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Interview mit Arnaud Catherine von der Stadtgemeinde Le Cotentin

Interview mit Arnaud Catherine, Beigeordneter der Stadtgemeinschaft Cotentin und stellvertretender Bürgermeister von Cherbourg-en-Cotentin, über die Umsetzung des Demand-Responsive Transport-Service La Saire TAD.

In welchem Kontext ist das Projekt La Saire TAD entstanden? 

Ursprünglich gab es nur in Cherbourg-en-Cotentin ein öffentliches Nahverkehrsnetz: 6 bis 8 reguläre Linien, gekoppelt mit einigen Demand-Responsive Transport (DRT) Services für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, genannt Itineo Access. Es handelte sich um einen bedarfsgesteuerten Verkehrsdienst im ganz klassischen Sinne des Wortes. Es wurden keine auf künstlicher Intelligenz basierenden Tools verwendet. Reservierungen wurden im Voraus per Telefon getätigt und die Schichten der Fahrer wurden von einem engagierten Personal verwaltet.

Wie passt sich der Demand-Responsive Transport an die Mobilitätsherausforderungen in ihrem Gebiet an?

Die geringe Bevölkerungsdichte unserer Bezirke macht es uns unmöglich, einen konventionellen Bustransport anzubieten. Im besten Fall könnten damit tagsüber etwa zehn Personen befördert werden. Inspiriert durch das Beispiel der Metropolregion Orléans, schien die Lösung des Padam Mobility Demand-Responsive Transport für unser Territorium am besten geeignet zu sein: ein städtisches Gebiet mit 80.000 Einwohnern, umgeben von ländlichen Gebieten mit etwa 100.000 Einwohnern.

Padam Mobility war eine Offenbarung. Sie haben uns die Augen dafür geöffnet, dass wir nicht überall konventionelle Verkehrslinien einrichten müssen, vor allem, wenn die Gebiete eher dünn besiedelt sind und die Ressourcen nicht ausreichen..

Welches Feedback bekommen Sie?

Nachdem der Service in La Saire eingeführt wurde, war der Erfolg praktisch sofort da. Wir bemerkten eine sehr hohe Erwartungshaltung der Einwohner, einen flexiblen, an ihre Bedürfnisse angepassten Transportdienst zu haben.

Wie haben Sie mit La Saire begonnen?

Wir wollten 3 Gemeinden, die in der Nähe von Cherbourg-en-Cotentin liegen, bedienen und das dort vorhandene konventionelle Netz an den bedarfsgerechten Verkehr anbinden. Das war für uns eine Möglichkeit, zu überprüfen, ob unser Service-Design den Anforderungen der Nutzer entspricht. Wir wollten wissen, ob die Nutzer den DRT-Service nutzen würden, um auf das konventionelle Netz  umzusteigen. 

Was sind die weiteren Entwicklungen?

Wir beabsichtigen, den Service zu 100 % für Menschen mit eingeschränkter Mobilität im gesamten Stadtgebiet zugänglich zu machen. In Bezug auf die die Art der Motorisierung wird uns eine laufende Studie dabei helfen, Entscheidungen zu treffen. Wenn wir auf Gas verzichten wollen, müssen wir uns zwischen Elektro- und Biogas-Motorisierung entscheiden. Außerdem experimentieren wir derzeit mit einem Mobilitätspool, der viel zu klein ist. Letztendlich müssen alle vorhandenen Mobilitätspools abgedeckt und an das strukturierende Netzwerk angeschlossen werden.

Wir planen, uns schrittweise zu erweitern. Die Erwartung der Einwohner ist hoch.

Warum haben Sie sich für die Zusammenarbeit mit Padam Mobility entschieden? 

Wir wissen, dass wir ein im Wesentlichen städtisches, tageszeitabhängiges und auf Schulkinder ausgerichtetes öffentliches Verkehrsnetz haben. Um sich nachts fortbewegen zu können, um zu einer Ausstellung zu gehen, etc. muss man aber ein umfassenderes Angebot zur Verfügung haben.

Padam Mobility ist wirklich der Baustein, der in unserem umfassenden Transportangebot noch fehlte […]. Der DRT-Service ermöglicht es uns, das bestehende Mobilitätsangebot optimal zu ergänzen. Die Idee ist, letztendlich alle Bedürfnisse der Einwohner abzudecken.

Padam Mobility schafft es, unser gesamtes Gebiet, das eher ländlich geprägt ist, mit dem inklusiven Mobilitätsangebot zu verbinden. Egal, ob man nun in Taillepied mit 26 Einwohnern oder in Cherbourg-en-Cotentin mit 82.000 Einwohnern wohnt, durch den DRT-Service von Padam Mobility kann jeder gleichermaßen von dem Mobilitätsangebot profitieren. Das ist revolutionär für eine Region wie die unsere!

Arnaud Catherine, Beigeordneter für Stadtverkehr der Stadtgemeinschaft Cotentin und 4. Beigeordneter von Cherbourg-en-Cotentin, zuständig für Energie und Energiewende

Über den Service La Saire TAD

Der im Juli 2019 in Partnerschaft mit Zephirbus (Keolis-Gruppe) gestartete bedarfsgesteuerte Verkehrsdienst La Saire TAD zielt darauf ab, den Zugang zum Herzen der Stadt Cherbourg von den Randgemeinden aus zu erleichtern, insbesondere von denen, die sich im östlichen Teil des Gebiets befinden. Seine +900 Fahrten pro Monat erreichen eine durchschnittliche Kundenbewertung von 4,9/5.

Erfahren Sie mehr (französische Website)

Treffen sie andere Mitfahrer von La Saire TAD

 

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Begegnung mit den Demand-Responsive Transport Nutzern in Le Cotentin

Wir sind in die Normadie, Richtung Le Cotentin gefahren, um die (jungen) Nutzer des Demand-Responsive Transport-Dienstes La Saire TAD, der im Sommer 2019 eingeführt wurde, zu treffen.

An der Haltestelle “Collège”, die sich vor dem Gymnasium Denis Diderot in Tourlaville befindet, einer Stadt im Ballungsraum Cherbourg, treffen wir Antoine*, 12 Jahre alt. Er selbst nutzt den Service nicht, berichtet aber von den Erfahrungen seiner Mitschüler:

Ich wohne neben dem College und kann einfach zu Fuß laufen oder mit dem Roller fahren. Allerdings nehmen mehrere Leute aus meiner Klasse den Shuttle, so dass ich sie jedes Mal nach dem Unterricht einsteigen sehe. Sie benutzen ihn hauptsächlich, um nach der Schule nach Hause zu kommen, wenn auch nicht jeden Tag. Die meisten von ihnen sind früher mit ihren Eltern gefahren.

Wenn ich ihn selbst benutzen würde, dann hauptsächlich, um in die Stadt zu kommen. Der große Vorteil, den ich sehe, ist, dass der Van zu Zeiten angefordert werden kann, in denen vielleicht kein Bus kommt. Das ist bequemer und schneller.

Während wir uns unterhalten, kommt ein Minbus von “La Saire TAD” an, aus dem vier von Antoines Freunden aussteigen. Wir fragen sie, was sie von dem DRT-Service halten. Für Mathis, 12 Jahre alt, wohnhaft in Becquet, waren es Freunde, die ihm zu Beginn des Schuljahres von dem Dienst erzählten.

“Ich benutze [den Service] jetzt seit ein, zwei Monaten, hauptsächlich um zur Schule zu kommen. Ich muss nicht mehr mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß laufen, um zur Schule zu gelangen. Früher habe ich  bis zu 30 Minuten gebraucht. Das ist besonders schwierig, wenn es kalt ist und regnet. Außerdem wird es im Winter sehr früh dunkel und es gibt keine Straßenbeleuchtung, wo ich wohne.”

Mickael, gleiches Alter, gleiche Klasse, ergänzt:

Der Service ist sehr praktisch, weil es hier nur alle zwei Stunden Busse gibt, die zur Schule fahren. Ich benutze ihn zusammen mit einem Freund, der für mich bucht. Da wir im gleichen Ort wohnen, macht er die Reservierung und ich fahre mit dem Minibus mit.

Für Fanny, die den Service täglich nutzt, um zur Schule zu gelangen, ist es ihre große Schwester, die für sie den Dienst über ihr Smartphone bucht. 

Ich mag den Fahrdienst sehr, weil er so schnell ist.

Paulo, hat (noch) kein Smartphone, aber seine Mutter bucht seine Fahrten jeden Mittwoch und Donnerstag über die mobile Applikation.

Das Tolle ist, dass man jederzeit buchen kann. Manchmal fällt ein Lehrer aus, sodass wir ein freies Zeitfenster in unserem Stundenplan haben. Als es den Service noch nicht gab, musste ich in der Schule bleiben oder auf die Linie 8 warten, die aber nicht oft kommt.

Dann fragen wir Véronique, eine Fahrerin des Transport-on-Demand-Service La Saire, ob sie auch ‘andere’ Leute außer Schüler und Schülerinnen befördert.

Es stimmt, dass ich hauptsächlich Schüler der Mittel- und Oberstufe befördere. Manchmal befördere ich 5-6 von ihnen aus derselben Klasse! Es sind auch einige Erwachsene dabei, besonders in der Ferienzeit. Und da wir auf dem Land sind, gibt es natürlich auch viele ältere Leute. Sie müssen allerdings an den Haltestellen, an denen der reguläre Bus kommt, umsteigen, was für manche nicht optimal ist.

Transport à la demande: Le Cotentin

Der Service ist besonders für Kinder und Jugendliche geeignet, die nicht im Stadtzentrum wohnen. Gerade dort gibt es Sportkomplexe, die viele Aktivitäten am Nachmittag anbieten. Es gibt einige Schüler, die wir nach der Schule abholen. Wir bringen sie nach Hause und eine Stunde später bringen wir sie zu ihren sportlichen Aktivitäten. Für die Eltern ist das sehr bequem, weil sie nicht mitten am Tag hin und her fahren müssen. Wir sind drei Fahrer, jeder von uns fährt etwa 24h pro Woche, von Montag bis Samstag, außer an Sonn- und Feiertagen, sodass wir die Eltern unter der Woche sehr entlasten.

 

Über den Service La Saire TAD

Der im Juli 2019 in Partnerschaft mit Zephirbus (Keolis-Gruppe) gestartete bedarfsgesteuerte Verkehrsdienst La Saire TAD zielt darauf ab, den Zugang zum Herzen der Stadt Cherbourg von den Randgemeinden aus zu erleichtern, insbesondere von denen, die sich im östlichen Teil des Gebiets befinden. Seine +900 Fahrten pro Monat erreichen eine durchschnittliche Kundenbewertung von 4,9/5.

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* Um die befragten Personen anonym zu halten, haben wir alle Namen in diesem Text geändert.

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Treffen zwischen Padam Mobility, gewählten Vertretern und Nutzern von La Saire TAD

Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung, traf sich Padam Mobility mit Gemeinderäten und Nutzern von La Saire (Le Cotentin, Normandie), um die hervorragenden Ergebnisse des La Saire Transport-on Demand-Service zu besprechen.

Sehr ermutigendes Feedback nach der Testphase 

Der DRT-Service in La Saire ist ein großer Erfolg. Fast 600 Fahrgäste nutzen den Service gleich nach seiner Einführung, im Schnitt kam er auf ca. 1000 Fahrgäste im Monat. 

Auch aktuell steigen die Fahrgastzahlen weiter an, bei einer Auslastungsrate von fast 60 %, was in ländlichen Gegenden eine sehr beachtliche Quote ist. Auch die Nutzer zeigen sich zufrieden und bewerteten den Service mit einer Durchschnittnote von 4,7/5.

Die Nutzer zeigen sich mit dem Service sehr zufrieden

Ich denke, ich kann für alle Mütter im Raum sprechen, die ihre Kinder nicht mehr zur Schule bringen müssen, Sie haben unser Leben in La Saire verändert!”

Eine Mutter aus dem Publikum

 

Der Service ist sehr praktisch und einfach zu nutzen.”

Ein Mädchen im Teenageralter aus dem Publikum

Fortsetzung und Erweiterung des Service

Die anwesenden Mandatsträger der Stadtgemeinde Cotentin kündigten an, dass sie sehr genau prüfen, wie der Dienst weiter geführt werden kann.

Ein Service wie La Saire TAD hat das Potenzial, das lokale Leben neu zu gestalten. Wir haben mit vielen Nutzern gesprochen und sie haben uns gesagt, dass dieser Service einen großen Unterschied macht, besonders für junge Menschen, da gerade sie oftmals keine anderen Mobilitätsmöglichkeiten zur Verfügung haben. Auch für Touristen, die ohne Auto reisen und am Bahnhof von Cherbourg laden, ist dieser Service eine echte Bereicherung. Wir hoffen, dass die Aufnhame des Dienstes und seine Erweiterung dazu beitragen werden, eine echte lokale Dynamik zu schaffen und weiterhin auf spezifische Anwendungsfälle und Mobilitätsbedürfnisse einzugehen.”

Andreas Dieryck, Produktmanager bei Padam Mobility im Anschluss an die öffentliche Informationsveranstaltung

Konstruktiver Austausch zwischen Padam Mobility, lokalen Mandatsträgern, Medien, und Nutzern

Die in der Stadthalle von Digosville organisierte öffentliche Informationsveranstaltung wurde von etwa fünfzig Personen besucht. Zuvor fand ein Pressegespräch mit lokalen Journalisten (La Presse de la Manche, Ouest France und La Manche Libre) statt. Es folgte eine Vorstellungsrunde der lokalen Mandatsträger: Noël Lefèvre, Vizepräsident für Verkehr und Mobilität im Ballungsraum und Bürgermeister von Saint-Jacques-de-Néhou; Arnaud Catherine, Stadtrat für den städtischen Verkehr im Ballungsraum und stellvertretender Bürgermeister von Cherbourg-en-Cotentin, Serge Martin, Bürgermeister von Digosville, Evelyne Mouchel, Bürgermeisterin von Mesnil-au-Val, Carole Gosswiller, stellvertretende Bürgermeisterin von Bretteville, und der Bürgermeister von Bretteville, Pierre Philippart. Keolis (Betreiber des Zéphir-Netzes) war in Person von Romain Dandois, Marketing Manager, ebenfalls anwesend.

Bei dieser öffentlichen Informationsveranstaltung konnte Padam Mobility erneut seine Transport on Demand-Lösungen und insbesondere seine auf künstlicher Intelligenz basierenden Optimierungsalgorithmen sowie seine Benutzerschnittstellen vorstellen: Mobile Applikation, Buchungswebsite und Callcenter-Schnittstelle. Das Treffen bot die Gelegenheit, einen Überblick über den Stand des Einsatzes der Technologie von Padam Mobility in Frankreich und im Ausland zu geben und allgemeine Fragen zum La Saire-Netz zu beantworten.

 

Erfahren Sie mehr über die Lösungen von Padam Mobility

Erfahren Sie mehr über die Erfahrungen der Nutzer des La Saire DRT-Service 

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Ein White Paper über die Rolle von Mobility as a Service (MaaS) in dünn besiedelten Gebieten

MaaS

Anders als in den meisten Großstädten, ist die Mobilität in Stadtrandgebieten und auf dem Land eine Gemeinschaftsangelegenheit, die digitale Tools lernen müssen, zu berücksichtigen. Das ist der Grund, warum wir ein White Paper zum Thema Mobility as a Service veröffentlichen wollten. Unser Ziel war es, mit einer etwas anderen Herangehensweise diesem noch jungen Konzept zu begegnen und das Bewusstsein für Mobilitätsprobleme in dünn besiedelten Gebieten zu schärfen, denen Mobility as a Service echte Lösungsansätze entgegenbringen kann.

Das Konzept von Mobility as a Service auf dem Prüfstand

Welche Bedeutung kann Mobility as a Service in peri-urbanen und ländlichen Gebieten haben? Die Reduzierung des Autoverkehrs, die Vernetzung und Erschließung von Gebieten, eine optimale Verteilung von Ressourcen und eine bessere Nutzererfahrung , insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: Unser White Paper versucht, Schlüsselaspekte von MaaS einzuordnen und aufzuzeigen, was ein MaaS-System in dünn besiedelten Gebieten erreichen kann.

MaaS-Governance-Systeme, die Vielfalt der Stakeholder und ihrer Motivation

Ob ein privates, öffentliches oder hybrides MaaS-System – die Herausforderung beim Aufbau einer MaaS-Plattform liegt eher in der Verwaltung als in der vorhandenen Technologie. Wir haben die unterschiedlichen Beziehungen zwischen den verschiedenen Akteuren im öffentlichen Verkehr im Zusammenhang mit Mobility as a Service untersucht: Mobility Service Providers (MSP), öffentliche Aufgabenträger, private Akteure (Entwickler, Anbieter digitaler Lösungen, usw.). Wir wollten die verschiedenen Formen von Verwaltungsmodellen genauer betrachten, die seit Entstehung von MaaS-Konzepten entstanden sind und herausfinden, welche Antworten Mobilitätsakteure auf die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen ländlicher Gebiete liefern. Zudem hatten wir die Gelegenheit, im Gespräch mit unserem Technologiepartner Kisio Digital die Frage nach Synergien und der Bündelung von Ressourcen für die Gestaltung eines „intelligenten MaaS-Systems” im Detail zu erkunden.

Die Integration von Demand-Responsive Transport in ein MaaS-System: die Entstehung neuer regionaler Mobilitätsmöglichkeiten

Das Ziel von MaaS – im einfachsten Sinne – ist es, alle in einem Gebiet verfügbaren Mobilitätsangebote auf einer einzigen digitalen Plattform zu integrieren. Aber auch in Gebieten, in denen kaum oder wenig Mobilitätsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, kann Mobility as a Service relevante und personalisierte Alternativen zur Nutzung des privaten Pkw bieten. Ein dynamischer DRT ist ein Beispiel für ein alternatives Verkehrsmittel, das sich leicht in eine MaaS-Plattform integrieren lässt. In unserem White Paper stellen wir einige Beispiele für die erfolgreiche oder laufende Integration von Transport-on-Demand-Diensten in einen MaaS-Ansatz vor.

Die verschiedenen Integrationsstufen von DRT in ein MaaS-System und die damit verbundenen technischen Herausforderungen

Die Integration einer Mobilitätslösung in eine MaaS-Plattform erfordert die Einbindung von Fahrgastinformationen und im besten Fall auch einer Ticketing-Lösung. Um diese Integrationen zu ermöglichen, ist die Implementierung von Datenstandards unerlässlich. Sie sorgen auch für die nötige Kohärenz der verschiedenen Mobilitätsanbieter im selben MaaS-System. Bereits im Jahr 2019 integrierte Padam Mobility den Routenplaner der Iléva-Applikation in sein dynamisches DRT-Angebot in Lille. In unserem White Paper berichten wir im Detail von dieser Erfahrung und von den möglichen Integrationsstufen einer DRT-Integration in ein MaaS-System. In diesem Zusammenhang werden wir auch über technische und finanzielle Hindernisse aufklären, die eine solche Integrationen mit sich bringen kann.

Die MaaS-Vision von Padam Mobiliy 

Als französisches Unternehmen, das sich mit der Entwicklung digitaler Lösungen für den öffentlichen Personennahverkehr On-Demand (DRT und Paratransit) befasst, positioniert sich Padam Mobility für ein verantwortungsvolles MaaS-Angebot und setzt sich verstärkt für peri-urbane und ländlichen Gebiet ein, die durch ein ungleiches Mobilitätsangebot benachteiligt sein können. 

Unser Kerngeschäftsfeld und unser Know-how über dünn besiedelte Gebiete, ist für uns ein wichtiger Grund, über Mobility as a Service auch außerhalb der urbanen Zentren nachzudenken. Aus diesem Grund, haben wir uns in unserer Studie auf Best Practices konzentriert, die veranschaulichen, wie ein nachhaltiges und inklusives MaaS-Konzept auch in strukturschwachen Gegenden erfolgreich umgesetzt werden kann.

Hier können Sie das White Paper „Mobility as a Service in peri-urbanen und ländlichen Gebieten – Welche Rolle spielt Demand-Responsive Transport?“ herunterladen.

 

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Gedankenaustausch zu Mobility as a Service (MaaS) mit Kisio Digital

Bus

Wir haben uns mit Bertrand Billoud, dem Kommunikationsleiter bei Kisio Digital, dem Technologiepartner von Padam Mobility getroffen und ihn zum Thema Mobility as a Service (MaaS) befragt. Lesen Sie hier seine Gedanken zum Thema! 

Welchen Mehrwert bietet Kisio Digital, wenn es darum geht das Konzept von MaaS voranzutreiben?

Bertrand Billoud (BB): Der eigentliche technologische Beitrag von Kisio Digital bei der Entwicklung von regionalen, nationalen oder städtischen MaaS, wie in Lille im Ilevia-Netzwerk mit Padam Mobility, basiert auf unserem Navitia-Fahrgastinformationssystem. Multimodale/ intermodale Reiseauskünfte, die immer mehr Transportmittel abdecken, sind der Kern unserer Expertise. Wir sind ein MaaS-Ermöglicher. Allerdings sprechen wir in diesem Zusammenhang viel zu selten über die Nutzer, denn die eigentliche Herausforderung von MaaS-Lösungen sind die Bedürfnisse der Nutzer. Wenn wir uns auf eine MaaS-Logik einlassen, muss die Nutzung die Innovation und kontinuierliche Verbesserung digitaler Dienste vorantreiben.

Unser White Paper vertritt die Vision eines solidarischen MaaS, das näher an den Gebieten sein sollte, die am meisten von neuen Mobilitätsangeboten profitieren würden, beispielsweise Orte mit geringer Bevölkerungsdichte. Wie kann die Entwicklung der intermodalen Logik diesen Gebieten zugutekommen?

BB: Das Interessante an MaaS ist, dass es die Frage nach dem Sinn der Ziele, die wir uns setzen, und den Ressourcen, die wir mobilisieren, um die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen eines Gebiets in Bezug auf die Mobilität zu bewältigen, aufwirft. Was wollen wir mit MaaS erreichen? Wollen wir die Verkehrsbelastung begrenzen, die Mobilität für Menschen mit Handicap erleichtern, uns auf den Tourismus konzentrieren, sanfte Transportmittel fördern…? Je nach Kontext wird die gewählte Lösung unterschiedlich ausfallen. Das Angebot muss an die unterschiedlichen Herausforderungen der jeweiligen Gebieten angepasst werden.

Die von den politischen Entscheidungsträgern gesetzten Prioritäten, geben die Richtung für MaaS vor. Das Aufzwingen von Verkehrsmitteln, die von der Lebenswirklichkeit völlig losgelöst sind, ist nicht die richtige Strategie. Ich denke, in diesem Punkt stimmen wir mit Padam Mobility überein: wir sind davon überzeugt, dass die Integration von Mobilitätslösungen wohlüberlegt erfolgen und auf spezifische lokale Probleme, wie den ungleichen Zugang zu Verkehrsdienstleistungen in Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte, reagieren muss.

Kann MaaS denn überhaupt das richtige Werkzeug in peri-urbanen oder ländlichen Gebieten sein?

BB: Es kommt auf den lokalen Kontext an. Es ist wichtig zu erkennen, dass digitale Werkzeuge nicht die Lösung für alle Missstände in der Gesellschaft sind, insbesondere im Bereich der Mobilität. Die Herstellung von digitalen Werkzeugen ist auf dem Papier eine gute Sache. Es erfordert jedoch eine Menge Kommunikations- und Marketingarbeit, um die Öffentlichkeit zu erreichen und die Nutzung der Tools zu fördern. Wir müssen die neuen digitalen Möglichkeiten einem breiten Publikum zugänglich machen, sonst haben wir die Schlacht bereits verloren. Es ist gut und schön, ein nützliches Produkt entwerfen, aber das Wichtigste ist, ein Produkt zu entwerfen, das von vielen Menschen genutzt wird.

Man sollte sich auch nicht immer nur auf die digitalen Anwendungen verlassen, menschliche Aspekte sind genauso, wenn nicht umso mehr, wichtig. Das versuchen wir auch bei Kisio Digital zu vermitteln. Schließlich entwickeln sich die Nutzungsgewohnheiten ja auch weiter, das “U-Bahn-Arbeit-Schlafen” an fünf Tagen in der Woche trifft längst nicht auf alle Menschen zu. Deshalb muss es die Hauptaufgabe von MaaS sein, unsere Lebensstile zu berücksichtigen und beispielsweise Points of Interest und intermodale Hubs mit Wohngebieten zu verbinden.

In vielen Großstädten tendiert das Mobilitätsangebot immer mehr zur Individualisierung mit gemeinsam genutzten Verkehrsmitteln, die sicherlich teurer und weniger sanft sind, als man ihnen nachsagt (z. B. Elektroroller, E-Bikes, Leihwagen etc.). Wie kann sich ein MaaS-System in diese Dynamik einfügen und es außerdem schaffen, positiven Einfluss auf das Verhalten der Menschen in urbanen und peri-urbanen Gebieten auszuüben?

BB: Der Mobilitätssektor ist politisch. Was als ‘positives‘ Nutzungsverhalten gewertet wird, wird in erster Linie von den Mobilitätsorganisationsbehörden beeinflusst . Dies kann je nach Kontext das Radfahren, der öffentliche Nahverkehr oder die Bildung von Fahrgemeinschaften sein. Auf jeden Fall müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass alle Formen der Mobilität, mit Ausnahme des Gehens und des nicht-motorisierten Radfahrens, ökologische Auswirkungen haben, und wir müssen versuchen, diese zu begrenzen. Digitale Dienste (Algorithmen, Daten, etc.) können auf verschiedene Probleme (sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Art) reagieren, unser Leben vereinfachen, aber das allein wird nicht ausreichen. Ich denke, dass wir als Bürger auch eine Rolle dabei spielen müssen, die Auswirkungen unserer Mobilität zu reduzieren. Und im aktuellen Kontext, mit der Entwicklung von Home Office und Videokonferenzen, ist auch die ‚Nicht-Mobilität‘ Teil dieser Gleichung, die wir als Mobilitätsmix bezeichnen könnten. Um ein positives Nutzungsverhalten zu fördern, darf MaaS nicht radikal sein. MaaS muss den sogenannten “Mobilitätsmix” fördern, also die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel je nach Kontext. Konkret: In manchen Bereichen ist das Auto nicht mehr wegzudenken. Das Auto kann immer noch eine wichtige Rolle im Verkehrssystem spielen, vorausgesetzt, dass es mit sanften, gemeinsam genutzten Verkehrsmitteln kombiniert wird und dass andere Nutzungen des Autos, wie Fahrgemeinschaften, begünstigt werden. Es ist zum Beispiel denkbar, Parkmöglichkeiten an einem Mobilitätsknotenpunkt zu schaffen oder Zubringer-Dienste zum öffentlichen Verkehrsnetz einzurichten.

Das Thema MaaS bringt eine Vielzahl von Akteuren zusammen, was natürlich die Frage nach der ‚richtigen Steuerung‘ aufwirft. Unter Berücksichtigung der sozialen und ökologischen Rolle von MaaS, was wäre die ideale Verwaltungsform?  Welche Akteure eignen sich am besten für die Aufgaben der Entwicklung, Steuerung und Integration?

BB: Genau diese Vielfalt an Akteuren ist es, die MaaS stark macht. Serviceorientierte Mobilität muss ein gemeinsames Thema sein, das eine starke Zusammenarbeit erfordert. Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Betreibern, gewerblichen Akteuren wie Kisio Digital oder Padam Mobility, aber auch Verbänden, die sich für die positive Nutzung von Mobilitätsmöglichkeiten einsetzen. MaaS erfordert Allianzen, aber es sind die Mobilitätsorganisationsbehörden, die eine Steuerungsfunktion innehaben müssen. Selbstverständlich müssen die Spielregeln festgelegt sein, die Spieler und Angebote überwacht werden. Im öffentlichen Raum darf keine Anarchie der Mobilitätsangebote herrschen, daher ist eine  vertrauenswürdige Drittpartei absolut notwendig, um sicherzustellen, dass unsere Daten nicht in undurchsichtigen Systemen landen, die bestimmte Verkehrsmodi bevorzugt behandeln. 

Diese Strukturierung muss intelligent erfolgen und es ist wichtig, dass sich jeder auf sein Kerngeschäft konzentriert. Für Kisio Digital ist dies beispielsweise die Bereitstellung von Reiseinformationen. Wir müssen Allianzen und Partnerschaften finden, anstatt zu versuchen, alles alleine zu machen.

Es bedarf einer Vorstellung von Gemeinsamkeit und Kooperation, die die Qualität der Dienste und ihre digitale Souveränität vorantreiben müssen. Ein Beispiel: Unsere Navitia-Lösung ist Open Source: So können wir Ressourcen und Kosten bündeln und uns so auf eine gemeinsame Roadmap einigen, um uns kontinuierlich zu verbessern.

Inwieweit sind Unternehmen wie Kisio Digital oder Padam, die White-Label-Services anbieten, Förderer von MaaS-Lösungen?

BB: Tatsächlich stehen wir hauptsächlich mit öffentlichen Akteuren bezüglich der Vergabe von Aufträgen in Kontakt und helfen ihnen, ihre Dienstleistungen für Fahrgäste zu verbessern. Uns ist es sehr wichtig, allen Nutzern ein perfektes Serviceerlebnis zu bieten. Das ist eine Vision, die wir mit Padam Mobility teilen. Wir wollen zuverlässige Transportdienste entwickeln, in dem jeder sorgenfrei Platz nehmen kann, DRT und auch andere öffentliche Transportmittel haben das Potential, zum Wohlbefinden der Nutzer beizutragen.

Wie auch Ihr, definieren wir uns als MaaS-Ermöglicher. Für uns geht es besonders darum, Reisende umfassend zu informieren. Alle Beteiligten, wir und die Nutzer, haben einen größeren Mehrwert, wenn wir verlässliche Reiseinformationen bieten, als wenn wir versuchen würden, alles selbst zu machen. Wir versuchen auch, den Menschen den Wert und die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs zu vermitteln und versuchen, zum Wohlbefinden der Nutzer von Mobilitätsdienstleistungen beizutragen. Das Beispiel von Transport for London (TfL) ist recht aufschlussreich. Im vergangenen Sommer veröffentlichte die Londoner Verkehrsbehörde eine Applikation, die sich speziell auf Dienstleistungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität konzentriert. Private Akteure, die MaaS-Dienste betreiben oder B2C-Mobilitätsanwendungen anbieten, behandeln diese Art von Thema nicht unbedingt mit Priorität. Allerdings müssen wir uns diesen Aufgaben viel stärker annehmen, um die öffentlichen Player dabei unterstützen zu können. Die digitalen Lösungen, die wir auf White-Label-Basis anbieten, sind Bestandteil des öffentlichen Interesses und des öffentlichen Dienstes. Das ist auch ein wichtiger Aspekt, der uns von anderen MaaS-Anbietern unterscheidet.

 

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Kisio Digital, eine Tochterfirma der Keolis-Gruppe für den Bereich digitale Services, betreibt die Fahrgastinformationsplattform Navitia. Das hauseigene multimodale Reiseinformationssystem Navitia empfängt mehr als 8 Milliarden Anfragen pro Jahr und ermöglicht den Zugriff auf eine Vielzahl lokaler Mobilitätsdienste, die multimodale (Verkehrsmittelvergleich), intermodale (Verkehrsmittelkombination), Tür-zu-Tür- und Echtzeit-Routensuche umfassen. Das Unternehmen ist auch ein wichtiger Akteur bei der Verwaltung und Qualitätskontrolle von Mobilitätsdaten, um möglichst zuverlässige Informationen für Reisende zu liefern. Ähnlich zu Padam Mobility, sind die Hauptkunden von Keolis Digital im Rahmen von MaaS-Projekten Mobilitätsorganisationsbehörden (AOM) wie Île-de-France Mobilités im Großraum Paris oder SYTRAL in Lyon, aber auch andere Akteure wie zum Beispiel SNCF, Keolis oder Mappy gehören zu ihren Kunden.

 

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Padam Mobility setzt sein Engagement für geteilte Mobilität nun als Teil der Siemens Mobility Familie fort

Padam Mobility

Padam Mobility, der französische Marktführer für dynamische Transport-on-Demand-Lösungen (Demand-Responsive Transport (DRT) sowie die Beförderung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität (Paratransit)), ist jetzt Teil der Siemens Mobility Familie und ergänzt somit das Portfolio intermodaler Lösungen, zu dem bereits die Technologieunternehmen Hacon, Bytemark, und eos.uptrade gehören.

Für Padam Mobility beginnt mit diesem Zusammenschluss ein aufregendes neues Kapitel, das es dem Unternehmen ermöglicht, die bisherige Arbeit seiner Teams bestmöglich fortzuführen, sein Engagement zu stärken, seine Ergebnisse zu verbessern und somit neue Spitzenleistungen zu erzielen. Von den von Padam Mobility entwickelten Reiselösungen haben seit der Gründung im Jahr 2014 bereits mehr als eine Million Fahrgäste profitiert.

Eine neue Dimension zur Stärkung der Unternehmensmission

Mit seiner Software-Suite intelligenter und flexibler Lösungen, verbessert Padam Mobility die vorhandenen Mobilitätsstrukturen für alle Zielgruppen, besonders in Gebieten, in denen eine geringere Nachfrage besteht. So schafft es Padam Mobility, Anwender, Betreiber und Kommunen in Bewegung zu bringen. Mit der Übernahme durch Siemens Mobility, festigt das Unternehmen seine Position im Mobility-on-Demand-Markt und stärkt seine internationale Präsenz.

Die Werte des Unternehmens (SHARE, LEAN, CARE, IMPACT) stehen nach wie vor im Mittelpunkt des internen Managements sowie der Kundenbeziehungen.

Es ist eine unglaubliche Chance, der Siemens Mobility Familie im Bereich des intermodalen Transports anzugehören. Es unterstreicht die Ambitionen von Padam Mobility: Gebiete miteinander zu verbinden, der Mobilitätspolitik in Gebieten mit mittlerer bis geringer Bevölkerungsdichte mehr Wirkung zu verleihen und moderne, angepasste Mobilitätsdienstleistungen anzubieten. Das Vertrauen von Siemens Mobility in unser Team, unsere Vision und unsere Agilität stärkt unsere Kernwerte.”

Grégoire Bonnat, Co-Founder und CEO von Padam Mobility.

Noch leistungsfähigere Lösungen für besonders anspruchsvolle Gebiete

Seit Gründung entwickelt Padam Mobility digitale Lösungen für einen dynamischen ÖPNV On-Demand (DRT und Paratransit), um Vorstädte und ländliche Gebiete nachhaltig zu verändern und Gemeinden näher zusammenzubringen

Durch die Übernahme, kann Padam Mobility die Entwicklung seiner technologischen Lösungen weiter vorantreiben, um diese noch leistungsfähiger zu machen und noch besser auf neue Herausforderungen, die insbesondere durch die Corona-Krise entstanden sind, antworten zu können.

Mit der Übernahme von Padam Mobility bekräftigen wir unser Engagement, digitale Mobilitätslösungen anzubieten, um den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern und den Transport von Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu optimieren. Die praxisbewährte Software und die intelligenten Lösungen von Padam Mobility werden es uns ermöglichen, mehr Transportoptionen anzubieten, die On-Demand- und Shared-Mobility integrieren und koordinieren. Die Möglichkeit, aus einer breiten Palette von Mobilitätsoptionen auswählen zu können, verbessert das Benutzererlebnis erheblich.”

Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.

Padam Mobility wird seine Unabhängigkeit beibehalten, sowohl in Bezug auf Projekte, die das Unternehmen implementiert und betreut, als auch in Bezug auf die fachliche Kompetenz, die Padam Mobility bereits in über 70 Gebieten in Europa, Asien und Nordamerika bereitstellt. Verkehrsbehörden, Betreiber und Unternehmen können sich weiterhin darauf verlassen, dass Padam Mobility ihnen bei der Erschließung von Gebieten, der Optimierung ihres Mobilitätsangebots und der Vereinfachung des Fahrbetriebs hilft. Das Unternehmen wird seine Kunden nach wie vor dabei unterstützen, operative Höchstleistungen zu erzielen und setzt sich zudem, wie auch in der Vergangenheit, für eine umweltfreundliche Mobilität ein.

 

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Buchen des DRT-Service per Telefon: Eine Erleichterung für bestimmte Nutzergruppen

Solutions de réservation pour centrales d'appels

Buchung per Telefon: Auf barrierefreie und inklusive Mobilitätslösungen zu setzen bedeutet, Nutzern, die kein Smartphone besitzen oder mit digitalen Tools nicht vertraut sind, die Möglichkeit zu geben, einen DRT-Service oder Paratransit-Transport (für Menschen mit eingeschränkter Mobilität) direkt per Telefon zu buchen.

Die Callcenter-Oberfläche, die Padam Mobility in seiner Software-Suite anbietet, ist einfach, intuitiv und ergonomisch. Auf diese Weise wird eine schnelle und passende Unterstützung für spezielle Zielgruppen wie Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Senioren garantiert. Gleichzeitig können diese Zielgruppen von dem vollen Potenzial der dynamischen DRT-Optimierungsalgorithmen von Padam Mobility profitieren.

Versetzen Sie sich in die Lage der Nutzer, um einen optimalen Service anzubieten

Die Mitarbeiter der von Padam Mobility ausgestatteten Callcenter haben Zugriff auf eine Reservierungswebsite, die der des Benutzers sehr ähnlich ist. Der Unterschied liegt in der “Handeln Als”-Funktionalität, die es ihnen ermöglicht, auf unkomplizierte Weise die Steuerung von Reservierungen und die Verwaltung von Benutzerkonten zu übernehmen. Der Zugriff der Callcenter-Mitarbeiter auf die Benutzer-Schnittstelle, dient einem doppelten Zweck:

  • Ergonomie, Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit: Denn es gibt keinen Grund, warum ein Callcenter-Mitarbeiter weniger leicht buchen sollte als der Anwender. Genau wie der Benutzer, hat auch der Mitarbeiter am Telefon Zugriff auf Favoritenadressen und die Historie der durchgeführten Fahrten, sodass neue Buchungen für regelmäßige Fahrten mit nur zwei Klicks vorgenommen werden können.
  • Unterstützung beim digitalen Wechsel: Da der Telefonist Zugriff auf dieselben Screens hat, kann er den Kunden problemlos am Telefon begleiten, wenn dieser versucht, den Wechsel auf seinen eigenen Browser vorzunehmen.

Das Interesse an unserer Callcenter-Lösung liegt in der spezifischen Unterstützung, die sie für eine telefonische Reservierung von DRT- oder Paratransit-Dienste bietet. Es ist zudem ein hervorragendes Tool, um den digitalen Wandel und das Empowerment bei der Buchung von Kunden zu unterstützen, die den Schritt wagen wollen, aber nicht so einfach können.”

Inès Chaibi, Leiterin des Kundendienstes bei Padam Mobility.

Mit unseren Lösungen für Callcenter ermöglichen wir auch Kunden, die es nicht gewohnt sind, mit den neuesten digitalen Werkzeugen zu arbeiten, von den technologischen Innovationen zu profitieren, die durch die von uns entwickelten Algorithmen zur Routen- und Streckenoptimierung möglich sind. Auf diese Weise machen wir alle Vorteile einer außergewöhnlichen Innovation für möglichst viele Menschen zugänglich.”

Thibault Lécuyer Weber, Marketing Direktor bei Padam Mobility.

Schnell und einfach für einen Nutzer buchen: Die Gebrauchsanweisung

Dank der Callcenter-Lösung von Padam Mobility können die Mitarbeiter im Namen der Nutzer Reservierungen vornehmen:

  • Durch manuelle Eingabe einer Adresse, wobei der Nutzer die Felder bei der Eingabe der Adresse ausfüllen muss.
  • Durch Auswahl einer der Favoritenadressen des Nutzers, wenn diese zuvor ausgefüllt wurden.
  • Durch die erneute Buchung einer vergangenen Fahrt aus der Buchungshistorie.

Die Callcenter-Mitarbeiter geben dann die vom Benutzer gewünschte Abhol- oder Absetzzeit an, sowie das gewünschte Datum, eine Wiederholung (falls zutreffend) und die Anzahl der Fahrgäste. Sobald die Ergebnisse angezeigt werden, erläutern sie die Kenndaten jeder der vorgeschlagenen Routen (Abfahrts- und Ankunftszeiten, Gehzeit usw.) am Telefon. Wenn eine der vorgeschlagenen Routen den Bedürfnissen des Nutzers entspricht, bestätigt der Mitarbeiter die Reservierung der Route.

                                          Reservierung einer gewünschten Fahrt über die Padam Mobility Call Center-Benutzeroberfläche.

Der Benutzer erhält daraufhin dieselben Informationen, die er auch bei einer selbständigen Reservierung erhalten hätte: eine Bestätigungs-E-Mail, eine Erinnerungs-SMS und eine SMS, die die Anfahrt des Fahrzeugs ankündigt.

Wenn die Integration der zentralen Callcenter-Lösung mit einer Telefon-Funktion eingerichtet ist, werden die Callcenter-Mitarbeiter automatisch mit dem Konto des Nutzers verbunden, der sie kontaktiert.

Begleiten heißt auch begleitet werden

Alle Mitarbeiter, die für die Annahme von telefonischen Reservierungen über die Padam Mobility-Callcenter-Schnittstelle zuständig sind, werden speziell geschult. Über die Präsentation des Tools hinaus werden detaillierte Erklärungen gegeben und Fragen beantwortet. Eine Echtzeit-Demonstration ermöglicht es jedem Mitarbeiter, Schritt für Schritt die wichtigsten Aufgaben zu erlernen, mit denen er betraut wird:

  • Erstellen eines Benutzerkontos und ändern persönlicher Informationen
  • Nach einem Benutzer suchen und eine Reservierung auf seinen Namen vornehmen
  • Erläuterung der wichtigsten Informationen, die dem Kunden über den Service oder insbesondere seiner Reservierung mitgeteilt werden sollen
  • Zugriff auf die Fahrthistorie eines Nutzers
  • Stornieren oder ändern einer Reservierung

Nach der Schulung erhält der Callcenter-Mitarbeiter Unterstützung durch die Customer Success-Teams (Kundendienst) von Padam Mobility über eine spezielle Support-Schnittstelle. Diese Schnittstelle ermöglicht ihm jederzeit den Zugriff auf:

  • Eine vollständige und regelmäßig aktualisierte Dokumentation
  • Zugriff auf die FAQs (Häufig gestellte Fragen)
  • Ein Ticketing-Service für spezielle Fragen (Ticket) oder solche, die nicht in den FAQs aufgeführt sind.

Die Ausbildung von Callcenter-Mitarbeitern und die Betreuung durch unsere Teams sollen den Erfolg von DRT- oder Paratransit-Diensten garantieren. Es ist auch eine Chance, das Bewusstsein der Callcenter-Mitarbeiter für die besondere Unterstützung zu schärfen, die sie für bestimmte Zielgruppen, wie z. B. Senioren, anbieten müssen.

Chloé Forestier, Customer Support Manager bei Padam Mobility.

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