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Mobilität auf dem Land: Machen Sie Ihre Kommunen mobil!

Mobilité territoire

Die Mobilität auf dem Land und in periurbanen Gebieten ist oft sehr begrenzt. Die Gründe sind vielfältig: zu geringe oder verstreute Nachfrage, zu großes Bediengebiet und zu unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse. Das erschwert Kommunen und öffentliche Verkehrsträger, ein einheitliches Mobilitätsangebot für mehrere Bediengebiete zu schaffen. Padam Mobility bietet eine Softwarelösung, die eine verschiedene On-Demand-Mobilitätsdienste von verschiedenen Verkehrsbetrieben und Gemeinden mit einer Plattform flexibel zu verwalten.

Shared-Mobility auf dem Land etablieren

Während die so genannten “alternativen” Mobilitätsangebote, die die Verlagerung auf den modalen Verkehr fördern und sich gegen das Modell des Alleinfahrers behaupten, versuchen, ihren Platz in den Randgebieten zu finden […] erschwert die geringe Bevölkerungsdichte die Aufgabe als in Ballungsräumen – wo der Mobilitätsservice von privaten Verkehrsträgern (Carsharing, Fahrgemeinschaft) besser zugänglich sind […]. Zwar gibt es viele Anzeichen für das Aufkommen alternativer Mobilität in Stadtrandgebieten, doch scheint dies noch nicht ausreichend zu sein, um zu einem nicht-automobilen Lebensstil überzugehen.

Marc Dumont, Professor für Stadtplanung an der Universität Lille in “Les mobilités alternatives restent une mobilité de complément, pas une mobilité de substitution” (dt. Alternative Mobilitäten bleiben eine ergänzende Mobilität, keine Ersatzmobilität).

Diese Hürden sind zu überwinden, um Shared Mobility auch auf dem Land zu ermöglichen. Dazu hat das Team von Padam Mobility ihre Softwarelösungen für Demand Responsive Transport (DRT) für eine Multigebietsfunktion entwickelt.  Diese einzigartige Funktion ermöglicht es, verschiedene DRT-Dienste mit einer einzigen Plattform flexibel zu verwalten.

Shared-Mobility-Services und Verkehrsanbieter unter einer Marke

Die Multigebietsfunktion ist besonders geeignet, wenn mehrere Aufgabenträger für die Mobilität verschiedener Gebiete oder sogar einer Region verantwortlich sind. Sie erlaubt es, je nach Gebiet und Use Case individuelle Parameter für den Mobilitätsservice festzulegen und umzusetzen.

Wie erfolgreich diese Funktion sein kann, zeigt das Beispiel Ile-de-France. Die 12.000 km2 große französische Region, die u. a. den Großraum Paris umfasst, hat sich für die Multigebietsarchitektur entschieden, um die Bedarfsverkehrs auf regionaler Ebene zu koordinieren. Für den verantwortlichen Aufgabenträger Île-de-France Mobilités wurde dafür eine Verwaltungsplattform entwickelt und schrittweise durch die DRT-Services erweitert. 2022 wird die regionale Plattform dank der Multigebietsfunktion fast 60.000 Buchungen pro Monat (aktuell sind es 12.000) verwalten können. Auch sollen 40 Gebiete (aktuell 23) durch mehr als 8 Verkehrsbetreiber bedient werden.

 

Multigebiets-Architektur: eine Softwarelösung für verschiedene Gebiete und Use Cases.
Multigebietsfunktion: eine Softwarelösung für verschiedene Gebiete und Use Cases.
Multigebiets-Architektur: Mit einem Klick kann der Nutzer sein Gebiet in der Mobilitätsapp auswählen.
Multigebietsfunktion: Mit einem Klick kann der Nutzer sein Gebiet in der Mobilitätsapp auswählen.

Die Multigebietsfunktion ermöglicht:

  • eine Oberfläche für alle Nutzer, um eine einfache und vor allem einheitliche Nutzererfahrung zu schaffen. Da eine Mobilitätsapp für mehrere Bediengebiete angeboten wird, können Verkehrsbetriebe ihre Kommunikation verbessern und Kosten für die Nutzerakquise senken;
  • verschiedene Mobilitätsdienste unter einer Marke und durch eine Zentrale steuerbar;
  • flexible Verwaltung unabhängig der lokalen Verkehrsbetriebe;
  • vollständige Datenkontrolle für eine bessere Datentransparenz und -neutralität;
  • optimierte Kostenkontrolle für den Servicebetrieb.
Multigebiets-Architektur: Verschiedene Bediengebiete werden durch eine Mobilitätsapp verbunden.
Multigebietsfunktion: Verschiedene Bediengebiete werden durch eine Mobilitätsapp verbunden.

Diese Funktionalität erlaubt alle Arten von Servicekonfigurationen zu jeder Tages- und Jahreszeit.

Wir können uns sehr gut vorstellen, dass in einem oder mehreren Gebieten ein Service für Demand Responsive Transport für die Bevölkerung attraktiv ist. Als Feederdienst können Menschen zu Verkehrsknotenpunkten oder Gewerbegebiete während der Hauptverkehrszeiten befördert werden. Zu den Nebenverkehrszeiten kann ein barrierefreier Shuttledienst angeboten werden, damit Jung und Alt weiterhin mobil bleibt. Für den abendlichen und Nachtverkehr kann eine kleine Flotte von Minibussen eingesetzt werden,  um insbesondere für junge Erwachsende und Studierende eine sichere und bequeme Beförderung anzubieten.

Während der Schulferien kann der Demand Responsive Transport angepasst werden und durch Haltepunkte an Sport- und Freizeiteinrichtungen erweitert werden. Auch für Touristen kann ein DRT-Service eingerichtet werden, um touristische Attraktionen erreichbarer zu machen. Auch in Ausnahmesituationen wie bei Gesundheitskrisen kann eine sichere Beförderung beispielsweise des Gesundheitspersonals gewährleistet werden, indem ein DRT-Dienst zu einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Haltepunkt fährt. So kann das Risiko einer Ansteckungsgefahr drastisch reduziert werden.

Die Möglichkeiten durch Demand Responsive Transport sind unendlich.

Multigebiets-Architektur: Verschiedene Use Cases können in der digitalen Mobilitätslösung verknüpft werden.
Multigebietsfunktion: Verschiedene Use Cases können in der digitalen Mobilitätslösung verknüpft werden.
Mobilitätsservices für Bediengebiete neu schaffen oder erweitern

Durch die Multigebietsfunktion können verschiedene DRT-Services nicht nur konfiguriert und verwaltet werden, neue Angebote geschaffen und bestehende Verkehrsservices erweitert werden. So kann eine Verkehrsbehörde ein Serviceangebot in einem Bediengebiet testen und später auch weitere Gebiete ausweiten. Durch eine automatische Aktualisierung der Mobilitätsapp können Nutzer direkt von neuen Mobilitätsangeboten profitieren. Zusätzlich garantiert die App, dass jeder Zugang zu neuen und bestehenden Verkerhsangeboten haben.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es besonders einfach ist, ein Gebiet individuell zu konfigurieren (z. B. Buchungs- oder Änderungsfristen, Umleitungstarife, Fahrzeugtyp, Fahrpläne). Durch die Serviceerweiterungen oder Schaffung neuer Serviceangebote kann schneller auch Mobilitätsänderungen in Gebieten reagiert und die Bedürfnisse der Nutzer individuell befriedigt werden.

 

Erfahren Sie mehr auf Padam Mobility.

Wenn Sie sich für Mobilität auf dem Land interessieren, dann lesen Sie folgenden Artikel: Demand Responsive Transport für Kommunen und Gemeinden.