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Mobilität im ländlichen Raum: Wie gelingt es, DRT-Services wirtschaftlich tragfähig zu machen?

Rural Mobility Webinar

Mobilität im ländlichen Raum: Wie man ein DRT-Angebot aufbaut, um die wirtschaftliche Nachhaltigkeit über die Fördermittel hinaus zu gewährleisten – über dieses Thema diskutierten Mobilitätsexpert:innen in einem von Padam Mobility organisierten und von Beate Kubitz moderierten Webinar. Lesen Sie hier die wichtigsten Take-Aways! 

Während in städtischen Gebieten der öffentliche Nahverkehr weitestgehend gut ausgebaut ist, sind ländliche Regionen in der Regel kaum oder gar nicht an ein öffentlichen Netz angebunden. Demand-Responsive Transport, also ein Transport der sich an die Bedürfnisse der einzelnen Bewohner anpasst, kann hier Abhilfe schaffen. Fahrzeuge fahren nur die Strecken, die von den Nutzern gebucht werden und vermeiden so unnötige Kilometer und CO2-Emmissionen. 

In der Theorie eine gute Idee, in der Realität häufig noch nicht durchgesetzt. Doch woran liegt es, dass DRT-Services noch nicht flächendeckend eingesetzt werden? 

Über die Machbarkeit und konkrete Einführung von Transport-on-Demand-Diensten diskutierten die 5 Mobilitäts-Experten Beate Kubitz, Matthew Clark (Steer), Matt Dacey (VIX Technology), David Shakory (ehemals MOIA, jetzt what3works), und David Carnero (Padam Mobility) in dem von Padam Mobility organisierten Webinar „Ländliche Mobilität: Wie man ein DRT-Angebot aufbaut, um die wirtschaftliche Nachhaltigkeit über die Fördermittel hinaus zu gewährleisten“

Warum sind DRT-Angebote in ländlichen Gebieten immer noch unterentwickelt?  

Die Experten sind sich einig, DRT ist eine wichtige Errungenschaft und hat großes Potenzial, die Mobilität der ländlichen Bevölkerung und damit ihre Lebensqualität entscheidend zu verbessern. 

Doch damit DRT für alle verfügbar gemacht werden kann, gilt es, mit Vorurteilen aufzuräumen und identifizierte Probleme aus dem Weg zu schaffen. Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang die Flexibilität vom Vekehrsbetreiber und Softwareprovider. Jedes Gebiet ist unterschiedlich und muss einzeln analysiert werden, um zu erkennen, wie der DRT-Service beschaffen sein sollte, um für Nutzer einen Mehrwert zu bieten. „Zuerst muss man genau verstehen, was die eigentlichen Bedürfnisse der Bevölkerung sind und wie diese Bedürfnisse befriedigt werden können“, sagt dazu Matthew Clark und fügt hinzu: „Es ist wichtig zu erkennen, dass mit ‚ländlich‘ nicht ein und derselbe Ort gemeint ist (…)“.  Dieser Aspekt zieht sich durch die gesamte Diskussion: Bedürfnisse verstehen und das DRT-Angebot flexibel daran anpassen. 

Wie kann ein Demand-Responsive Transport-Service wirtschaftlich tragfähig gemacht werden? 

Wie aber gelingt es, einen Transport-on-Demand-Service auch wirtschaftlich tragbar zu machen? Bisher, so die allgemeine Auffassung, sind öffentliche Pooling-Dienste nicht profitabel. Allerdings sollte dies nicht der Hauptanreiz sein, um der Bevölkerung einen ländlichen DRT zur Verfügung zu stellen. David Carnero sagt, der Dienst müsse einen bestimmten Punkt erreichen, “an dem er aus betrieblicher Sicht effizient ist“.  Weiter meint er: “Es ist ein Plattformspiel, also muss die Plattform aufgebaut werden, die Nutzung muss aufgebaut werden (…).” Um überhaupt von Profitabilität sprechen zu können, muss der Dienst den Nutzern einen echten Mehrwert bieten, von ihnen angenommen werden und sich langfristig etablieren. Dieser Prozess geht nicht von heute auf morgen.

Entscheidend ist außerdem, dass DRT-Services effizient eingesetzt werden, um nicht etwa nur ein weiteres Mobilitätsprodukt zum bestehenden Verkehr hinzuzufügen, sondern den Verkehr tatsächlich entlasten, etwa indem sich Nutzer entscheiden, einen DRT-Service zum nächstliegenden Verkehrsknotenpunkt zu nutzen, anstatt auf das eigene Auto zurückzugreifen. 

Die hohe Nutzerfreundlichkeit, die DRT-Services bieten, kann ein Motor dafür sein, Nutzer generell dazu zu bewegen, mehr öffentliche Mobilitätsangebote in Anspruch zu nehmen. Dies könnte ein wichtiger Schritt in Richtung Maas (Mobility as a Service) sein und die Art, wie wir Mobilität wahrnehmen und nutzen revolutionieren – besonders auf dem Land.

 

Klicken Sie hier, um sich das Webinar in voller Länge anzuschauen. 

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Mobility as a Service und DRT: auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Mobilitätsangebot

Transport public périurbain

Mobility as a Service (MaaS) ist zur Zeit das wohl “trendigste” Konzept im Mobilitätssektor. Allerdings wird es häufig verzehrt dargestellt, und es entsteht das Bild einer ultra-vernetzten Stadt mit perfekt ausgebauten Infrastrukturen und einer breiten Palette an innovativen Verkehrsangeboten. Diese Betrachtung kann leicht dazu führen, dass der suburbane Raum vernachlässigt wird.

Jedoch sollte MaaS als Ansatz verstanden werden, nachhaltige und integrative Mobilität zu fördern, indem öffentliche Verkehrsmittel und geteilte Mobilitätsangebote in den Fokus gerückt und für alle leicht zugänglich gemacht werden.

Die Integration von Demand-Responsive Transport (DRT), einer bewährten Lösung für die Versorgung von Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte, in eine umfassende MaaS-Lösung, die auch Stadtrandgebiete und ländliche Regionen einbezieht, wäre ein echter Paradigmenwechsel im Hinblick auf einen chancengleichen Zugang zu Mobilitätsdienstleistungen.

Mobility as a Service: Innovationskraft für bessere Entscheidungen

MaaS ermöglicht den Nutzern den Zugang zu allen verfügbaren Mobilitätsarten (Zug, Bus, Straßenbahn, DRT, Fahrrad, E-Scooter, Ride-Hailing, Fußweg etc.) über ein und dieselbe mobile App. Der Fokus liegt dabei auf Kombi- und Multimodalität sowie auf der Vermeidung von umweltschädlichen Verkehrsmitteln, beispielsweise dem eigenen Auto.

Die individuellen Mobilitätsansprüche der Nutzer stehen bei MaaS im Vordergrund. Das Ziel einer perfekten MaaS-Lösung ist es, den Nutzern ein vollständig integriertes multimodales Verkehrserlebnis zu bieten, ohne dabei das Ticket oder die App wechseln zu müssen.

Die Mobility as a Service Initiative: eine vielschichtige Chance für die öffentliche Hand

  • Für öffentliche Verkehrsbehörden ist MaaS ein wirkungsvolles, politisches Instrument. Durch ihre Initiative, kann ein besseres Modell des öffentlichen Nahverkers in Städten und ländlichen Gebieten geschaffen werden, das das Interesse aller berücksichtigt.
    Außerdem ist MaaS ein wertvolles Instrument, um sicherzustellen, dass neue Mobilitätsangebote den öffentlichen Verkehr ergänzen und nicht in Konkurrenz zu ihm stehen.
  • Eine aktive Haltung gegenüber MaaS liegt im besten Interesse der öffentlichen Hand. Warum? Weil mit diesem Mobilitätskonzept die Ziele erreicht werden können, die Nutzung privater Autos und die damit verbundene Umweltverschmutzung zu reduzieren, und um sicherzustellen, dass die eigene Bevölkerung von einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur profitieren kann.

Jedoch muss darauf geachtet werden, dass das MaaS-Konzept auch in peri-urbanen Gebieten Einzug erhält und Menschen den Zugang zu relevanten Mobilitätslösungen ermöglicht wird.

Integration von Demand-Responsive Transport (DRT) in MaaS: ein Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität

Die Integration von DRT in ein umfassenderes MaaS-System, das auch dünn besiedelte Gebiete wie Vororte und ländliche Regionen einschließt, unterstreicht die Notwendigkeit, das bestehende Ungleichgewicht zwischen großen städtischen Gebieten und dem Rest des Territoriums zu beseitigen.

DRT erleichtert die ökonomische und soziale Inklusion

Die von Padam Mobility entwickelten Softwarelösungen zur Optimierung von DRT-Services, sind für peri-urbane Gebiete mit geringer Bevölkerungsdichte eine große Chance, um die Mobilität ihrer Einwohner und Einwohnerinnen zu stärken. Durch den Einsatz dieser Lösungen, können Verkehrsunternehmen ihren Service beispielsweise genau an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen und ihren Betrieb somit effektiv steuern, selbst wenn die Nachfrage ungleichmäßig ist.

Das Ziel? Den individuellen Autoverkehr rund um Großstädte zu reduzieren und abgelegene Gebiete an bestehende Infrastrukturen anzuschließen, um so den Zugang zu Freizeitangeboten und Arbeitsplätzen zu erleichtern.

Die Förderung umfassender MaaS-Systeme bedeutet auch, alle Arten von Nutzerprofilen (Berufstätige, Studenten, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen usw.) und ihre spezifischen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Es bedeutet auch, Alternativen zur digitalen Technologie für Nutzer anzubieten, die kein Smartphone besitzen.

DRT ist in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen:

  • Durch die Bereitstellung von Diensten, die für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sind, zugeschnitten auf verschiedene Bevölkerungsgruppen (junge und ältere Menschen, Menschen mit eingeschränkter Mobilität).
  • Durch Buchungsmöglichkeiten über mehrere Kanäle, auch für Benutzer, die nicht so gut “vernetzt” sind (in der Regel Callcenter, Website und mobile Appliakation).

Mehr Flexibilität, um veränderten Mobilitätsgewohnheiten gerecht zu werden

Transportunternehmen, Mobilitätsexperten und verantwortliche Politiker müssen sich mit der Notwendigkeit auseinandersetzen, den öffentlichen Verkehr auf globaler Ebene flexibler zu gestalten. Dazu gehören nicht nur motorisierte Verkehrsmittel, sondern auch die aktive Bewegung mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
Die momentane Gesundheitskrise fördert diesen Trend, ebenso wie die Reduzierung von Reisen, Telearbeit und E-Shopping. Die von DRT gelieferte Lösung befriedigt den Bedarf an flexibleren öffentlichen Verkehrsmitteln und ist ein wichtiger Katalysator für eine tiefgreifende Veränderung der Mobilitätsgewohnheiten.

Mehr Datenaustausch zwischen MaaS und DRT-Systemen für eine erfolgreiche Integration

Der aktive Datenaustausch zwischen verschiedenen Verkehrsbetrieben unterstützt die Einbindung von DRT in MaaS-Initiativen. Unter diesem Gesichtspunkt liefert ein umfangreicher Datenaustausch genaue Informationen für z. B. die Politik, so dass eine kontinuierliche Verbesserung von Dienstleistungen und Infrastruktur gewährleistet werden kann.

Mobility as a Service und DRT in Deutschland: Die Vernetzung nimmt Fahrt auf

Seit einiger Zeit strukturiert das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, DB Regio, sein Angebot für den ländlichen Raum rund um Mobility as a Service um. Um den DRT-Baustein neu zu konzipieren und an die Herausforderungen des ländlichen Raums anzupassen, beauftragte DB Regio Padam Mobility für den Aufbau seiner DRT-Lösung Wohin Du Willst NOW in Rheinland-Pfalz. Die Partnerschaft mit dem Unternehmen Hacon ermöglicht die Integration der DRT-Lösung von Padam Mobility in das gesamte lokale Mobilitätsangebot im Rahmen eines umfassenden MaaS-Ansatzes:

“Einer der überzeugendsten Aspekte des Dienstes ist seine Inklusivität, da er die Bedürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen anspricht, insbesondere derjenigen, die keinen einfachen Zugang zu Mobilitätsoptionen haben, wie z. B. Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Darüber hinaus decken die verschiedenen Buchungsoptionen alle Altersgruppen ab: Junge Menschen sind es gewohnt, über eine App zu buchen, während ältere Menschen lieber mit einer “echten Person” sprechen.

Gerd Overbeck, Head of New Mobility Services bei Hacon

 

Auch an anderen Orten wurden die Padam Mobility-Lösungen bereits erfolgreich integriert, so zum Beispiel in Lille, Frankreich (Keolos-Padam Mobility).

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Öffentlicher Nahverkehr im Vereinigten Königreich: What’s next?

Öffentlicher Verkehr im Vereinigten Königreich

Jahrzehnte lang war der öffentliche Nahverkehr in Großbritannien von Privatisierung und “Laissez-faire” geprägt. Das hat dem Land den Ruf eingebracht, der ultraliberale Wilde Westen des ÖPNV zu sein, der die Nutzer buchstäblich auf der Strecke lässt. Doch das kann sich nun ändern, die Briten bereiten sich auf eine kleine Revolution vor.

Ich liebe Busse“. So beginnt das Vorwort zur Nationalen Busstrategie, unterzeichnet von Boris Johnson. Das 84-seitige Dokument mit dem Titel “Bus Back Better” beschreibt detailliert, wie das Vereinigte Königreich die Reputation von Bussen im Hinblick auf die Erreichung nationaler Ziele unterstützen will – von Null-Emissionen bis hin zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise. Dies ist eine 180°-Wende in einem Land, in dem es seit den Privatisierungen von 1986 in einigen Gebieten überhaupt keinen Busverkehr mehr gab. Die Stilllegung von Linien und unerschwingliche Fahrkarten hatten die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel halbiert.

Bis jetzt war England eines der wenigen Länder, in denen die öffentliche Verkehrsversorgung in privater Hand war. Lediglich London bildete eine Ausnahme: Die Stadt wird als Beispiel für einen kostengünstigen öffentlichen Nahverkehr angeführt, profitiert jedoch vor allem von einer sehr hohen Dichte, die so kaum in anderen Regionen Großbritanniens gegeben ist.

Angesichts der Covid-Krise scheint nun ein echter Wandel bevorzustehen.

Öffentlicher Verkehr im Vereinigten Königreich: Infrastruktur, Fahrzeuge und Technologie

Mit der Bekanntmachung der “National Bus Strategy” erhält das Land erstmals einen echten Plan, wie der öffentliche Nahverkehr sein volles Potenzial entfalten kann. Die britische Verkehrsberaterin Beate Kubitz erklärt: “Es ist ein Manifest für Veränderungen, das damit beginnt, aufzuzeigen, dass das bisherige öffentliche Nahverkehrsystem Menschen im Stich gelassen hat und damit auch ganze Gemeinden, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, seiner Mobilität beraubt hat.”

Die neue Strategie beinhaltet außerdem Anforderungen für eine funktionierende Infrastruktur.
Dedizierte Busspuren, emissionsfreie Fahrzeuge und die technologische Grundlage, die nicht nur ein besseres Beförderungsmanagement, sondern auch die vollständige Integration neuer Mobilitätsangebote (im Sinne des Mobility-as-a-Service-Prinzips) ermöglichen.

Der Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie, Kwasi Kwarteng beschreibt die Strategie folgendermaßen: “Es geht darum, den Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge zu beschleunigen und die Verkehrsnetze in Großbritannien zu dekarbonisieren”. 

Öffentlicher Nahverkehr im Vereinigten Königreich: 3 Milliarden für neue Busse

Um dies zu erreichen, will die Regierung die ÖPNV-Branche finanziell unterstützen und so den Erfolg des Projekts sicherstellen. Dazu gehören in erster Linie deutlich frequentierte Verbindungen in städtischen Gebieten und zuverlässige Verbindungen in weniger dicht besiedelten Gegenden. Transport-on-Demand-Services sind in den erarbeiteten Lösungen ebenfalls enthalten. Dabei handelt es sich um Busdienste, die nicht festen Fahrplänen oder vordefinierten Routen folgen, sondern den Reservierungswünschen der Nutzer folgen. Die Fahrstrecken werden mit Hilfe von Algorithmen optimiert – mit großem Erfolg. Die Servicequalität steigt durch den Einsatz neuer Technologien deutlich an, eine Investition von 3 Milliarden Pfund ist bereits beschlossene Sache.

Die Stadt Manchester will als Zeichen der Trendwende im Vereinigten Königreich nach London das zweite Stadtgebiet sein, das wieder in öffentliche Hand übergeht. Wie im Rest des Landes war dort die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel schon lange vor der Pandemie rückläufig. Die Deregulierung hatte ein pauschales Tarifsystem und unverhältnismäßige Preise hervorgebracht, zudem wurden ganze Landstriche langezeit gar nicht mehr bedient.

Gegenwind kommt von den Betreibern 

So plant Manchester ein Konzept nach Londoner Vorbild, wonach sich die Verkehrsbetriebe bewerben können, um ihre Dienste im Rahmen eines “Franchise”-Modells anzubieten.

Gegenwind erwartet Andy Burnham, der Bürgermeister von Manchester, vor allem von Seiten der Betreiber. Sie werden viel weniger Freiheit haben, Fahrpreise eigenständig festzulegen bzw. zu entscheiden, auf welchen Strecken sie verkehren wollen. Der Streit muss vor Gericht ausgetragen werden, ein gutes Zeichen ist aber, dass bereits andere Städte ihre Absicht bekundet haben, den Bus ebenfalls wieder in die Gemeinschaft zurückholen zu wollen.

Damit der öffentliche Nahverkehr seine umfassende Funktion beim Übergang zu einem kohlenstofffreien Verkehr erfüllen kann, müssen die Kommunen die Kontrolle zurückerobern und sich dabei auf die Kompetenz von Expertinnen und Experten stützen. Die richtige Strategie und ein echter Wettbewerb dort, wo früher private Monopole herrschten, kann zu großartigen Ergebnissen führen.

 

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Mobilität im ländlichen Raum: Wie unsere DRT-Lösungen dabei helfen, Gebiete besser zu vernetzen

Mobilité rurale

Mobilität auf dem Land bleibt in Deutschland ein zentrales Thema. Rund 16 Millionen Menschen leben hier in ländlichen Regionen, genauer gesagt in Gebieten, in denen die Bevölkerungsdichte weniger als 150 Einwohner pro Quadratkilometer beträgt (ADAC, 2018). Somit hängen die alltäglichen Aktivitäten – Arbeitsplatz, Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten etc. – entscheidend von den Mobilitätsmöglichkeiten ab. Auffällig dabei ist, dass der öffentliche Nahverkehr kaum zur Fortbewegung genutzt wird. Nur etwa 8 % aller Menschen in Stadtrandgebieten oder auf dem Land nutzen Busse, Bahnen oder andere öffentliche Verkehrsmittel (Statista, 2018); die große Mehrheit verlässt sich auf das eigene Auto. Ursachen für die Unbeliebtheit der öffentlichen Verkehrsmittel werden vor allem darin gesehen, dass das Verkehrsangebot in Bezug auf Pünktlichkeit, Bediengebiete und Servicequalität oft nicht der Nachfrage der Menschen entspricht (YouGov, 2017).

Von Anfang an war es das Ziel von Padam Mobility, die Mobilität in dünn besiedelten Gebieten effizienter und leichter zugänglich zu machen. Tagtäglich arbeiten wir daher an unserer Mission, Bewohner peri-urbaner und ländlicher Gebiete mit nachhaltigen, gemeinsam genutzten Mobilitätslösungen zu versorgen. Durch die Implementierung von On-Demand-Verkehrsdiensten (DRT und Paratransit) schaffen wir es, die Mobilität von Menschen zu verbessern und ihnen den Zugang zu Dienstleistungen und Arbeitsplätzen zu erleichtern.

Unsere Lösungen haben sich bereits in mehreren ländlichen Regionen bewährt, weil sie sich mühelos an die lokalen Gegebenheiten anpassen lassen und passende Antworten auf die Probleme der Verantwortlichen vor Ort bieten. Beispielsweise ermöglichen sie es, die Kosten pro Fahrt zu reduzieren, da einerseits die Fahrgastzahlen aufgrund des attraktiveren Angebots steigen, während gleichzeitig die Betriebskosten durch weniger Leerfahrten deutlich sinken. Ein zusätzlicher Vorteil ist die Möglichkeit, unsere Lösungen in bestehende Mobilitätsangebote zu integrieren, um bestehende Netze, auch bei geringer Nachfrage, optimal bedienen zu können. Darüber hinaus decken unsere Lösungen die folgenden Herausforderungen ab:

Entwicklung eines attraktiven Mobilitätsangebots 

  • Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten und Anpassung an unterschiedliche Anwendungsfälle
  • Ergänzung zum konventionellen ÖPNV-Angebot

Servicequalität 

  • Reduzierung der operativen Kosten und deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit von DRT- und Paratransit-Diensten
  • Entlastung der Callcenter: schnellere Buchung und Bearbeitung, automatische Fahrtenabwicklung

Benutzererfahrung und digitaler Wandel 

  • Kürzere Buchungszeiten
  • Steigerung der Nutzerfreundlichkeit durch die Einführung neuer Buchungskanäle (Website und mobile Applikation) 
  • Verbessertes Nutzererlebnis: Informationen in Echtzeit, Buchungen für mehrere oder wiederkehrende Termine vornehmen, Erinnerungs-Push-Benachrichtigungen, ergonomische Oberflächen, etc.

Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit

  • Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und von Feinstaub dank Routenoptimierung und Ride-Pooling
  • Anpassung der Software an alle Arten von Fahrzeugflotten
  • Zusammenlegung von DRT- und Paratransit-Diensten für ein umfassendes und zu 100 % barrierefreies Angebot

In Frankreich in Châlons-en-Champagne, in Saint-Omer, in der Bretagne und in der Region Pays de la Loire sowie im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz, haben wir bereits Padam Mobility DRT- und Paratransit-Lösungen erfolgreich eingeführt. Durch die neuen lokalen Verkehrsmöglichkeiten konnten wir die Mobilität der Landbevölkerung erheblich verbessern und ihre Abhängigkeit vom eigenen Auto reduzieren.

Dank der neuen On-Demand-Verkehrsdienste (DRT und Paratransit) konnten neue Wege zur Organisation und Gewährleistung einer integrativen und nachhaltigeren Mobilität geschaffen werden. Dies ermöglicht einen allmählichen Übergang zu kohlenstofffreien Transportmitteln, reduziert die Umweltbelastung durch private Autos und verbessert den Zugang zu Arbeitsplätzen und Dienstleistungsbereichen. 

Die Implementierung von dynamischen DRT- und Paratransit-Smart-Lösungen garantiert Betreibern und lokalen Behörden unmittelbare Vorteile:

  • Höhere Fahrgastzahlen und gleichzeitig niedrigere Betriebskosten pro Fahrt dank eines verbesserten Nutzererlebnisses und der Einführung neuer Buchungskanäle, die breitere Nutzergruppen ansprechen (junge Menschen, Senioren, Pendler, Gelegenheitsnutzer).
    Konkret: DRT-Dienste verdreifachen ihre Fahrgastzahlen im Durchschnitt, sobald sie mit der Padam Mobility-Technologie ausgestattet sind.
  • Optimierung der Ressourcen durch Zusammenlegung von Serviceleistungen auf einer einzigen Plattform, um die Nutzung der Angebote zu maximieren. Die Plattformen können an jeden Fahrzeugtyp und jede Nutzergruppe angepasst werden und gewährleisten so eine optimale Ressourcenallokation und ein optimiertes Servicemanagement.

Das Potenzial und die neuen Anwendungsfälle, die diese Transportdienste on-demand ermöglichen, eröffnen neue Perspektiven:

Das Mobilitätsangebot als Ganzes überdenken

  • Während der reguläre ÖPNV auch bei sehr geringer Nachfrage betrieben wird, können intelligente DRT- und Paratransit-Dienste so eingerichtet werden, dass sie sich mit den regulären ÖPNV-Netzen verbinden und so die Fahrgastzahlen erhöhen, anstatt mit den bestehenden Linien zu konkurrieren. 
  • Vor dem Hintergrund der Entwicklung von Mobility-as-a-Service-Lösungen (MaaS), stellen DRT und Paratransit-Dienste eine Möglichkeit dar, um bestimmte Gebiete vollständig zu erschließen und nahtlose Fahrten (mit anderen Verkehrsmitteln) zu ermöglichen.

Schnelle und kostengünstige Anpassung an neue Anwendungsfälle, die als Folge der aktuellen Corona-Pandemie entstanden sind

  • Dynamische DRT- und Paratransit-Dienste ermöglichen die Einrichtung von intelligenten Gesundheitstransportdiensten in ländlichen Gebieten, die sich an besonders gefährdete Personen richten. Auf diese Weise können Gesundheitsversorgungs- oder Impfzentren bedient, Staus verringert oder reguläre Linien ergänzt werden.
  • Darüber hinaus lernen viele Menschen die Annehmlichkeiten eines Lebens auf dem Land zu schätzen und ziehen vermehrt von urbanen Gebieten in ländlichere Regionen.
    Diese Neuankömmlinge, die oft kein Auto (oder nicht einmal einen Führerschein) besitzen, haben andere Erwartungen und Anforderungen in Bezug auf Mobilitätsmöglichkeiten, die sich flexibel an ihre Lebensweise anpasst.

 

 

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Das neue Personenbeförderungsgesetz ist beschlossen – ein Überblick 

Personenbeförderungsgesetz

Das Anfang März vom Bundestag beschlossene Gesetz zur “Modernisierung des Personenbeförderungsgesetz” wurde am heutigen Freitag, 26.03., vom Bundesrat verabschiedet. In einigen Monaten wird es in Kraft treten und ebnet damit den Weg für neue Formen geteilter Mobilität.  

Lesen Sie hier, welche Neuerungen beschlossen wurden und welche Folgen sich daraus für die Zukunft von Transport-on-Demand-Diensten ableiten lassen.  

Die Schaffung eines rechtssicheren Rahmens

Transport-on-Demand-Dienste waren bislang ohne geregelten Rechtsrahmen auf deutschen Straßen unterwegs, das soll sich mit der Gesetzesreform nun ändern. In der neuen Vorlage ist festgehalten, dass Betreiber von Linienbedarfsverkehren und gebündelten Bedarfsverkehren Fahrtenanfragen über digitale Schnittstellen, wie etwa Websites oder Apps, annehmen dürfen. Damit sollen beide Verkehrsarten dauerhaft in das öffentliche Mobilitätsangebot integriert werden. 

Die Änderungen würden, so der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer, die Menge an Autos in den Städten senken und die Mobilität der Menschen im ländlichen Raum positiv beeinflussen. 

Tatsächlich kann die neue Rechtsgrundlage ein Transport-on-Demand-Angebot attraktiver machen: Betreiber und Kommunen bekommen Rechtssicherheit und können zudem den Einsatz der Transport-on-Demand-Services langfristiger planen. Nutzern wird es leichter gemacht, auf umweltfreundliche Transportmittel umzusteigen, zusätzlich werden sie durch die Bereitstellung von Echtzeitdaten unmittelbar über die Verfügbarkeit eines Demand-Responsive Transport (DRT)-Service informiert, was das gesamte Nutzererlebnis deutlich steigert.  

Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn Nutzern auch ein entsprechend attraktives, einfach zugänglich und vielfältiges Verkehrsangebot zur Verfügung gestellt wird. Im Voraus buch- und bezahlbare On-Demand-Dienste, die Reiseinformationen in Echtzeit liefern, sind wichtig, um Nutzer vom Umstieg auf alternative, umweltfreundlichere Transportmittel zu überzeugen

Gebündelter Bedarfsverkehr und Linienbedarfsverkehr – wo genau liegt der Unterschied?

Pooling-Dienste werden nach dem Personenbeförderungsgesetz in gebündelte Bedarfsverkehre (Dienste außerhalb des ÖPNV) und Linienbedarfsverkehre (Dienste, die sich in das ÖPNV-Angebot eingliedern) eingeteilt. Erstere können untersagt werden, wenn sie die „Verkehrseffizienz in ihrem Bediengebiet beeinträchtigen“, sich also zum Beispiel mit anderen Verkehrsangeboten mit einer höheren Pooling-Rate kannibalisieren.   

Linienbedarfsverkehre hingegen müssen das gesamte Gebiet, das der herkömmliche Nahverkehrsplan vorsieht, einschließen, allerdings sind sie nicht mehr an konkrete Haltestellen und festgelegte Abfahrtszeiten gebunden. Eine Fahrt von „Tür zu Tür“ ist also theoretisch umsetzbar, was den Service sehr viel flexibler und kundenfreundlicher gestalten kann. 

Was heißt das konkret? 

Das neue Personenbeförderungsgesetz ist nicht unumstritten, so befürchten manche Kommunen etwa einen erhöhten Verwaltungsaufwand aufgrund der Differenzierung zwischen den verschiedenen Formen der Bedarfsverkehre. 

Und dennoch, die Novellierung ist ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Nahverkehr sukzessive auszubauen. Gerade in ländlichen Gebieten sind Bedarfsverkehre eine geeignete Möglichkeit, um die zum Teil unterentwickelten ÖPNV-Netze zu erweitern. Die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten der digitalen Angebote, etwa, dass festgelegt werden kann, wie viele Buchungen für eine Fahrt vorliegen müssen, welche Haltestellen zu welcher Zeit angefahren werden etc., gestalten den öffentlichen Nahverkehr wesentlich effizienter und auch umweltfreundlicher. 

Kommunen sollten diese neuen Möglichkeiten nutzen, um Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher hauptsächlich auf das eigene Auto verlassen haben, ein attraktives, alternatives Verkehrsangebot zu bieten. 

Wie entwickelt man ein effizientes Transport-on-Demand-Angebot?

Die neuen Regelungen bieten Anbietern und Kommunen Rechtssicherheit, neue Verkehrsformen einzuführen. Allerdings ist die Entscheidung, wie diese aussehen sollen, nicht immer ganz leicht. Jede Region ist anders, verfügt über unterschiedliche Gegebenheiten (z. B. Bevölkerungsdichte, nahegelegenes Verkehrsnetz etc.) und Ansprüche an ein Verkehrsangebot. 

Sie sind sich unsicher, wie ein geeigneter Transport-on-Demand-Service in Ihrer Region aussehen soll? Sprechen Sie uns an! Unsere Experten beraten Sie umfassend! 

 

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeit einer Simulation und Machbarkeitsstudie!

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Wie entsteht ein effizienter Demand-Responsive Transport (3/3)? – Das Business Model

Geschäftsmodell

In diesem dritten und letzten Teil unserer Artikelserie “Wie entsteht ein effizienter Demand-Responsive Transport?” geht es das richtige Geschäftsmodell, um die Effizienz und Nachhaltigkeit eines DRT-Service sicherzustellen. Insbesondere betrachten wir in diesem Zusammenhang drei wesentliche Aspekte: die Preisgestaltung, das Betriebskostenbudget und die Fahrzeugflotte.

1 – Die Preisgestaltung

Die Preisgestaltung des DRT orientiert sich im Regelfall an der des bestehenden Netzes. In einigen Fällen können Tarife jedoch je nach Nutzung angepasst werden. So kann z. B. der Fahrpreis für eine Fahrt im Nachtverkehr höher sein als tagsüber. Dort, wo es kein bestehendes Verkehrsnetz gibt, wie z. B. in ländlichen Gebieten, ist es auch denkbar, einen Fahrpreis festzulegen, der in Abhängigkeit von der zurückgelegten Strecke variiert.

2 – Das Betriebskostenbudget

Eine effektive Möglichkeit, das Betriebskostenbudget zu optimieren und Geld zu sparen, ist die Festlegung einer Auslöseschwelle. Demand-Responsive Transport arbeitet von Natur aus nach dem Trigger-Prinzip (das/die Fahrzeug(e) fährt/fahren nur, wenn mindestens eine Reservierung erfolgt). Diese Auslöseschwelle ist natürlich flexibel anpassbar. Die optimale Einstellung der Schwelle wird in Machbarkeitsstudien und Simulationen vor der Inbetriebnahme des DRT-Dienstes erarbeitet.

Es ist empfehlenswert, vor der Einführung einer DRT-Software die genaue Preisgestaltung des Software-Anbieters zu kennen. Immer mehr Anbieter von dynamischen DRT-Lösungen verfolgen ein SaaS-Modell, Software as a Service. Dieses Modell ermöglicht es, eine Software-Suite bereitzustellen, die nicht auf dem Computer des Betreibers, sondern auf einem entfernten Server gehostet wird. Im Gegenzug bezahlt der Betreiber eine monatliche Lizenz, die Wartung und Hosting beinhaltet. Diese Lizenz ist in der Regel auf die Nutzung der DRT-Lösung abgestimmt, was berücksichtigt werden sollte, wenn darüber beraten wird, wie Kommunen ihr Budget zwischen der Softwareinstallation und dem eigentlichen Betrieb aufteilen. Wenn Sie eine lokale Behörde sind, sollten Sie bei Ihren Ausschreibungen darauf achten, dass sowohl SaaS-Anbieter als auch klassische Anbieter nicht von der Gestaltung des Preisrasters ausgeschlossen werden.

Achten Sie auch auf die Klauseln zum geistigen Eigentum. Für SaaS-Anbieter ist das geistige Eigentum die Grundlage ihres Geschäfts, es kann daher nicht von ihnen verlangt werden, dass sie die Wartung ihrer DRT-Lösung einem Dritten anvertrauen. Diese Verpflichtung würde erfordern, dass sie ihren Code offenlegen, was das Geschäftsmodell und die dazugehörige Technologie angreifbar machen würde.

3 – Die Fahrzeugflotte

Natürlich ist der Dreh- und Angelpunkt eines DRT-Service die Fahrzeugflotte. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedenen Arten, Fahrzeuge bereitzustellen.

  • Eine eigene Flotte: Diese kann für Gebiete geeignet sein, in denen die Nachfrage relativ hoch und stabil ist.
  • Eine vertraglich beauftragte Flotte (z. B. Taxiunternehmen): Diese kann für Gebiete mit geringer Bevölkerung, in denen Fahrten weniger häufig ausgelöst werden, sinnvoll sein.

Es gibt auch gemischte Ansätze, wie z. B. bei der Beförderung von Personen mit eingeschränkter Mobilität. Hier kann es das Ziel sein, die Nachfrage vollständig mit eigenen Fahrzeugen zu decken und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, bei sehr hoher Nachfrage Subunternehmer flexibel einzusetzen.

 

Stellen Sie die richtigen Fragen! Verstehen Sie die Bedürfnisse Ihrer zukünftigen Nutzer? Welche Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung? Bei welchen Themen benötigen Sie Unterstützung?

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Wie entsteht ein effizienter Demand-Responsive Transport (2/3)? Das Service-Design

Der Erfolg eines Demand-Responsive Transport (DRT)-Service beruht auf mehreren Grundpfeilern. In diesem zweiten Artikel unserer Serie, werden wir die Bedeutung des Service-Designs bei der Gestaltung eines bedarfsgesteuerten Verkehrs beleuchten.

Auch wenn dynamischer DRT mit Algorithmen arbeitet, die autonom Routenentscheidungen treffen, durchläuft die Erstellung eines DRT-Angebots einige wichtige Entscheidungsprozesse:

GESTALTUNG VON DEMAND-RESPONSIVE TRANSPORT: DIE RICHTIGEN FRAGEN STELLEN

WELCHE BEDÜRFNISSE SOLLEN BEDIENT WERDEN?

Wir empfehlen, die vorhandene Nachfrage genau zu analysieren und darauf aufbauend die Gebiete zu definieren, die man mit dem DRT bedienen möchte.

Um eine bessere Entscheidungsgrundlage zu haben, sollten Sie die folgenden Daten sammeln und auswerten:

  • Daten eines bestehenden Dienstes
  • Bekannte Daten von festen Linien
  • Umfragen zum Thema “Mobilität” in bestimmten Regionen
  • Daten vom nationalen Statistikamt
  • Bewegungsdaten von Telefonanbietern, etc.
Welcher Dienst für welchen Zweck?

Hier geht es darum, die Qualität des Services zu definieren, die Sie erreichen wollen. Diese Ziele variieren je nach Kontext. In einem dicht besiedelten Gebiet kann es zum Beispiel interessant sein, eine Reservierung bis zu 5 oder 10 Minuten vor der Abfahrt oder sogar in Echtzeit anzubieten. In einem weniger dicht besiedelten Gebiet liegt der Fokus vielleicht eher auf der Häufigkeit der täglichen Fahrten oder der Möglichkeit, verschiedene Verkehrsmittel in einem Trip miteinander zu verknüpfen. Für ein Unternehmen wäre es wiederum interessant, über eine garantierte Ankunftszeit am Standort des Unternehmens nachdenken.

Welches  Servicemodell sollte umgesetzt werden? 

Sobald die Ziele des DRTs identifiziert sind, muss das Servicemodell festgelegt werden. Es gibt mehrere Modelle, hier stellen wir einige davon vor:

  • Das zonale Modell: Dies ist das einfachste und am häufigsten angewandte Modell. Es wird auch “free-floating” Modell genannt und definiert einen bestimmten Bereich, in dem die Fahrzeuge verkehren. Das Aufnehmen und Absetzen innerhalb dieser Zone wird direkt durch den Algorithmus entsprechend der Nachfrage verwaltet, mit oder ohne zusätzliche Einschränkungen. 

In Melun ermöglicht dieses Modell, besonders in den Stadtrandbezirken, dass Nutzer mit dem DRT von und zu jedem Punkt im Ballungsraum Melun fahren können.

Concevoir un Transport à la Demande

In Clamart fahren die DRT-Fahrzeuge ohne Einschränkungen im gesamten Bereich des Servicegebiets, mit einigen wenigen festen Stopps zu vorgeschriebenen Zeiten.

  • Das Zubringermodell: Es basiert auf dem Zonenmodell, allerdings mit der Option, zusätzlich festgelegte Abhol- oder Absetzpunkte zu definieren. Dieses Modell ermöglicht es, dass Benutzer zu einer bestimmten Zeit an einem festen Ort zu- oder aussteigen können, auch wenn die Route des Fahrzeugs ansonsten flexibel ist.  Zum Beispiel kann ein Halt am Hauptbahnhof um 8.00 Uhr obligatorisch festgelegt sein, etwa weil dort ein Zug um 8.10 Uhr hält. Dieses Modell wird besonders im Kontext der Intermodalität (Verknüpfung mit anderen Transportmitteln) verwendet – eine besonders vorteilhafte Eigenschaft des DRT, da das bestehende Netz durch den Service “auf Abruf” nicht ersetzt, sondern im Gegenteil, optimal ergänzt wird.

Um Straßenbahn- und Busstationen im Straßburger Stadtgebiet einfacher erreichbar zu machen, ergänzt ein zonaler Demand-Responsive Transport-Service das bestehende öffentliche Liniennetz.

 

  • Die virtuelle Linie: Dieses Modell ähnelt einer “traditionellen” Linienstruktur, fährt allerdings Haltestellen nur auf Anfrage an.
Wie lässt sich der Gruppentarif optimieren?

Auf diese Frage gibt es keine einheitliche Antwort, da sie vom Kontext der Implementierung und den Anwendungsfällen abhängt. Allerdings können Angebot und Nachfrage einen großen Beitrag zur Lösung leisten. Je häufiger Fahrten angefragt werden, desto spezifischer kann der Service definiert werden: Anzahl der Fahrten, mögliche Umwege usw.

Fast alle heutigen DRT-Lösungen bieten Simulationen, die den Vergleich verschiedener Szenarien ermöglichen, indem mit verschiedenen Parametern gespielt wird. So wird eine Lösung mit der optimalen geschätzten Gruppierungsrate gefunden.

Ist der DRT-Service für den Nutzer verständlich?

Es ist immer verlockend, einen hochtechnischen Ansatz zu verfolgen, um eine hochoptimierte und intelligente Servicekonfiguration zu erreichen. Diese Konfiguration kann jedoch sogar zu komplex sein, um von den Benutzern verstanden zu werden. Um einen effizienten Demand-Responsive Transport zu gestalten, ist es daher besser, einen, aus technischer Sicht, weniger komplizierten Service zu entwerfen, der dafür aber von der breiten Mehrheit verstanden wird.

 

Lesen Sie auch die anderen Teile dieser Serie:

Wie entsteht ein effizienter Demand-Responsive Transport (1/3)? – Die Benutzererfahrung 

Wie entsteht ein effizienter Demand-Responsive Transport (3/3)? – Das Business Model 

 

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Wie entsteht ein effizienter Demand-Responsive Transport (1/3)? – Die Benutzererfahrung

Personenbeförderungsgesetz

Der Erfolg eines Demand-Responsive Transport (DRT)-Services beruht auf mehreren Säulen. In diesem Artikel beleuchten wir eine sehr wichtige: die Benutzererfahrung. Zunächt eine kleine Zusammenfassung über die Eigenschaften von Demand-Responsive Transport:

In welchen Kontexten wird der dynamische Demand Responsive Transport eingesetzt?

Dynamischer DRT ergänzt die traditionellen öffentlichen Verkehrsmittel, wenn diese die Nachfrage nicht befriedigen können, wie z. B. im Bereich des Paratransits, in Gebieten mit geringer Verkehrsdichte, zu verkehrsschwachen Zeiten (z. B. Nachtverkehr) oder beim Transport von Mitarbeitern. Darüber hinaus kann ein DRT, der die erste und letzte Meile bedient, in mehr oder weniger dicht besiedelten Gebieten den Betrieb verbessern, indem er die Anzahl der Haltestellen in bestehenden Netzen reduziert. In diesem Fall unterstützt ein DRT die öffentlichen Verkehrsdienste, ohne mit den bestehenden festen Linien zu konkurrieren.

Das Benutzererlebnis: eine Schlüsselbedingung für den Erfolg von Demand-Responsive Transport

Nehmen Sie Ihre Nutzer ins Visier

“Wer wird Ihren DRT-Service nutzen?” Das ist die entscheidende Frage. Die Benutzerprofile sind vielfältig und haben individuelle Ansprüche an einen Transport-on-Demand. Der Erfolg eines DRT-Netzes hängt wesentlich von Ihrer Zielgruppe und deren Bedürfnissen ab. Für eine ältere Bevölkerung wäre es zum Beispiel sinnvoller, ein Callcenter für die Reservierung anzubieten, als ausschließlich eine mobile Anwendung, mit der ältere Menschen in der Regel weniger vertraut sind.

Benutzererfahrung: Kümmern Sie sich um die Bereitstellung von Fahrgastinformationen

Der zweite wichtige Punkt, den es zu beachten gilt, ist die Gestaltung und Bereitstellung von Informationen rund um den Service an die Nutzer.

Anders als bei konventionellen Beförderungsmitteln, kann ein dynamischer DRT-Service nicht funktionieren, wenn Fahrgästen nicht in Echtzeit über ihre Buchung informiert werden. Pünktlichkeit und die Verfügbarkeit von genauen Abfahrts- und Ankunftszeiten sind für die Nutzer sehr wichtig. Für die Übermittlung von Informationen stehen den Betreibern dabei viele Kanäle zur Verfügung: SMS, E-Mails oder Push-Benachrichtigungen auf die Smartphones der Fahrgäste.

Seit der Verbreitung von Ridesharing-Apps, ist es üblich, dass Nutzer ihre zurückgelegten Fahrten bewerten. Dies ermöglicht es Betreibern, einen Echtzeit-Indikator über die Qualität ihres DRT-Services zu erhalten, so dass der Dienst gegebenenfalls kurzfristig nachgebessert werden kann.

Wenn Sie eine mobile App anbieten, ist es wichtig, über die Qualität der Benutzeroberfläche nachzudenken. Eine Anwendung mit wenigen, aber nützlichen Funktionen ist besser als eine App, deren zahlreiche Funktionen die Benutzer nur verwirren.

Benutzererfahrung: Welche Zahlungsmethoden sind sinnvoll?

Die Implementierung von schnellen und bequemen Zahlungsmethoden verbessert das Benutzererlebnis. Für viele Verkehrsbetriebe ist der Bedarfsverkehr in das bestehende Netz integriert, daher ist es sinnvoll, eine Ticketing-Lösung vorzuschlagen, die auch für das übrige Netz verwendet wird.

Ein Zahlsystem basierend auf Prepayment ermöglicht es, die Bindung zum Kunden langfristig aufrecht zu halten. Hierbei wird dem Benutzerkonto ein gewisser Betrag gutgeschrieben, der bei jeder Nutzung des Dienstes abgebucht wird. Vorauszahlungslösungen gehen in der Regel mit Werbekampagnen einher, um die Nutzung des Dienstes zu fördern (z. B. 10 Fahrten bezahlen, eine Fahrt gutgeschrieben bekommen).

Daneben gibt es noch andere Bezahlmethoden, die jedoch aufgrund ihrer logistischen Komplexität selten genutzt werden. Das gilt zum Beispiel für die Nachzahlung, die die Einrichtung eines Inkassodienstes erfordert, oder die Sofortzahlung, die immer noch sehr kostspielig ist, da die Transaktionskosten im Vergleich zu den kleinen Beträgen, die gezahlt werden, sehr hoch sind.

 

Lesen Sie mehr zu dieser Reihe: Wie entsteht ein effizienter Demand-Responsive Transport (2/3)? – Das Service-Design 

Hier geht es zum Webinar von Padam Mobility zum Thema: How to build an efficient Demand-Responsive Transport?

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4 wesentliche Schritte für einen effektiven bedarfsgesteuerten Transport (2/2): Serviceerweiterung und technische Integration neuer Use Cases

Die 4 wichtigen Schritte beim Demand Responsive Transport 2/2. Effizienz und der Erfolg Demand responsive Transport (DRT) beruht auf vier wesentlichen Schritte: Machbarkeitsstudie, Pilotprojekt, Serviceerweiterung und technische Integration neuer Use Cases. Im ersten Teil unserer Artikelserie haben wir bereits die Machbarkeitsstudie und die Durchführung des Pilotprojekts vorgestellt. Im zweiten Teil erfahren Sie, was bei der Serviceerweiterung und Integration neuer Use Cases zu beachten ist.

Was ist ein dynamischer DRT?

Der dynamischen DRT zielt darauf, den öffentlichen Verkehr an Angebot und Nachfrage besser zu orientieren und ihn effizient sowie nachhaltig zu gestalten. So können unausgelastete fixe Buslinien durch Shuttles oder Minibusse ersetzt werden, die per App, Webseite oder Callcenter gebucht werden können. Durch die Nutzung von Algorithmen können Fahrstrecken berechnet und bedarfsentsprechend optimiert werden.

Schritt 3: Serviceerweiterung

Bei der Serviceerweiterung wird der DRT als Baustein in das bestehende Mobilitätsangebot eines Bediengebiets implementiert. Dadurch werden nicht effiziente fixe Linien ersetzt oder Gebiete an bestehende Verkehrsnetze angebunden.

Dazu wird als Erstes bestimmt, welche Gebiete und Use Cases sich für DRT eignen. Danach können Strategien für die Integration des DRT-Modells definiert und umgesetzt werden: als Ersatz für unausgelastete fixe Linien oder als Verkehrsdienst für dünn besiedelte Gebiete.

Die größte Herausforderung bei der Serviceerweiterung ist nicht nur die Beschaffung einer geeigneten DRT-Software (Ausschreibungen, Vereinbarungen usw.). Auch die Serviceintegration in bestehende Verkehrsnetze, die Serviceüberwachung und -optimierung sind wichtige Aspekte, um eine hohe Servicequalität zu erreichen.

Welche Kennwerte sollten in dieser Phase berücksichtigt werden?

  • Äquivalent zum 2. Schritt Pilotprojekt
  • Serviceerwerb, Informationsbeschaffung, Servicenutzung, Personenkilometer, Nutzererfahrungen.

Welche Fragen sollten in dieser Phase beantwortet werden?

  • Gibt es Bedürfnisse oder Fälle für Use Cases, die noch nicht adressiert sind?
  • Wie ist die Betriebskapazität, um das DRT-Modell auch in andere Gebiete umzusetzen (inkl. anderen Use Cases)?

Wie Sie erfolgreich eine Serviceerweiterung mit Padam Mobility durchführen können, erfahren Sie am Praxisbeispiel von Ile-de-France Mobilités.

Schritt 4: Technische Integrationen neuer Use Cases

Das Prinzip der technischen Integration umfasst:

  • das Hinzufügen neuer Use Cases zur bestehenden ADP-Plattform. Dies ermöglicht die Bündelung von Betriebs- und Verwaltungskosten (z. B. Fahrzeuge, Fahrdienste).
  • die Deckung spezifischer Anforderungen (z. B. Zusatztransport des Gesundheitspersonals während Gesundheitskrisen, Rabattierungen für Arbeitnehmer, Veranstaltungstransporte).

Use Cases, die integriert werden können:

  • Bestehende öffentliche Verkehrsmittel: barrierefreier Verkehr für mobilitätseingeschränkte Menschen, Schülerverkehr, Nachtverkehr, Shuttleservice usw.
  • Gelegenheitsverkehr: Transport von Gesundheitspersonal während Gesundheitskrisen, Zusatzverkehr für Unternehmensveranstaltungen, Gelegenheitsverkehr (z. B. für Veranstaltungen).

Durch die technische Integration kann der Demand Responsive Transport erfolgreich in bestehende MaaS-Projekte (Mobility as a Service) integriert werden. So können Fahrgäste von einem allumfassenden öffentlichen Verkehr, der übersichtlich und bedarfsgerecht gestaltet ist. So können Nutzer bequem und günstig an ihr Zielort gelangen.

In der Praxis:

  • Durch die Integration der DRT-Plattform im lokalen MaaS-Service können Mobilitätslücken durch den ÖPNV geschlossen werden.
  • Der DRT-Service kann mit bestehenden Verkehrsmittel verknüpft, sondern auch mit dem existierenden Tarifnetz integriert werden.
  • DRT kann mit weiteren alternativen Mobilitätslösungen wie Car Sharing, Fahrgemeinschaftsdienste und Taxidienste kombiniert werden. So kann sichergestellt werden, dass das Mobilitätsangebot zu 100 % den Bedürfnissen der Menschen ist.

Erfahren Sie mehr über die Integration von MaaS in Padam Mobility-Lösungen.

Die vier beschriebenen Schritte basieren auf unsere langjährige Erfahrung mit der Konzeption, Konfiguration und Optimierung von DRT-Dienste. Sie garantieren einen erfolgreichen dynamischen Demand Responsive Transport, bedarfsgerecht und effizient ist. Da jeder Use Case ein besonders ist, ist eine Beratung mit DRT-Experten ratsam, um Ihr DRT-Projekt zum Erfolg zu bringen.

Erfahren Sie mehr über die ersten zwei wichtigen Schritte beim Demand Responsive Transport 1/2.

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4 wesentliche Schritte für einen effektiven bedarfsgesteuerten Transport (1/2): Machbarkeitsstudie und Pilotprojekt

Die Effizienz und der Erfolg eines bedarfsgesteuerten Transports (Demand-Responsive Transport, DRT) beruhen auf mehreren Schritten. In diesem Artikel werden wir die ersten beiden wesentlichen Schritte für einen effektiven DRT erörtern: die Machbarkeitsstudie, die Simulation und den Pilotversuch.

Was ist ein dynamischer bedarfsgesteuerter Transport?

Das Ziel eines dynamischen DRT ist die Rationalisierung des öffentlichen Verkehrs durch die genaue Anpassung des Angebots an die Nachfrage, um wirtschaftliche und ökologische Vorteile zu erreichen. Fahrzeuge, die über eine mobile Anwendung, eine Website oder ein Callcenter reserviert werden, ersetzen unausgelastete oder nicht vorhandene feste Linien. Ihre Route wird dank Algorithmen optimiert.

Schritt 1: Die Machbarkeitsstudie und Simulationen

Das Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, den Betrieb und die Nutzung von DRT in einem Gebiet zu verstehen und die Rationalität aus wirtschaftlicher Sicht zu hinterfragen. Sie dient dazu, Angebots- und Nachfrageszenarien zu definieren, zuverlässige Leistungsindikatoren zu erhalten und zu verstehen, wie sich diese in Abhängigkeit von den verschiedenen definierten Szenarien entwickeln.

Die Simulationen, die vorzugsweise von der DRT-Plattform stammen, ermöglichen es, die verschiedenen Szenarien auf der Grundlage von Reservierungsdaten, demografischen Daten, Verkehrserhebungen oder Telefondaten zu beziffern, wodurch es möglich ist, die Bewegungen innerhalb eines Gebiets anonym zu verfolgen. Die Simulationen funktionieren in-vivo und ermöglichen es auch, die wirtschaftliche Relevanz des Dienstes zu bewerten, die richtige Konfiguration des Angebots sicherzustellen und die Risiken zu identifizieren.

Welche Indikatoren sollten in dieser Phase berücksichtigt werden?

  • Servicequalität: Wartezeit, Prozentsatz der bearbeiteten Anfragen und durchschnittliche Umwegsrate: Wie empfinden die Benutzer die Servicequalität? Sind sie zufrieden genug, um den Service regelmäßig wieder zu nutzen?
  • Kosten des Dienstes: Anzahl der Personen pro Stunde und Fahrzeug pro Fahrt, Kilometerleistung, Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge und maximale Fahrzeugauslastung.

Welche Fragen sollten vor dem nächsten Schritt gestellt werden?

  • Ist der Dienst finanziell tragbar und für die Gemeinde akzeptabel?
  • Ist das Projekt politisch durchsetzbar?
  • Werden Nutzer und Vekehrsbetreiber sich gegenüber neuen Mobilitätsformen wie DRT offen zeigen? 

Schritt 2: Der Pilotversuch

Der Pilot, der ganz unter dem Motto “Agilität” steht, wird zum Testen, Messen und Reproduzieren in kurzen Zyklen eingesetzt. Er dient dazu, die Relevanz des neuen DRT-Dienstes für das Mobilitätsbedürfnis, den digitalen Übergang zu einem SaaS-Tool und die Strategien und Mittel der Kommunikation mit der Bevölkerung zu validieren. Er ermöglicht es auch, die Nutzung des DRT-Dienstes zu testen und die damit verbundenen Probleme zu verstehen (Zugkraft, Servicequalität, betriebliche Abwicklung etc.).

Welche Indikatoren sollten in dieser Phase berücksichtigt werden?

  • Quantitative Daten: Anzahl der Besucher, Bekanntheitsgrad der Buchungs-Applikation und der Website vs. dem Callcenter, Anzahl der Fahrgäste pro Fahrzeug und pro kommerzieller Fahrt, Qualität des Services.
  • Qualitative Daten: humanes Transitions- und Change Management, Zufriedenheitsumfragen.
  • Netzbilanz: Frequentierung von Nicht-DRT-Linien, die in der Nähe verkehren.

Welche Fragen sollten vor dem nächsten Schritt gestellt werden?

  • Wie ist der Trend? Ist er stabil?
  • Wie ist die wirtschaftliche Bilanz des Dienstes?
  • Wie groß ist die Chance, den Dienst auch in anderen Gebieten zu replizieren, möglicherweise mit anderem Betriebskonzept oder anderer Nutzungsform?

Erfahren Sie mehr über das von Padam Mobility für Keolis in Orléans durchgeführte Pilotprojekt

 

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