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Verkehrsbetriebe

On-Demand-Mobilität: Die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs

Bus sur un parking

Das öffentliche Transportangebot flexibler und integrativer gestalten, die regionale Vernetzung in dünn besiedelten Gebieten verbessern, eine Zubringerlösung zum Hauptverkehrsnetz anbieten… Es gibt viele Vorteile von On-Demand-Mobilität, aber welche Anwendungsbereiche gibt es? 

Von Padam Mobility abgedeckte Anwendungsfälle für den dynamischen On-Demand-Transport

Anwendungsfall 1: On-Demand-Transport in Stadtrandgebieten

Die Anbindung der Randgebiete an das bestehende öffentliche Nahverkehrsnetz ist eine der großen Herausforderungen für Städte. Es ist manchmal kontraproduktiv und zudem sehr teuer, neue feste Linien einzurichten. Viele Städte wie Straßburg oder Orléans setzen daher auf dynamische, bedarfsgesteuerte Verkehrslösungen:

  • Periurbane Gebiete miteinander verbinden.
  • Eine Mobilitätslösung für den ersten und letzten Kilometer bereitstellen.
  • Betriebskosten optimieren und gleichzeitig den digitalen Übergang von Bedarfsverkehren unterstützen.
  • Einen Service anbieten, der den konventionellen ÖPNV ergänzt und eine Alternative zum Privatauto darstellt.

Anwendungsfall 2: On-Demand-Transport in ländlichen Regionen

Ländliche Gebiete sind für Mobilitätsanbieter eine echte Herausforderung, da hier in der Regel die Nachfrage gering und die Fahrtrouten sehr lang sind. Trotzdem sind gerade ältere oder junge Menschen auf einen gut funktionierenden ÖPNV angewiesen. Die Lösungen von Padam Mobility können Gebiete mit geringer Bevölkerungsdichte daher folgendermaßen unterstützen:

  • Erschließung von schwer zugänglichen Gebieten
  • Steigerung der Standortattraktivität
  • Geeignete Alternative zum privaten Pkw
  • Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrgemeinschaften

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Anwendungsfall 3: Transport von Menschen mit eingeschränkter Mobilität (Paratransit)

Die Verbesserung der Mobilität von Personen mit eingeschränkter Mobilität durch Bedarfsverkehre ist ein wichtiges Ziel des Transport-On-Demand. Er ist der weltweit am weitesten verbreitete Anwendungsfall, und viele Menschen assoziieren On-Demand-Mobilität automatisch mit Paratransit. Die Padam Mobility-Lösungen unterstützen Paratransit-Dienste folgendermaßen:

  • Mobilität aller gewährleisten
  • Stärkung der Unabhängigkeit von Menschen mit eingeschränkter Mobilität
  • Den Zugang zu Dienstleistungen und Arbeitsplätzen verbessern
  • Optimierung der Betriebskosten bei gleichzeitiger Modernisierung der bestehenden Paratransit-Dienste
  • Bereitstellung eines universellen Transportdienstes durch die Zusammenlegung von On-Demand-Diensten und Paratransit
  • Einen zusätzlichen Service für die Beförderung von Personen mit eingeschränkter Mobilität in angepassten Fahrzeugen anbieten

Lesen Sie zu diesem Thema unseren Artikel: Welche Bedürfnisse Ihre mobilitätseingeschränkten Nutzer wirklich haben 

Anwendungsfall 4: Regionale Mobilität

Wie kann man eine bessere Vernetzung des öffentlichen Nahverkehrs auf regionaler Ebene anbieten? Wie kann man mehrere On-Demand-Dienste auf nur einer Plattform verwalten, wie es beispielsweise VGI-Flexi oder TAD IDFM vormachen? Padam Mobility liefert auf diese Fragen wichtige Antworten:

  • Vereinheitlichung aller On-Demand-Transportdienste unter einer Marke
  • Eine Vielzahl von Anwendungsfällen in der gesamten Region abdecken
  • Erschließung von schwer zugänglichen Gebieten
  • Maßgeschneiderte Lösungen für Bewohner in dünn besiedelten Gebiete als Ergänzung zu den regulären Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn

Laden Sie sich auch unsere Fallstudie zum Thema herunter!

Anwendungsfall 5: Nebenzeiten 

Die Aufrechterhaltung eines öffentlichen Verkehrsdienstes auch zu Zeiten, in denen die Nachfrage geringer ist, ist eine besondere Herausforderung. On-Demand-Mobilität kann durch seine Flexibilität in diesen Zeiten einen attraktiven ÖPNV gewährleisten, ohne unwirtschaftlich zu sein, wie das Beispiel QuiBus in Padua zeigt.

  • Gewährleistung einer flächendeckenden Versorgung, auch wenn die Nachfrage gering ist
  • Allen Nutzern und Nutzerinnen die Möglichkeit bieten, sich zu jeder Zeit frei und sicher fortzubewegen
  • Verbesserung des Zugangs zu Dienstleistungen und Arbeitsplätzen und Erleichterung der Mobilität von Berufstätigen mit Schichtarbeit
  • Belebung des Nachtlebens und Steigerung der Attraktivität der Region
  • Förderung der Intermodalität und Reduzierung von privaten Autofahrten

Laden Sie sich zu diesem Thema auch unsere Fallstudie herunter: Wie lassen sich Stadtzentren und Randgebiete mit einem bedarfsorientierten Verkehr besser verbinden? 

Anwendungsfall 6: Gewerbegebiete und die Beförderung von Arbeitnehmern

Dieser Anwendungsfall richtet sich an Unternehmen, die einen reibungslosen Transport ihrer Angestellten von, zu oder innerhalb ihrer Gewerbegebiete und ihres Campus sicherstellen möchten. Neben den Auswirkungen auf ihre Attraktivität nutzen Unternehmen den bedarfsgesteuerten Transport von Padam Mobility, um:

  • Unternehmen an das bestehende öffentliche Verkehrsnetz anzubinden
  • Die Fahrtzeiten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zu verkürzen
  • Eine umweltfreundliche und sinnvolle Alternative zum Privatauto zu bieten und gleichzeitig die Tankkosten zu senken
  • Einen umweltfreundlichen Service zur internen Erschließung des Firmengeländes bereitzustellen
  • Einen Service anzubieten, der auf spezielle Arbeitszeiten einiger Arbeitnehmer zugeschnitten ist

Laden Sie sich zu diesem Thema unsere Fallstudie herunter!

Anwendungsfall 7 [NEU]: On-Demand-Transport für Veranstaltungen und kulturelle Angebote

Ob für gelegentliche Events (Festivals, Messen, etc.) oder immer bestehende Kultureinrichtungen (Theater, Museen, etc.), bedarfsgesteuerte Mobilitätslösungen können die Verkehrssituation deutlich entlasten. Unabhängig davon, ob es sich um die Verfügbarkeit des Angebots (häufig an Wochenenden, späte Fahrpläne) oder um die zu bedienenden Gebiete handelt, durch ihre Flexiblität können On-Demand-Angebote den Bedarf viel besser abdecken. Außerdem ermöglichen sie es Nutzern, ohne eigenes Auto anzureisen. Würden mehrere Menschen auf die Anfahrt mit einem privaten Pkw verzichten, könnte die Branche ihren ökologischen Fußabdruck erheblich verringern: immerhin 80% der CO2-Ausstöße dieses Sektors wird durch die Anreise der Besucher verursacht.

Auf einen Blick, die Vorteile von On-Demand-Transport für den Kultursektor:

  • Vermeidung von Verkehrsüberlastungen in der Nähe von Veranstaltungsorten
  • Besuchern ermöglichen, auf ihr eigenes Fahrzeug zu verzichten
  • Die CO2-Bilanz von Veranstaltungen und Kulturstätten erheblich reduzieren
  • Ausgleich zu Lücken im öffentlichen Transportnetz

Lesen Sie zu diesem Thema über das Projekt ADAMO in Brüssel (auf Englisch).

Anwendungsfall 8 [NEU]: Autonomer Bedarfsverkehr 

Autonome öffentliche Mobilität hat das Potenzial, eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer umweltfreundlichen, sicheren und effizienten öffentlichen Verkehrsinfrastruktur zu spielen. Die EU-geförderten Projekte AVENUE und Ultimo, an denen Padam Mobility beteiligt ist, zeigen, dass dies keine Zukunftsmusik ist. On-Demand-Dienste, die Fahrgäste selbständig abholen und am gewünschten Zielort absetzen, helfen dabei aktuelle Probleme des öffentlichen Verkehrssektors zu verbessern. Sie sind ressourcenschonend, umweltfreundlich und eine sichere Transportalternative.

Für folgende Anwendungsfälle sind autonome On-Demand-Dienste besonders geeignet:  

  • Erster und letzter Kilometer in weitläufigen Einsatzgebieten: z. B. Firmencampus, Krankenhäuser und Flughäfen
  • Verbindung von großflächigen Wohngebieten mit strukturierenden Verkehrsknotenpunkten wie Straßenbahn-, Bus-, S-Bahn- oder U-Bahn-Haltestellen
  • Für Kurzstrecken – eine leicht zugängliche, umweltfreundliche Alternative zum privaten Auto
  • Ausgleich zum bestehenden Fahrermangel, Personalkosten senken und gleichzeitig ein besseres Angebot schaffen

Wir beraten Sie gerne! Kontaktieren Sie uns! 

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„Holibri“ ist voller Erfolg: 50.000 Nutzer und Nutzerinnen in nur 11 Monaten

Holibri

Im Dezember 2021 wurde in Höxter, einer Stadt mit rund 30.000 Einwohnern, der On-Demand-Service „Holibri“ eingeführt – mit fast 1.300 virtuellen Haltestellen im gesamten Stadtbereich leicht zu erreichen.

Und der Service kommt an: Durchschnittlich 4.500 Fahrgäste pro Monat nutzen die ausschließlich mit Ökostrom betriebene Flotte – die aus nur insgesamt 4 Fahrzeugen besteht.

Anfang November konnte Holibri bereits den fünfzigtausendsten (!) Fahrgast begrüßen. Was für ein Erfolg für den Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (nph), die Lebensqualität der Höxteraner und natürlich für Padam Mobility und Hacon als Entwickler und Betreiber der App. Wir sind stolz auf die beeindruckenden Nutzerzahlen und die hohe Nutzerzufriedenheit.

Der Holibri ersetzt die meisten festen Buslinien in Höxter und den angrenzenden Gemeinden – lediglich der Schulverkehr fährt zu festen Zeiten.

Mit der Einführung des On-Demand-Service hat es Höxter geschafft, den ÖPNV deutlich flexibler und effektiver zu gestalten. Busse fahren nur auf Anfrage, damit reduziert die Stadt das Problem leerfahrender Busse und zu langer Fahrtstrecken.

 

Lesen Sie auch den Artikel im lokalen Westfalen-Blatt: Höxters Holibri auf Erfolgsspur: 50.000. Kundin begrüßt

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Ein Blick zurück auf acht Jahre Firmengeschichte – und ein Ausblick in die Zukunft

Conférence G.Bonnat crémaillère Padam Mobility

Anfang Oktober war es endlich soweit, Padam Mobility hat Kunden, Mitarbeiter, Freunde und Wegbegleiter dazu eingeladen, einen Blick hinter die neuen Kulissen zu werfen. Das neue Headquarter befindet sich im achten Arrondissement von Paris und bietet genügend Platz, um die verschiedenen Teams von Padam unter einem Dach zusammenzubringen. Seit 2014 hat sich so einiges getan, das Event war also auch eine tolle Gelegenheit, Revue passieren zu lassen, wie sich die Welt der geteilten Mobilität gewandelt hat.

Auf dem Weg zu einem ÖV für alle?

Zugegeben, hört man den Begriff dynamischer On-Demand-Verkehr oder Bedarfsverkehr zum ersten Mal, braucht es eine Weile, um das Konzept genau zu verstehen. Zunächst muss man verstehen, was ein Algorithmus ist und wie dieser es schafft, in Echtzeit Strecken für Fahrzeuge zu berechnen und Menschen mit einem ähnlichen Fahrtziel darin zu bündeln. Auch sollte man ein paar Anwendungsfälle kennen, um nachvollziehen zu können, warum On-Demand-Mobilität für einige Gebiete vorteilhaft ist. Diese Informationen helfen sehr dabei, Menschen davon zu überzeugen, dass On-Demand-Mobilität die private Autonutzung reduzieren kann und dabei gleichzeitig Kosten für die Allgemeinheit spart. In diesem Zusammenhang liefert eine interne Studie, die von Betreibern eines Straßburger Busnetz durchgeführt wurde, interessante Hinweise. Laut ihrer Berechnungen würde die Einführung eines On-Demand-Service 3,3 Mal weniger kosten als die Aufrechterhaltung herkömmlicher Buslinien.

Auch auf Seiten der Nutzer brachte die Studie interessante Einblicke. Steigende Bezinpreise und Lebenshaltungskosten bringen viele Verbraucher dazu, ihr Verhalten stärker zu reflektieren. Laut der Umfrage haben 10% der On-Demand-Verkehr-Nutzer sich von ihrem Zweitwagen getrennt.

Es gibt viele Gründe, warum die Zahl der Nutzer von Padam Mobility-Diensten in den letzten 16 Monaten um 150% gestiegen ist: On-Demand-Verkehr ist eine agile und vergleichbar kostengünstige Investition in den ÖPNV, hat positive Umweltauswirkungen, und fördert den sozialen Zusammenhalt. Und auch, wenn das Thema des öffentlichen Verkehrs nicht ein Dauerbrenner in den Medien ist, zeigen die Nutzerzahlen dennoch, dass die Verbraucher On-Demand-Mobilität annehmen.

Auch angesichts des Personalmangels der im öffentlichen Verkehr herrscht, können On-Demand-Verkehre zur Aufrechterhaltung des ÖPNV beitragen. In Deutschland fehlen mehr als 60.000 LKW- und Busfahrer, dieser Mangel kann mit der Einführung von On-Demand-Diensten ausgeglichen werden, denn rund 62% aller On-Demand-Fahrzeuge können mit einem Führerschein der Klasse B bedient werden.

Öffentlicher Nahverkehr im Großraum Paris: Der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten! 

Trotz Investitionen in das öffentliche Verkehrsnetz in den letzten Jahrzehnten, ist das Auto immer noch das beliebteste Transportmittel der Pariser. An vielen Stellen gibt es Nachbesserungsbedarf, die bestehenden ÖV-Linien decken nicht alle Mobilitätsbedürfnisse der Einwohner*innen ab.

Das französische Collectif Mobilité  hat in einer Umfrage (Mai – Juni 2022) herausgefunden, dass es zu drastischen Verhaltensänderungen kommen würde, wenn der Preis an der Zapfsäule die psychologische Schwelle von 2 Euro überschreitet. Etwa 40 % der Befragten in den kleinen und großen Ballungsräumen der Pariser Region gaben an, ihre täglichen Fahrten zu reduzieren. Nur 20 % würden sich für eine Verlagerung auf andere Verkehrsträger entscheiden.

On-Demand-Mobilität muss allen Anforderungen gerecht werden

Die gegenwärtigen Herausforderungen im Mobilitätssektor müssen öffentliche Entscheidungsträger dazu bringen, Lösungsperspektiven aufzuzeigen – insbesondere in dünn besiedelten Gebieten. Ein gut ausgebauter Nahverkehr ist ein wichtiger Baustein, um die Mobiliät aller zu gewährleisten. On-Demand-Mobilität kann diese Anforderung erfüllen, wo die Aufrechterhaltung fester Linien nicht durchsetzbar ist.

In den kommenden Jahren werden wir weiterhin daran arbeiten, Mobilität für alle zugänglich zu machen und somit lebenswertere Wohnräume in der Stadt und auf dem Land zu schaffen!

 

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VGI-Flexi ist nun auch in Scheyern unterwegs –

VGI Flexi

Padam Mobility und der Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt (VGI) bringen zweiten gemeinsamen On-Demand-Service auf die Straße

Im Juni diesen Jahres fiel der Startschuss für den ersten VGI-Flexi On-Demand-Service in Beilngries, nun zieht Scheyern nach – seit Anfang Oktober ist auch die kleine oberbayrische Gemeinde „auf Abruf“ mobil.

Um den Rufbus zu bestellen, können Nutzer ihren Fahrtwunsch per VGI-Flexi-App, Buchungswebsite oder per Telefon ankündigen. Buchungen sollten spätestens eine Stunde vor der gewünschten Abfahrt erfolgen, können aber auch bereits 30 Tage im Voraus getätigt werden. Das Bediengebiet des VGI-Flexi umfasst 85 Haltestellen, die mit einem entsprechenden VGI-Flexi Schild gekennzeichnet sind. An diesen Punkten können Fahrgäste abgeholt bzw. abgesetzt werden. Die Fahrt bis zum Zielort folgt keiner festen Streckenführung, allerdings können auf dem Weg andere Fahrgäste mit einem ähnlichen Fahrtziel eingesammelt und die Fahrten dadurch gebündelt werden.

Auf diese Weise sorgt der VGI-Flexi On-Demand-Service dafür, dass Fahrgäste deutlich flexibler und schneller sowie effizienter zu ihrem Ziel in der Region befördert werden. Das Bediengebiet erstreckt sich nicht nur auf die Gemeinde Scheyern, sondern schließt auch die Nachbarorte Pfaffenhofen an der Ilm, Gerolsbach, Ilmmünster, Hettenshausen und Reichertshausen mit ein.

In Zukunft sollen noch vier weitere Gebiete in die VGI-Flexi-App mit aufgenommen werden. Dieser regionale Ansatz ist sowohl für Betreiber als auch für die Endnutzer vorteilhaft: Eine App für Fahrtenplanung und -buchung inklusive Einbindung des lokalen Tarifs, welcher in der gesamten Region nutzbar ist, eröffnet Nutzern ein großzügiges Angebot. In der App können sie ganz einfach über die Menüleiste das entsprechende Gebiet auswählen und erhalten alle für die Buchung relevanten Informationen bzgl. Servicemodellen und Tarif. Das Herunterladen einer weiteren App entfällt. Der Verkehrsverbund wiederum hat über die Management-Oberfläche alle angebotenen Dienste im Blick, was eine deutlich einfachere Administration und Steuerung der Betreiber erlaubt. Zudem spart eine gemeinsam genutzte Plattform Kosten, die bei separat verwalteten Diensten jede Gemeinde selbst tragen müsste. Für die Verwaltung, etwa von Schichten oder Fahrzeugen, können bestimmten Personen in den Verkehrsbetrieben Rollen und Rechte zugeteilt werden. Dies
verhindert, dass bestimmte Daten für alle Akteurinnen und Akteure der Plattform gleichermaßen
zugänglich sind.

Der VGI-Flexi Kleinbus verkehrt von Montag bis Donnerstag ab 5:30 Uhr bis 21:00 Uhr, freitags von 5:30 Uhr bis 2:00 Uhr, samstags von 8:00 Uhr bis 2:00 Uhr und am Sonntag von 8:00 Uhr bis Mitternacht. Alle bekannten VGI-Tickets und das Bayern-Ticket können für die Fahrt mit dem Rufbus verwendet werden. Wer ein Ticket im Bus kaufen möchte, kann direkt beim Fahrer zahlen. Für alle Fahrgäste ab 14 Jahren kostet eine Fahrt, unabhängig von der zurückgelegten Strecke, 1,50 €.

VGI-Flexi wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (gemäß der Förderrichtlinie
„Modellprojekte zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehr“) im Rahmen des Modellprojekts
VGI newMIND gefördert. Bis Ende 2024 unterstützen das Bundesministerium für Digitales und
Verkehr, BMDV, und der Projektträger Bundesamt für Güterverkehr, BAG, unter dem Titel „VGI
newMIND“ insgesamt 54 Einzelmaßnahmen.

 

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Nach der InnoTrans: Wie steht es um die Zukunft von On-Demand-Mobilität?

InnoTrans booth

Die InnoTrans 2022 liegt jetzt nun schon fast eine Woche hinter uns. Zeit zu reflektieren, welche Eindrücke wir mitgenommen haben. Wie steht es um den öffentlichen Verkehr und was sind die Themen, die Mobilitätsakteure beschäftigen sollten, um Fahrgäste (auch) in Zukunft für den ÖPNV zu begeistern.

On-Demand Angebote: Potential für den öffentlichen Personentransport

Die Siemenstöchter Hacon, eos.uptrade, Sqills und Padam Mobility waren als Einheit auf dem Siemensstand vertreten, um innovative Ansätze und technologische Fortschritte für den öffentlichen Transport vorzustellen. Es wurde besonders klar, dass Transportleistungen holistisch und intermodal gedacht werden müssen und dass die Entwicklung des Schienenverkehrs Hand in Hand mit der Entwicklung des öffentlichen Straßenpersonenverkehrs umgesetzt werden sollte. Nur auf diese Weise kann es gelingen, den ÖPNV als Mobilitätsalternative für eine breite Nutzerschaft attraktiv zu gestalten.

Hacon´s Head of Shared Mobility & Partnerships Gerd Overbeck sprach in seinem Vortrag im Rahmen der VDB-Zukunftswerkstatt über die Chancen, die von einer engen Verknüpfung von Straße und Schiene ausgehen. Der On-Demand-Service „SALÜ“, den Hacon und Padam Mobility im Frühjahr dieses Jahres in dem Schweizer Ort Wil an den Start gebracht haben, schafft genau das. Der von Padam Mobility entwickelte Algorithmus kalkuliert die Fahrten und Auslastungen, damit die Nutzer passend zu den Ankunfts- oder Abfahrtszeiten ihrer Züge am Bahnhof ankommen bzw. von diesem abfahren können. Auf diese Weise hat sich ein verlässlicher Fahrtdienst etabliert, der die Schiene stärkt und es den Anwohnern ermöglicht,  das eigene Auto Zuhause stehen zu lassen.

Das Beispiel Wil liefert ein sehr eindrucksvolles Bild davon, wie On-Demand-Angebote das die intermodale Reisekette und damit das öffentliche Verkehrsnetz stärkt. Und genau darum sollte es bei der Einführung von On-Demand Diensten gehen: die vorhandene Infrastruktur zu ergänzen, anstatt mit festen Fahrdiensten zu konkurrieren. Möglich wird dies durch anpassbare Servicekonfigurationen, die vor Einführung eines On-Demand Dienstes für jedes Gebiet und jeden Anwendungsfall individuell abgestimmt werden.

Lücken schließen

Die gemeinsame Dialogstation von Padam Mobility und Hacon stand unter dem Motto „Mit On-Demand-Transport Lücken im Verkehrsnetz schließen“ – eine Aufgabe die sehr viele Mobilitätsakteure, die an den Stand kamen, beschäftigte. Besonders in ländlichen Gebieten ist es schwer, ein hochfrequentiertes Nahverkehrsangebot aufrechtzuhalten. Hier geht es weniger um die Frage, wie eine Flotte angetrieben werden sollte, als vielmehr darum, ob überhaupt ein Transportdienst eingeführt bzw. fortgesetzt werden kann.

Feste Buslinien verkehren häufig leer, was in der Regel nicht daran liegt, dass kein Bedarf an Transportmöglichkeiten besteht, sondern dass der Service nicht an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst ist. Viele der von Padam Mobility und Hacon eingeführten On-Demand Services zeigen, dass die Zahl der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel steigt, sobald diese die Möglichkeit haben, diese nach ihrem Bedarf zu nutzen.

Städte und Gemeinden sollten sich allerdings über den Mehrwert der Dienste zuvor genau im Klaren sein. In Gebieten, in denen das Verkehrsnetz ohnehin sehr gut ausgebaut ist, beispielsweise in urbanen Räumen, machen On-Demand-Dienste häufig weniger Sinn. Ländliche und peri-urbane Regionen hingegen, in denen das Auto häufig das einzig verlässliche Verkehrsmittel ist, sind meist ideale Einsatzgebiete. Hier können On-Demand-Verkehre die „Lücke schließen“, Nutzer also beispielsweise zum nächsten Bahnhof bringen, von wo sie aus weiter mit der Bahn zu ihrem Zielort fahren können. Auch zu Nebenzeiten kann es sich für Verkehrsbetreiber rentieren Fahrten nur noch auf Abruf anzubieten. Auf diese Weise werden für Betreiber wichtige Ressourcen eingespart und Nutzer verbringen weniger Zeit im Fahrzeug.

Hand in Hand zum Ziel

Das Fahrgasterlebnis stand auf der InnoTrans im Vordergrund. Denn die technologischen Fortschritte und innovativen Ideen helfen nur, wenn sie auch beim Kunden ankommen. Die Paneldiskussion der VDB-Zukunftswerkstatt machte genau dies deutlich: Die Industrie muss Hand in Hand arbeiten, um das übergeordnete Ziel Kundenzufriedenheit und Usability zu erreichen. Innovationen junger Unternehmen helfen traditionellen Firmen zukunftsfähig zu bleiben, indem sie auf Bedürfnisse aufmerksam machen und gleichzeitig Lösungen anbieten. Eine Zusammenarbeit ist somit nicht nur für die Industrie wichtig, sondern bringt die gesamte Branche weiter.

Als Teil der Siemens Mobility Software Familie wissen wir um die Stärke eines solchen Zusammenschlusses. Der Markt wird sich in zwei Jahren, wenn die InnoTrans wieder ihre Türen öffnet, stark weiterentwickelt haben und wir werden diese Entwicklung maßgeblich mitgestalten.

 

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Warum Fahrtzeiten von Transport-On-Demand-Diensten kommuniziert werden sollten und wie sie verbessert werden können

Viele Menschen glauben, dass Transport-On-Demand-Angebote nicht pünktlich sein können. Um dieses Image abzulegen, bemüht sich Padam Mobility, die Kommunikation und die Optimierung der geschätzten Fahrtzeiten für seine On-Demand- und Paratransit-Dienste zu verbessern.

Kommunikation von Fahrtzeiten: erhebliche Auswirkungen auf die Nutzer von On-Demand- und Paratransit-Diensten

Die Nutzer von On-Demand- und Paratransit-Diensten erwarten, dass die ihnen angebotenen Abholzeiten garantiert werden. Dies ist natürlich verständlich, denn niemand möchte zu spät zu Arztterminen erscheinen, Anschlusszüge verpassen, zu spät zur Arbeit oder Schule kommen und so weiter. Der Wunsch nach einen zuverlässigen Transportservice steigt, je seltener Fahrten stattfinden oder umso abgelegener ein Gebiet liegt. Bei der bedarfsorientierten Mobilität sind es vor allem Zubringerlinien¹ oder „divergierende“ Linien², die pünktliche intermodale Verbindungen mit den Hauptverkehrslinien eines Gebiets ermöglichen.

Kommunikation von Fahrtzeiten: eine große Bedeutung für die Servicequalität

Bessere Informationen ermöglichen eine bessere Kommunikation zwischen Fahrern und Nutzern und sorgen so für die Zufriedenheit aller Akteure von On-Demand- und Paratransit-Diensten.

Unabhängig von der Art der Linienkonfiguration muss der Nutzer jederzeit Zugang zu klaren und transparenten Informationen haben, die ihn über mögliche Störungen seines On-Demand- oder Paratransit-Fahrzeugs informieren. Echtzeitinformationen, die per Benachrichtigung über die Nutzer-App oder per E-Mail übermittelt werden, sind daher von entscheidender Bedeutung.

Darüber hinaus benötigen auch die Fahrer genaue Informationen darüber, wie lange sie von A nach B benötigen, wie sich die Verkehrsbedingungen auf ihre Fahrt auswirken und eine Einschätzung, ob es zu Verspätungen kommen kann. Diese Art von Informationen ermöglicht ihnen eine bessere Kontrolle über ihre Fahrzeiten und bei der Navigation.

Optimierung der Fahrtzeiten: kartografische Ebenen für erste Einschätzungen der Verkehrsbedingungen

Bei der Einrichtung eines On-Demand- oder Paratransit-Dienstes werden Überlegungen angestellt, um die regionalen Bedingungen eines Gebietes bestmöglich zu berücksichtigen. Zunächst wird eine Schätzung der Fahrzeit anhand mehrerer kartografischer Ebenen erstellt, wobei eine davon speziell von den Padam Mobility-Teams entwickelt wurde.

Diese verschiedenen Ebenen liefern Informationen über die Verkehrsbedingungen, insbesondere in Echtzeit, also zum Zeitpunkt der Durchführung einer Fahrt. Sie analysieren unterschiedliche Auswirkungen auf die von den Fahrzeugen befahrenen Routen und speichern die erzeugten Informationen als zusätzliche Faktoren, die sich auf die Fahrzeit der nächsten Routen auswirken.

Optimierung der Fahrtzeiten: Auswirkungen des Fahrgastpoolings

Die Stärke von On-Demand- oder Paratransit-Diensten liegt darin, dass Fahrgäste im gleichen Fahrzeug gebündelt werden. Dies kann dazu führen, dass das Fahrzeug Umwege fahren muss, um möglichst viele Fahrgäste, die einen Teil ihrer Strecke gemeinsam zurücklegen, zusammenzubringen.

Während die kartografischen Ebenen Informationen über die Verkehrslage liefern, die eine Schätzung der Fahrzeit ermöglichen, werden diese Schätzungen durch die Einbeziehung von Umwegraten weiter verfeinert. Diese Raten entsprechen der Anzahl der Umwege, die ein Fahrgast zurücklegen kann. Sie werden für jede Reservierung auf Basis der direkten Fahrzeit zwischen Abfahrts- und Ankunftsort berechnet, indem ein Multiplikationsfaktor auf diese direkte Strecke angewendet wird. Die Umwegraten werden anschließend entsprechend den Besonderheiten des Gebiets und den Anforderungen der zuständigen Mobilitätsbehörden angepasst.

Die Schätzung der Umwegzeiten ermöglicht es dem Nutzer, eine genaue Vorstellung von seiner Fahrt zu erhalten (Dauer, Ankunftszeit, mögliche Verspätung, etc.) und sich entsprechend zu organisieren. Kartografische Ebenen, Pooling von Buchungen und Umleitungsraten liefern den Teams von Padam Mobility kontinuierlich Informationen, die es ihnen ermöglichen, Tools zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Nutzer entsprechen und ihnen die beste Erfahrung garantieren. Eine interne Studie von Padam Mobility hat sogar gezeigt, dass die Umwegrate einen positiven Einfluss auf die empfundene Pünktlichkeit hat.

 

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¹Die Linienkonfiguration „Zubringer“ ermöglicht es, die Nutzer nur an einer oder mehreren bestimmten Haltestellen abzuholen und sie an einem oder mehreren Punkten abzusetzen, die zu bestimmten Zeiten bedient werden müssen, so dass mehrere aufeinanderfolgende Points of Interest bedient werden können.

²Die Linienkonfiguration „divergent“ ermöglicht die Einrichtung eines On-Demand-Dienstes, für den keine vorherigen Reservierungen erforderlich sind. Die Abfrage der Haltestelle erfolgt beim Einsteigen direkt beim Fahrer. Der Fahrer wählt die Haltestelle aus, die der Nutzer anfahren möchte.

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Padam Mobility testet autonome On-Demand-Fahrzeuge in Lyon

OL Vallee

PRESSEMITTEILUNG

Im Rahmen des EU-finanzierten AVENUE Projekt, das autonome Shuttlebusse in 4 europäischen Städten, darunter Luxemburg, Genf und Kopenhagen, versuchsweise einführt, wurde Padam Mobility als vertrauenswürdiger Technologiepartner für die Region Lyon mit ins Boot geholt. Seit Mai 2022 können Nutzer Fahrten mit dem autonomen Shuttle-Service namens OL Vallée A la Demande buchen.

In der Anfangsphase verkehren zwei autonome Shuttlebusse zwischen der Straßenbahnhaltestelle Décines Grand Large und dem Groupama-Stadion auf einer Gesamtfläche von 0,5 km² (siehe Abbildung). Bisher bestanden an dieser Stelle kaum Möglichkeiten, Besucher mit dem öffentlichen Transportnetzwerk zu verbinden, die autonomen Shuttlebusse sollen daher dafür sorgen, dass Besucherströme reibungslos von A nach B transportiert werden können. Zudem ist es möglich, die autonomen Shuttles in einem free-floating-Modell, also ohne festen Linienplan, auf dem Stadioncampus zu nutzen.

Bereits seit 2016 testet Keolis autonom fahrende Shuttles in Lyon und will nun mit Padam Mobility die Nutzerfreundlichkeit die nächste Stufe bringen. Als Spezialist für On-Demand-Technologie, wird es Padam Mobility den Nutzern ermöglichen, die Shuttles bequem per App zu ordern und ihren Status live zu verfolgen.

In der ersten Testphase verkehrt der Service jeden Tag von 11:50 Uhr bis 19:45 Uhr. Nach einer kurzen Sommerpause soll der Service im September wieder aufgenommen werden.

AV Lyon
Bediengebiet des neuen AV-Dienstes „OL Vallée A la Demande“.

 

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Mit VGI-Flexi startet Padam Mobility weiteres On-Demand-Projekt im Süden Deutschlands

VGI Flexi

Anfang Juni ist der neue On-Demand-Service VGI-Flexi in Beilngries bei Ingolstadt an den Start gegangen. Ein Teil des Projektteams von Padam Mobility war an diesem besonderen Tag live vor Ort, um die ersten Fahrten der nagelneuen Minibusse miterleben zu können. So viel sei verraten: Der Auftakt war ein voller Erfolg.

Bei bestem Wetter eröffnete Helmut Schloderer, Bürgermeister von Beilngries, in einer feierlichen Rede den neuen VGI-Flexi On-Demand Service. Hinter ihm auf dem Beilngrieser Kirchplatz die zwei neuen Minibusse mit VGI-Flexi-Aufdruck, die pünktlich zur Mittagszeit ihre ersten Fahrgäste erwarteten. Neben Padam Mobility waren Vertreter der Politik, wie Landrat Alexander Anetsberger, das Projektteam des VGI (Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt) und auch Abt Beda Maria Sonnenberg, der sich ganz besonders über die Einbindung des Klosters Plankstetten in das VGI-Flexi Bediengebiet freute, vor Ort.

Padam Mobility und Hacon stellen die Software des neuen On-Demand-Projekts

Den Zuschlag für das Projekt erhielten Padam Mobility und Hacon, beide Tochterunternehmen der Siemens AG und Teil ihrer Business Unit „Siemens Mobility Software“. Die Flexibilität der Lösung sowie die Expertise und Kompetenz der verschiedenen Teams, konnten in der Ausschreibung überzeugen. Nach Pfaffenhofen ist Beilngries bereits die zweite Region in Bayern, die ihr öffentliches Verkehrsangebot mit Unterstützung der Siemens Töchter digitalisiert.

Den Menschen in Beilngries und Umgebung stehen ab sofort zwei Minibusse zur Verfügung, die sie nach Belieben per App, Callcenter oder per Website buchen können. Dabei sind die Busse „frei“ unterwegs, das heißt, sie folgen keiner bestimmten Linie, sondern richten sich nach den vorliegenden Fahrtwünschen der Nutzer. Durch den Einsatz von intelligenten Algorithmen werden Fahrten mit ähnlichen Routen im gleichen Fahrzeug gebündelt, so werden nur Haltepunkte angefahren, an denen Nutzer zu- oder aussteigen möchten. Anders als bei einem regulären Linienverkehr werden Leerfahrten und Umwege also deutlich reduziert, wobei Nutzer viel weniger Zeit zum gewünschten Zielort benötigen.

Einstiegsmöglichkeiten sind im gesamten Gebiet verteilt, insgesamt gibt es derzeit etwa 70 Haltestellen, die jeweils mit einem VGI-Flexi-Schild gekennzeichnet sind. Aussteigen können Fahrgäste an beliebigen Punkten, die mit dem jeweiligen Fahrer abgestimmt werden. Neben Beilngries und seinen Ortsteilen werden auch der Ort Kinding und das Kloster in Plankstetten angefahren. Alle Haltestellen sind hier auf der offiziellen Website von Beilngries aufgelistet.

Ein Mobilitätsservice für die Zukunft

Dieses erste On-Demand-Projekt im Landkreis Eichstätt stellt für die Region einen wichtigen Schritt in Richtung Verkehrswende dar. Mehrmals wird während der Eröffnungsfeier betont, wie wichtig der Start des VGI-Flexi Service ist – nicht nur für Beilngries und Umgebung, sondern für das gesamte VGI-Einzugsgebiet. Sollte der Service gut angenommen werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass er auf weitere Orte ausgeweitet wird, so profitieren nicht nur ältere oder junge Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, um mobil zu sein, sondern auch Pendler oder Gelegenheitsnutzer.

Das Beilngrieser Beispiel zeigt, dass es gerade in Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte wichtig ist, einen zuverlässigen und für alle zugänglichen Transportservice einzurichten, um Menschen von der Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel zu überzeugen und ihnen zu zeigen, dass ‚mobil sein‘ auch ohne das private Auto möglich ist.

Schon jetzt, wenige Wochen nach Einführung des VGI-Flexi, lässt sich erkennen, dass der neue Mobilitätsservice ankommt. Am 15.06. wurde der 1.000 Fahrgast begrüßt, aktuell (28.06.) zählt der Service 2.235 Fahrgäste. 

 

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STO (Kanada) verlängert ihren On-Demand-Service von Padam Mobility in den Gebieten Buckingham und Masson-Angers

STO à la demande

Gatineau, 15. Juni 2022 – Die Verkehrsgesellschaft von Outaouais (Société de transport de l’Outaouais, STO) freut sich mitzuteilen, dass der On-Demand-Transportservice für lokale Fahrten in den Bezirken Buckingham und Masson-Angers für ein zweites Jahr in Folge verlängert wird – gerade  rechtzeitig zum Start der Sommersaison, der Öffnung der Straßencafés und anderen sommerlichen Events. Somit können die Bewohner dieser Bezirke neben dem regulären Busnetz und aktiven Verkehrsmitteln auch weiterhin den STO-On-Demand-Service nutzen.

Edmond Leclerc, Stadtrat des Bezirks Buckingham, Mitglied des STO-Vorstands und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs, betont:

Es ist schön zu sehen, dass dieser flexible Service weitergeführt wird. Der STO On-Demand-Service wurde nach den Mobilitätsbedürfnissen unserer Gemeinde konzipiert und entwickelt. Mit der Verbesserung des Nahverkehrs erleichtern wir den Zugang zu Arbeitsplätzen und lokalen Dienstleistungen, unterstützen unsere Händler und fördern den regionalen Einkauf, tragen zur Revitalisierung unserer Stadtviertel bei und verbessern die soziale Integration. Diese Aspekte waren auch der Kern des Pilotprojekts.“

Diese weitestgehend isoliert liegenden Gebiete waren ideal, um den ersten On-Demand-Fahrdienst in Gatineau einzurichten und zu testen. Trotz der Pandemie wurden seit dem Start am 21. Juli fast 7000 Fahrten durchgeführt, erläutert der Generaldirektor der STO, Patrick Leclerc.

Die Reisegewohnheiten haben sich in den letzten zwei Jahren ständig verändert. Daher müssen wir uns anpassen und die Dinge neu denken. Ein solcher Service ist eine zusätzliche Option in unserem Mobilitätsportfolio. Mit dieser Art von Transportservice denken wir bereits an die Mobilität von morgen, um den Bedürfnissen der Menschen in ganz Gatineau besser gerecht zu werden.“

Einige interessante Fakten:
  • Kundenzufriedenheit:
    • Durchschnittliche Bewertung des Service: 4,95 von 5 Punkten;
    • Durchschnittliche Bewertung der Fahrer: 4,95 von 5 Punkten;
  • 91% der Fahrten werden über die von Padam Mobility entwickelte mobile App, 6% über das von STO betriebene Callcenter und 3% über die Website sto.ca gebucht;
  • Nach der Lockerung der Gesundheitsmaßnahmen und der Wiederaufnahme der Aktivitäten wurden im Mai 1046 Fahrten durchgeführt, die von STOs Subunternehmer Taxi Loyal durchgeführt wurden;
  • STO On-Demand bleibt ein kollektiver Transportdienst:
    • 41% der Fahrgäste wurden im Mai dieses Jahres mit anderen Fahrgästen gebündelt;
    • Das Konzept des Ein- und Aussteigens an der Haltestelle bleibt bestehen, und nur körperlich oder visuell beeinträchtigte Personen, die autonom unterwegs sind, haben Anspruch auf den Tür-zu-Tür-Service;
    • Es gelten die gleichen Tarife wie im gesamten öffentlichen Verkehrsnetz, außerdem ist der STO-On-Demand-Service in allen Multi-Smartcard-Abonnements inbegriffen.

Zur Erinnerung: In Quebec bieten derzeit nur das Réseau de transport de Longueuil (RTL), Exo und das Réseau de transport de la Capitale (RTC) einen On-Demand-Transportservice an. Die STO ist stolz darauf, mit dem ersten zugänglichen On-Demand-Transportservice in Québec und der ersten Integration eines solchen Services in die Transit-Anwendung zu den Pionieren in diesem Bereich zu gehören.

 

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Anstieg der Kraftstoffpreise: Padam Mobilitys On-Demand-Dienste als nachhaltige Alternative zum eigenen Auto

Trotz eines leichten Rückgangs, bleibt die Preislage an den Tanksäulen angespannt. Mit aktuell über 2€ pro Liter ist der Diesel in Deutschland so teuer wie noch nie. Diese Lage ist für Autofahrer*innen, die auf den täglichen Fahrtweg angewiesen sind belastend. Gerade in Regionen, wo der öffentliche Verkehr schlecht ausgebaut ist, wirkt es zynisch, vorzuschlagen, auf alternative Verkehrsmittel zurückzugreifen. Oftmals sucht man diese Alternativen in ländlichen Regionen vergebens. Die Aufrechterhaltung eines hochfrequentierten öffentlichen Verkehrssystems ist kostspielig und oft nicht nachhaltig – Herausforderungen, auf die On-Demand-Mobilität Antworten bereithält. 

Unter den Akteuren in diesem Sektor zeichnet sich Padam Mobility durch seine digitalen Lösungen für den dynamischen bedarfsgesteuerten öffentlichen Verkehr (On-Demand-Mobilität und Paratransit-Dienste für Menschen mit eingeschränkter Mobilität) aus. Als einer der führenden Anbieter in Europa ist Padam Mobility ein zuverlässiger Partner von Aufgabenträgern, darunter Île-de-France Mobilités und SYTRAL in Frankreich, Lincolnshire County Council in Großbritannien, sowie von Verkehrsunternehmen wie der Deutschen Bahn, Keolis, Transdev, RATP Dev, Busitalia, etc

On-Demand-Mobilität – eine nachhaltige und kostengünstige Alternative zum eigenen Auto

Laut einer Studie des Europäischen Parlaments sind Autos die Hauptursache für die Luftverschmutzung in Europa und machen mehr als 60% der gesamten CO2-Emissionen des europäischen Straßenverkehrs aus. Doch Autos belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbeutel ihrer Besitzer, insbesondere in Zeiten der Inflation. Die gestiegenen Wartungs- und Nutzungskosten sind laut einer Umfrage unter den Nutzern eines von Padam Mobility betriebenen On-Demand-Netzwerks Hauptgründe, auf eine alternative Verkehrsform umzusteigen. Fast 60% der Befragten gaben an, dass sie seit der Nutzung des On-Demand-Dienstes weniger mit dem Auto unterwegs sind.

Wenn der On-Demand-Verkehr eine attraktive und kostengünstigere Alternative wird, leistet er zudem einen wichtigen Beitrag zur Integration, denn besonders finanzschwache Haushalte oder Einzelpersonen haben es schwer, die Kosten eines Pkws zu stemmen. Mit einem Verkehrsservice auf Abruf können jedoch auch Menschen, die in stadtnahen und ländlichen Gebieten leben und eigentlich auf ein privates Auto angewiesen sind, wichtige Verkehrsknotenpunkte (Bahnhöfe, ZOBs) erreichen und so leichter Zugang zu Dienstleistungen und Arbeitsplätzen erhalten.

Früher bin ich mit dem Auto zum Bahnhof gefahren. Jetzt buche ich mehr oder weniger im Voraus einen Minibus, der zu jeder Tageszeit fährt. So spare ich Sprit. Außerdem muss ich keinen Parkplatz suchen oder Parkgebühren bezahlen“. – Eine Nutzerin eines von Padam Mobility bereitgestellten On-Demand-Service, betrieben von Île-de-France Mobilités in einem Pariser Vorort.

Neben dem Krieg in der Ukraine und dem damit verbundenen Kraftstoffpreisanstieg, könnten auch die Lockerungen der Corona-Restriktionen eine Erklärung für den Zuwachs an Fahrgästen sein, den einige Busunternehmen in ihren Bussen und On-Demand-Diensten beobachten.

In der aktuellen Krise haben wir einen erstaunlichen Anstieg der Fahrgastzahlen in allen unseren Diensten, sowohl im klassischen Busverkehr als auch im On-Demand-Verkehr, beobachtet. Wahrscheinlich ist der gestiegene Kraftstoffpreis nicht die einzige Erklärung, sondern auch die allmähliche Rückkehr zum öffentlichen Personennahverkehr“. Julien Capdevielle, Generaldirektor von CarAlliance, einem On-Demand-Betreiber im Großraum Pau, der mit den Padam Mobility-Lösungen für die Beförderung von Mitarbeitern ausgestattet ist.

Ein besonders wichtiger Aspekt, warum Transport-on-Demand Kosten einspart, ist die Preisstruktur. Die meisten Dienste sind in die regionale Tarif- oder Abonnementstruktur integriert und daher ohne zusätzliche Kosten zugänglich.

Die Entwicklung der Preise an den Tankstellen bringt die Menschen dazu, ihre Mobilitätsgewohnheiten radikal zu ändern. Laut einer Untersuchung von France Télévisions können sich die Mehrkosten auf monatlich etwa 100 € belaufen. Die Vororte bekommen diesen Anstieg mit voller Wucht zu spüren“. Grégoire Bonnat, Co-Gründer und CEO von Padam Mobility

Dass die Menschen On-Demand-Verkehr als echte Alternative zum Privatauto annehmen, stellen auch wir bei Padam Mobility fest. Die Auslastung der Fahrzeugflotten unserer Kunden, mit denen wir seit mehr als einem Jahr zusammen arbeiten, sind stabil geblieben. Nach Schwankungen während der letzten Lockdowns, stabilisieren sich die Fahrtgastzahlen wieder und steigen sogar weiter an. Ein wichtiges Signal, On-Demand-Verkehrsnetze auszubauen und die Abhängigkeit vom Pkw zu reduzieren.

 

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