wurde dafür eine Verwaltungsplattform entwickelt und schrittweise durch die DRT-Services erweitert. 2022 wird die regionale Plattform dank der Multigebietsfunktion fast 60.000 Buchungen pro Monat (aktuell sind es 12.000) verwalten können. Auch sollen 40 Gebiete (aktuell 23) durch mehr als 8 Verkehrsbetreiber bedient werden.

 

Multigebiets-Architektur: eine Softwarelösung für verschiedene Gebiete und Use Cases.
Multigebietsfunktion: eine Softwarelösung für verschiedene Gebiete und Use Cases.
Multigebiets-Architektur: Mit einem Klick kann der Nutzer sein Gebiet in der Mobilitätsapp auswählen.
Multigebietsfunktion: Mit einem Klick kann der Nutzer sein Gebiet in der Mobilitätsapp auswählen.

Die Multigebietsfunktion ermöglicht:

  • eine Oberfläche für alle Nutzer, um eine einfache und vor allem einheitliche Nutzererfahrung zu schaffen. Da eine Mobilitätsapp für mehrere Bediengebiete angeboten wird, können Verkehrsbetriebe ihre Kommunikation verbessern und Kosten für die Nutzerakquise senken;
  • verschiedene Mobilitätsdienste unter einer Marke und durch eine Zentrale steuerbar;
  • flexible Verwaltung unabhängig der lokalen Verkehrsbetriebe;
  • vollständige Datenkontrolle für eine bessere Datentransparenz und -neutralität;
  • optimierte Kostenkontrolle für den Servicebetrieb.
Multigebiets-Architektur: Verschiedene Bediengebiete werden durch eine Mobilitätsapp verbunden.
Multigebietsfunktion: Verschiedene Bediengebiete werden durch eine Mobilitätsapp verbunden.

Diese Funktionalität erlaubt alle Arten von Servicekonfigurationen zu jeder Tages- und Jahreszeit.

Wir können uns sehr gut vorstellen, dass in einem oder mehreren Gebieten ein Service für Demand Responsive Transport für die Bevölkerung attraktiv ist. Als Feederdienst können Menschen zu Verkehrsknotenpunkten oder Gewerbegebiete während der Hauptverkehrszeiten befördert werden. Zu den Nebenverkehrszeiten kann ein barrierefreier Shuttledienst angeboten werden, damit Jung und Alt weiterhin mobil bleibt. Für den abendlichen und Nachtverkehr kann eine kleine Flotte von Minibussen eingesetzt werden,  um insbesondere für junge Erwachsende und Studierende eine sichere und bequeme Beförderung anzubieten.

Während der Schulferien kann der Demand Responsive Transport angepasst werden und durch Haltepunkte an Sport- und Freizeiteinrichtungen erweitert werden. Auch für Touristen kann ein DRT-Service eingerichtet werden, um touristische Attraktionen erreichbarer zu machen. Auch in Ausnahmesituationen wie bei Gesundheitskrisen kann eine sichere Beförderung beispielsweise des Gesundheitspersonals gewährleistet werden, indem ein DRT-Dienst zu einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Haltepunkt fährt. So kann das Risiko einer Ansteckungsgefahr drastisch reduziert werden.

Die Möglichkeiten durch Demand Responsive Transport sind unendlich.

Multigebiets-Architektur: Verschiedene Use Cases können in der digitalen Mobilitätslösung verknüpft werden.
Multigebietsfunktion: Verschiedene Use Cases können in der digitalen Mobilitätslösung verknüpft werden.
Mobilitätsservices für Bediengebiete neu schaffen oder erweitern

Durch die Multigebietsfunktion können verschiedene DRT-Services nicht nur konfiguriert und verwaltet werden, neue Angebote geschaffen und bestehende Verkehrsservices erweitert werden. So kann eine Verkehrsbehörde ein Serviceangebot in einem Bediengebiet testen und später auch weitere Gebiete ausweiten. Durch eine automatische Aktualisierung der Mobilitätsapp können Nutzer direkt von neuen Mobilitätsangeboten profitieren. Zusätzlich garantiert die App, dass jeder Zugang zu neuen und bestehenden Verkerhsangeboten haben.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es besonders einfach ist, ein Gebiet individuell zu konfigurieren (z. B. Buchungs- oder Änderungsfristen, Umleitungstarife, Fahrzeugtyp, Fahrpläne). Durch die Serviceerweiterungen oder Schaffung neuer Serviceangebote, kann schneller auf Mobilitätsänderungen in Gebieten reagiert und die Bedürfnisse der Nutzer individuell befriedigt werden.

 

Erfahren Sie mehr auf Padam Mobility.

Wenn Sie sich für Mobilität auf dem Land interessieren, dann lesen Sie folgenden Artikel: Demand Responsive Transport für Kommunen und Gemeinden.

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Corona-Pandemie: Das Auto-Gespenst geht wieder um

La voiture individuelle est de retour

Nach dem Engagement, die Straßen von Autos zu befreien, hat die aktuelle Corona-Krise die Karten neu gemischt. Der öffentliche Nahverkehrs wird nur noch selten genutzt. Die Gefahr besteht, dass Leute erst recht auf das Auto als Fortbewegungsmittel zurückgreifen.

Die einzige positive Nachricht, die während der Corona-Pandemie zu vermelden war, der Rückgang der CO2-Emissionen weltweit um bis zu 17 %. In Deutschland wurden im April 26 % weniger Treibhausgase emittiert.

Ein Comeback der Verkehrsstaus?

Nachhaltige Mobilität leidet derzeit unter die aktuelle Pandemie und des Gesundheitsrisikos. Um eine Infektionsgefahr zu vermeiden, meiden viele Menschen Bus und Bahn. Dadurch nimmt die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel stetig ab. Laut Statistischem Bundesamt sind die Fahrgastzahlen im Fern- und Nahverkehrs um 46 % verringert. Im Oktober sind die täglichen Fahrten mit dem Bahnfernverkehr zum Vorjahresniveau sogar um 50 % gesunken.

Politik und Verkehrsbetriebe stehen vor der Problematik, den ÖPNV wieder attraktiv für die Bürgerinnen und Bürger zu machen bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen.

Auch das Auto wurde während der Corona-Zeit öfter stehen gelassen. Jedoch hat dies nichts an seiner Beliebtheit geändert. 75 % der Deutschen sehen das Auto als unverzichtbares Verkehrsmittel an, so der Mobilitätsmonitor 2020. Auch die Pkw-Zulassungen in Deutschland deuten auf ein Comeback des Autofahrens hin: Im Oktober 2020 vermeldete das Kraftfahrt-Bundesamt über 265.000 Pkw-Neuzulassungen, ein Plus von 8,4 % zum Vorjahresmonat. Auch ein Blick nach China zeigt, dass Privatautos wieder verstärkt genutzt werden. Die Ipsos-Umfrage in China ergab, dass 66 % der befragten Chinesen das Auto als Fortbewegungsmittel nutzen wollen. Vor dem Pandemie-Ausbruch waren es lediglich knapp 34 %.

Ja zu alternativen Verkehrslösungen

Egal ob in der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land – wir können nicht auf eine nachhaltige Mobilität auf den Straßen verzichten. Es gibt daher nur einen Weg, dies zu erreichen: verantwortungsvoller handeln! Das bedeutet, dass jeder eine Maske trägt und aktuellen Einschränkungen respektiert – auf der Straße und auch in Bus und Bahn. Verkehrsbetriebe setzen Hygienemaßnahmen um, es liegt aber auch an uns, dass diese eingehalten werden. Nur so kann eine sichere Nutzung des ÖPNV gewährleistet werden und weiterhin ein Beitrag für die Umwelt geleistet werden.

Durch Mobilitätslösungen wie dem Demand Responsive Transport (DRT) kann der ÖPNV sicher und bedarfsgerecht auch während der Pandemie angeboten werden. So hat die Technologie von Padam Mobility Verkehrsbetrieben geholfen, die Fahrgastauslastung zu steuern, um den Mindestabstand zwischen Fahrgästen zu garantieren. Durch die Buchung in Echtzeit war es möglich, die Fahrten einfacher zu koordinieren und schneller auf die veränderte Nutzeranfrage zu reagieren. SO konnten Nutzer direkt über die Mobilitätsapp über alternative Fahrten informiert werden, wenn die gewünschte Buchung schon ausgefüllt war. Auch konnten die Verkehrsunternehmen zusätzliche Haltestopps zu Krankenhäusern oder Gesundheitsämtern integrieren, um den aktuellen Bedürfnissen ihrer Nutzer zu erfüllen.

Die Kunden von Padam Mobility konnten durch die digitalen Lösungen ihren Verkehrsservice auf die Veränderungen durch die Pandemie schnellstmöglich anpassen. So kann Sicherheit und nachhaltige Mobilität vereint werden – zum Schutz der Menschen und Umwelt.

Ein Kommentar von Thibault Lécuyer-Weber, Chief Marketing Officer bei Padam Mobility

Sie interessieren sich, wie Padam Mobility bei der Umsetzung von Hygienevorschriften helfen kann? Dann lesen Sie diesen Artikel:
Padam Mobility bietet digitale Lösungen zur Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Verkehr

 

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Demand Responsive Transport: Ist eine Budgetkontrolle möglich?

Ist es möglich, das Budget bei Demand Responsive Transport (DRT) zu kontrollieren? Diese und weitere Fragen kommen auf, wenn über flexibler Bedarfsverkehr und Shared Mobilität gesprochen wird. In unserer Artikelserie wollen wir Fragen und Missverständnisse rund um DRT klären.

Eins der häufigsten Missverständnisse ist, dass das Budget bei steigenden Servicenutzung schwer zu kontrollieren sei. Vor diesem Hintergrund werden dynamische DRT-Dienste integriert mit der Hoffnung, dass diese wenig genutzt werden. Die Angst, dass Demand Responsive Transport bei hoher Nutzung teuer wird, steht im Kontrast zum Ziel, ein attraktives und bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot im ÖPNV anzubieten.

Im Folgenden soll aufgezeigt werden, wie Sie Ihr Budget bei DRT-Services kontrollieren können.

Budget festlegen

Aufgabenträger können schon direkt vor der Auftragsvergabe für Budgetsicherheit sorgen. Um das Budget für den DRT-Service zu bestimmen, ist zu klären, wie viele Fahrzeuge maximal für den DRT-Service eingeplant werden und wie viele Fahrten pro Tag zu erwarten sind. Auch die Kalkulation der variablen Servicekosten bei einer maximalen Fahrgast-Auslastung hilft bei der Budgetplanung.

Wie bei allen Mobilitätsangeboten gilt auch bei DRT: Ein attrakitver Verkehrsservice zeigt sich erst an einer hohen Anzahl von gebuchten Fahrten. Ein kostengünstigstes Verkehrsangebot mag budgetfreundlich sein, wird aber nicht zu 100 Prozent den Bedürfnissen der Fahrgäste gerecht. Daher sollte Bedarfgerechtigkeit im Fokus bei jeder Auftragsvergabe stehen und mit dem bestehendem Budget das bestmögliche Service gewählt werden.

Serviceumfang vorab definieren

Wenn die maximalen Kosten festgelegt sind, kann der DRT-Service budgetorientiert geplant werden. Mit dem Simulations-Tools von Padam Mobility haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, mithilfe von Algorithmen die Fahrstrecken automatisch zu brechnen. So werden Ihnen direkt die passendstenVerkehrdesigns vorgeschlagen. So lässt sich problemlos bestimmen, wo eine virtuelle Linie einem einem fixen Linienverkehr vorgezogen werden kann.

Bei der budgetorientierte Planung des DRT-Services kann bedarfsgerechte Funktionen umgesetzt werden. Fahrtbuchungen in Echtzeit, verkürzte Buchungsfristen und Echtzeit-Benachrichtungen über die eigenen Fahrten schaffen eine hohe Nutzerfreundlichkeit mit dem DRT-Dienst.

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Demand Responsive Transport für Kommunen und Gemeinden

Demand Responsive Transport für Kommunen und Gemeinden. Die Mobilität im ländlichen Raum steht vor großen Herausforderungen. Durch die Landflucht vor allem jüngerer Menschen nimmt die Verkehrsbelastung ab. Kommunen müssen bei der Planung des öffentlichen Personennahverkehr neue Wege finden, um bedarfsgerechte und kosteneffiziente Verkehrsangebote zu schaffen.

Demand Responsive Transport (flexibler Bedarfsverkehr), kurz DRT, ermöglicht Kommunen und Gemeinden, ihr Verkehrsangebot neu auszurichten und sie bedarfsgerecht und individuell zu gestalten. Dafür bietet Padam Mobility intelligente und dynamische Softwarelösungen für den DRT an, die an die unterschiedlichen kommunalen Herausforderungen anpassen lässt.  Durch seine flexible Integration lässt sich DRT als zusätzlicher Mobilitätsbaustein in bestehende Verkehrsnetze einfach integrieren.

Wie dies funktioniert, können Sie im Folgenden lesen:

Barrierefreiheit schaffen

Ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Gehstock: Ein barrierefreie Mobilität ermöglicht allen Menschen, sich freu zu bezegen und somit am sozialen Leben teilnehmen zu können. So ermöglichen Bus und Bahn den Weg zur Arbeit, Konzert oder öffentlichen Einrichtungen. Daher hat das Bundesverkehrsministerium die Barrierefreiheit als ein wichtiges Qualitätskriterium für den öffentlichen Personennahverkehr angesehen. Aber wie lässt sich ein barrierefreie Mobilität im ländlichen Raum schaffen, die auch kosteneffizient ist?

Demand Responsive Transport bietet individuelle barrierefreie Mobilitätslösungen für Kommunen an. Mit der Integration des dynamischen und intelligenten DRT mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln können Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger das bestehende Verkehrsangebote für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen verbessern. So ermöglichen eine Mobilitäts-App und Buchungswebseite, dass mobilitätseingeschränkte Personen selbstständig Buchungen in Echtzeit oder im Voraus durchführen können. Zusätzlich können die Fahrgästen die Anzahl von Sitzplätze und Rollstuhlplätze direkt bei der Buchung angeben. Speziell für die Behindertenmobilität kann eine Callcenter eingerichtet werden, sodass Familienangehöriger oder Krankenpfleger eine Buchung vornehmen können.

Durch diese Service-Angebote können Verkehrsangebote optimal an die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Menschen angepasst werden. Gleichzeitig kann sichergestellt werden, dass der Verkehrsservice nur zu den Zeiten aktiv ist, zu denen es auch wirklich benötigt wird. So können Kosten, die bei unausgelasteten fixen Linien entstehen, durch einen flexiblen Shuttle vermieden kann.

Ein barrierefreier Verkehr im ländlichen Raum kann mit digitalen Lösungen umgesetzt und attraktiv gestalotet werden. Individuelle Bedürfnisse, zum Beispiel ein Tür-zu-Tür-Service, oder eine Anbindung zu bestehen Verkehrsnetzen sind weitere Optionen, wie eine barrierefreie Mobilität zu den individuellen Bedürfnissen von Kommunen geschaffen werden kann.

DRT als Baustein für die kommunale Verkehrswende

Kommune müssen bei der Verkehrsplanung stets einen Balanceakt zwischen attraktiven Mobilitätsangebote und einer effizienten Verkehrsplanung schaffen. Durch Fördergelder für nachhaltige Mobilitätsprojekte wie das Sofortprogramm “Saubere Luft 2017 – 2020” vom Bundesverkhersministerium können Kommunen ihre Projektideen in die Tat umsetzen.

Demand Responsive Transport kann ein interessanter Baustein in Mobilitätsprojekte sein, um einen bedarfsgerechten Verkehr zu gewährleisten und gleichzeitig Leerfahrten zu vermeiden. Die DRT-Lösungen von Padam Mobility bieten Optimierungsalgorithmen, die es erlauben, die Anzahl und Auslastung der Fahrzeuge zu optimieren, um Leerfahrten zu vermeiden.

So können mit den Simulations-Tools von Padam Mobility Fahrzeiten und -strecken optimal berechnet werden. Auch kann bestimmt werden, wo virtuelle und zonale Verkehrsdesigns eine attraktivere ALternative zu fixen Linien darstellen. So können zielgerichtet unausgelastete Buslinien durch smarte Mini-Busse und Shuttles ersetzt werden, die Fahrgäste zum nächstgelegenen Ort oder zu einem bestehen Verkehrspunkt bringen.

DRT ermöglicht einen flexiblen Personenverkehr

Durch DRT-Lösungen können Verkehrsunternehmen einen flexible Mobilitäts garantieren. Das wurde insbesondere während Covid19 deutlich. Durch die flexible Konfigurationsmöglichkeit konnten die Kunden von Padam Mobility ihren Verkehrsservice aufrechterhalten und Hygienevorschriften in Echtzeit umsetzen:

  • Die Anzahl der Sitzplätze in den Fahrzeugen wurden reduziert und begrenzt für Buchungen angeboten. Dadurch konnten Fahrgäste unter Einhaltung des Mindestabstandes reisen. Je nach lokalen Hygienerichtlinien konnte die Fahrzeugauslastung um 20, 40 oder 60 Prozent in Echtzeit festgelegt werden. Diese Änderungen können bei Auflockerungen der Hygienemaßnahmen direkt rückgängig gemacht werden..
  • Durch Kartenzahlung vor Fahrtantritt mussten Fahrgäste nicht mehr beim Busfahrer bezahlen. Somit konnte ein direkter Kontakt zwischen Fahrpersonal und Fahrgästen vermieden werden.
  • Durch eine Service-Konfigurationen in nur wenigen Stunden konnten neue Standorte wie Krankenhäuser als Haltestopps festgelegt werden.
  • Die Beförderung ausgewählter Gruppen, zum Beispiel Gesundheitspersonal oder Senioren, wurde im DRT-Service hinterlegt, um diesen Gruppen bevorzugt eine schnelle Mobilität zu bieten.

Nbene der aktuellen Situation können auch Naturereignissen den Personenverkehr einschränken. DRT-Dienste können in solchen Fällen schnell und unkompliziert angepasst werden, um beispielsweise Risikogebieten nicht mehr anzufahren oder den Verkehrsservice kurzfristig zu pausieren. Somit können Schäden vermieden und eine Bereitstellung des öffentlichen Verkehrs auch in schwierigen Zeiten gewährleistet werden.

Wie Demand Responsive Transport erfolgreich im ländlichen Raum eingesetzt werden kann, erfahren Sie im Interview mit Arnould Catherine, Ratsmitglied der frz. Gemeinschaft Cotentin (verfügbar auf Englisch).

Entdecken Sie die Mobilitätslösungen von Padam Mobility für den ländlichen Raum.

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